Neue Woche im Ego-Journal: 05.-11. Januar 2024

Im Format eine Fortsetzung des Geld-Blog von 2023, aber ich erweitere das Thema und teile, was mein Verstand so treibt, sofern ich es mitkriege…

Fazit dieser Woche

  • Ich tus wieder: täglich öffentlich schreiben
  • Ich tus, obwohl mein Verstand rebelliert und mich peinlich findet
  • Ich tus, obwohls keinen Mehrwert im klassischen Marketing-Sinne bringt
  • Ich tus, um meinem Verstand mehr und mehr auf die Schliche zu kommen und mich dadurch von ihm unabhängig zu machen, sprich: frei
  • Ich tus, weil ich Lust drauf habe
  • Die Seele ist das Entspannteste an (in) mir

Und wieder lockt das Online-Schreiben…

Freitag, 05. Januar 2024

Es reizt mich immer wieder, das Online-Schreiben. Es gehört zu mir. Manchmal kommt es mir wieder abhanden, weil sich andere Lebensthemen vorschieben, aber es drängt mich im Grunde täglich.

Als ich diese Woche meinen Jahresrückblick 2023 geschrieben habe, kam der Geld-Blog wieder in mein Bewusstsein. Das tägliche Schreiben über meinen Weg in die innere finanzielle Freiheit. Das hatte mir vor einem Jahr so viel Spass gemacht – und hatte erst noch eine gute Wirkung.

Darum mache ich doch einfach dort weiter, wo ich Ende Februar 2023 aufgehört habe: beim Online-Schreiben über das, was mich bewegt.

Lust hatte ich schon lange darauf, aber mein Verstand fands immer albern und predigte: „Du musst Mehrwert liefern, wenn du etwas veröffentlichst, sonst liest das keiner.“

Ja, da mag er recht haben, der liebe Verstand, aber ich habe schon lange keine Lust mehr auf all das Zeug, was ich tun sollte, damit irgendwas passiert.

Was ich hingegen wirklich für gescheit halte, ist das Schreiben. Sei es nun öffentlich oder in meinem privaten Büchlein. Weil (mir) Schreiben so sehr hilft, meinen Verstand zu entlarven und immer mehr zu fühlen und dadurch echt und wahrhaftig zu leben.

Samstag, 06. Januar 2024

„Sollen“ verscheucht die Kreativität

Ich sollte in Social Media wieder starten, damit mich auch neue Menschen finden. Und:

Ich sollte wieder anfangen, Newsletter verschicken, damit ich eine Verbindung zu meinen Leser*innen aufbauen kann.

Da sträubt sich natürlich alles in mir, weil, sobald ich etwas „soll“, sofort Widerstand aufkommt.

Manche nennen das „rebellisch“. Mit „rebellisch“ verbinde ich aber eher „mutig“, für etwas kämpfend, was mir wichtig ist. Darum gehts mir nicht. Ich bin nicht gegen Social Media oder das Newsletterschreiben. Ich mache das gern, aber irgendwas, schüchtert mich ein, wenn ich nur schon daran denke.

Interessant also dieser Widerstand. Wie nehme ich den wahr?

  • Der Verstand produziert gleich einen riesigen Arbeitsberg aus diesen kleinen „Soll“, und dann:
  • Die Kreativität zieht sich sofort zurück. Der Stress, den der Verstand erzeugt, versperrt mir den Zugang zu ihr.
  • So hat der Verstand viel Raum, um Stress zu produzieren.
  • Endlich kann er wieder Konzepte entwickeln. Hochkomplizierte Content-Pläne, ausgefeilte Newsletter-Themenlisten, Posts, die aufeinander aufbauen, etc.
  • Und er schiesst pausenlos: „Das hältst du ohnehin nicht durch. Fang doch an… du hörst sowieso nach spätestens 4 Wochen wieder auf…“

Soweit, so klar. Und jetzt?

Ich habe ja ein phänomenales Tool bei mir, das mir in jeder Lebenssituation hilft: mein Körper. Was geht denn da ab, wenn das Sollen anfängt?

  • Es wird eng im Brustbereich, wenig Luft
  • Der Kiefer spannt sich an

Dann machen wir das alles mal wieder weit. Weeeeeeiiiiiiit.

