Neue Woche im Ego-Journal: 1.-7. März 2024

Fazit dieser Woche

  • Der Job-Ausstieg als Gesamtes ist ein viel zu grosser Schritt, der total lähmen kann. Besser: jeden Tag einen kleinen Schritt in Richtung Job-Ausstieg machen.
  • Warten, bis dies oder jenes Problem gelöst ist, damit „es endlich losgehen kann“, ist keine gute Strategie. Weil: irgendwas ist immer, und so warten wir, bis wir in die Kiste kippen, dass es endlich losgehen kann.
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ war tief in mich einprogrammiert. Bemerkt habe ich es erst mit etwa 35.
    10 Jahre später habe ich begonnen, das Gegenteil zu leben, was mir immer besser gelingt: meine Arbeit ist mir ein grosses Vergnügen.
  • Für mich ist das Schreiben Hobby, Job und Berufung.
  • Ich habe Lust auf eine Job-Aussteigerinnen-Gemeinschaft (ja, nur Frauen!)

Gestresst im Kopf

Freitag, 1. März 2024

Wieder mal so ordentlich gestresst. Alles im Kopf, ich merks genau. Wie so ein Stau in der Birne. Ein Gedrängel von miesepetrigen Gedanken, die das klare Denken verstopfen.

Nur weil ein paar Kundenaufträge gleichzeitig fertig werden sollen. Das mich sowas immer noch so stresst, verwundert mich.

Hatte ich lange nicht mehr so stark.

Uncool, macht mürrisch, humorlos, doof.

Zurück in den Körper. Hier ists wohliger.

Samstag, 02. März 2024

Bereit für den Absprung

Als ich es damals in meinem Job kaum mehr aushielt, hatte ich keine Ahnung, wie ich da je rauskommen sollte. Es waren einfach zu viele Aspekte, die nicht einschätzbar waren:

  • Ich will ja keinen neuen Job mehr, also woher kommt das Geld?
  • Was werde ich arbeiten?
  • Wie soll ich Kunden finden, wenn ich mich selbständig mache?
  • Wo werde ich wohnen, wenn ich meine Wohnung nicht mehr bezahlen kann?
  • Was ist, wenn