Und wenn ich mich weit mache und mal mein ganzes Wesen ins Universum rauszoome und gucke, wie gross diese Probleme der Doro aus der Sicht des grossen, weiten Universums sind, muss ich ein bisschen lachen – was ja an sich schon entspannt – und bin bereit, mich ans Werk zu machen.

So, wie ich es will.

Nicht mehr so, wie „man es macht“.

Immer so weit und offen und locker, dass die Kreativität Lust hat, zu mir zurückzukehren und MIT mir zu arbeiten.

Womöglich wird dann aus dem Soll ein Will?

Sonntag, 07. Januar 2024

Freundinnen-Gespräch

2 Stunden am Stück mit meiner Freundin telefoniert. Die Themen bieten Stoff für mindestens 7 Blog-Artikel.

Wir sprachen über:

  • Wunsch-los glücklich sein > ohne Wünsche (glücklich) sein = komplette Hingabe ans Leben
  • Auch der Wunsch nach wunschlosem Glück ist ein Wunsch
  • Wie wir wieder in den Rhythmus des leichten Newsletter-Schreibens gelangen können
  • Ich habe im Gespräch ein Format entdeckt, das mich total reizt: Ich nehme Fragen auf, die mir begegnen – egal, ob direkt an mich oder ob über sonst einen Kanal – und beantworte sie in Briefform auf dem Blog.
  • Die Trigger (was uns so richtig nervt oder sonstwie aus der Fassung bringt) bringen uns weiter, also geh ihnen nicht aus dem Weg, sondern suche sie, z. B. bei Menschen, die total anderer Meinung sind als du oder die an dir herumkritisieren oder ähnlich. Die eigene Familie eignet sich oft hervorragend dafür 😉
  • Wir lassen uns vom Leben benutzen. Da, wo wir nützlich sein können, setzen wir uns ein. Je mehr wir uns diesem Dienen hingeben, desto eher führt uns das Leben in unser Element. Auch hier wieder: komplette Hingabe ans Leben

Montag, 08. Januar 2024

Ungeduld

Das ist witzig: heute Morgen habe ich noch mit meinem Kerl herumgescherzt, wie mies ich jeweils am ersten Arbeitstag im Januar drauf war, als ich noch angestellt war. Oder als ich noch zur Schule ging. Gaaaanz schlimm. Trübe Tage, kalt, und weit und breit nichts Erfreuliches in Aussicht. Das nächste Highlight waren dann die Ostern. Also etwa in 3 Monaten…

Heute weiss ich manchmal nicht mal mehr, welcher Tag ist, und überhaupt bin ich einfach grundsätzlich viel besser drauf, weil ich mein Leben so lebe, wie es mir gefällt. Darum habe ich auch keinen Grund am ersten Arbeitstag im Januar mies drauf zu sein.

Hehe, meinte ich… denn: Nach dem Mittag überfällt mich plötzlich eine miese Laune.

Woher kommt denn die jetzt? Scheinbar ohne Grund.

Hm. Aber einen Grund gibts immer, wenn trübe Stimmung aufkommt. Da kann nur einer am Werk gewesen sein: der liebe Verstand.

Was habe ich denn da so rumgedacht?

Ach so. Es ist grau und kalt seit Tagen. Wir sind ja mit Absicht ans Meer gezogen, um in milderem Klima den Winter zu verbringen. Aber die Sonne haben wir echt schon lange nicht mehr gesehen.

Zudem sind wir dran, eine Wohnung zu suchen, weil die aktuelle kalt, feucht und auch sonst ziemlich gruselig ist. Wir suchen seit Monaten und finden nichts, was uns gefällt und bezahlbar ist.

Und da kommt die miese Stimmung rein: ich bin ungeduldig. Ich will jetzt eine Lösung.

Voll im Widerstand gegen das, was jetzt ist. Anstrengend.

Macht miese Laune.

Dienstag, 09. Januar 2024

Was soll ich auf Social Media schreiben?

Call mit 2 Mastermind-Freundinnen. Wir kennen uns seit Jahren, haben Coaching- und Business-Ausbildungen zusammen gemacht und schon viel Freud und Leid geteilt.

Heute kommt unter anderem wieder einmal die Frage auf, wie wir mit Social Media weitermachen wollen.

Uns ist dieses „So musst du es machen“-Ratschlagen zuwider. Mir übrigens schon seit 2 Jahren.

Wie aber sollen wir Social Media sonst nutzen?

Das altbekannte „Du musst Mehrwert liefern“ drängt sich auf. Sonst liest es keiner. Davon hatte ich es ja schon weiter oben.

Für mich ist klar: es geht nur noch darum, meine Erfahrungen zu teilen. Einblick in meine Sicht, mein Sein, mein Tun zu geben. Das wird längst nicht jeden interessieren, und genau an diesem Punkt dreht mein Verstand durch:

  • Das liest doch keiner.
  • Du machst dich komplett lächerlich damit.
  • Für wen schreibst du denn eine solche Ego-Show?

Haha, ist das nicht witzig, dass mir mein Ego vorwirft, ich ziehe eine Ego-Show ab, wenn ich mich ungefiltert zeigen will?

Ich schreibe es für mich. Und für jene, die genau am gleichen Punkt stehen, die sich wiedererkennen in meinem Geschreibsel.

Und wenns nur eine einzige Menschenseele ist: ich freue mich so, wenn sich jemand verstanden fühlt beim Lesen meiner Texte.

Mittwoch, 10. Januar 2024

Dann halt nur Blog-Artikel

Nachklang vom gestrigen Mastermind-Call. Ich sagte so in die Runde:

„Ich will einfach unverfälscht rauslassen, was mich bewegt. Aber bei Social Media habe ich einen Klemmer. Ich weiss gar nicht, wie ich mich dazu bringen kann, dort zu schreiben. Am liebsten würde ich alles nur auf meinem Blog veröffentlichen.“

Noch beim Aussprechen dachte ich: Na, das ist ja jetzt auch doof. Wenn ich wirklich so unverfälscht bin, dann brauche ich mich doch auch nicht so zu plagen mit Social Media, wenns noch nicht passt.

Genau das kritisiere ich ja, dieses „Wen du erfolgreich sein willst, musst du…“.

Ich muss nicht auf Social Media posten. Schon gar nicht, wenn ich im Widerstand damit bin. Was soll das denn bringen?

Mich sichtbar machen. Ja, auch auf diesen Ausdruck bin ich langsam allergisch, auch wenn mir sonnenklar ist, dass wir Online-Businessler*innen Publikum brauchen, um überhaupt Business machen zu können.

Ich bin sicher, dass meine Lust auf Social Media wieder kommt, wenn ich zurück im Schreib-Schwung bin.

Wenn „es schreibt“ und nicht mein Verstand alles diktiert. Wenn ich in den intuitiven Schreibfluss komme. Und das passiert halt nur, wenn ich schreibe.

Täglich. Oft. Mehr.

Genau das ist die Funktion dieses täglichen Bloggens.

***

P. S. Heute haben wir die Zusage für eine Wohnung bekommen. Ab Mai wohnen wir… ach, ich verrate es noch nicht. Kleiner Cliffhanger für echte Fans hier, haha.

Donnerstag, 11. Januar 2024

Was ist die Seele?

Gerade bin ich über eine interessante Frage gestolpert: Was ist die Seele für mich?

(Und schon flüstert mir der Verstand wieder ins Gemüt: wen interessiert denn bitte, was für dich die Seele ist?!)

Die Seele ist das, was mir ins Gemüt flüstert: Mach, wonach dir ist. Sei einfach. Tue, was jetzt gerade dran ist.

Die Seele ist all das, was bleibt, wenn Gedanken, Gefühle, Körper, Ego, Verstand, Wollen, Sollen, Wünschen, Widerstand, … wegfallen.

Kein Urteilen, kein Gut oder Böse, ein neutrales Nichts (oder Alles).

Das, was gelassen ruht hinter all dem nervösen Herumgerenne.

Manche sagen, dass wir alle die gleiche Seele haben, dass wir dadurch alle Eins sind. Keine Ahnung, ist mir zu theoretisch. Ich fühle das (noch) nicht, habe es (noch) nicht erfahren.

Mir gefällt die Idee, dass jeder von uns ein Strahl einer immensen Seelensonne sind. 🔆 Ist aber auch nur irgendein Hirngespinst. Aber ein schönes.

Was ich hingegen spüre hinter meinem brüllenden Verstand: Unendliche Ruhe.


Danke für dein Interesse ❤️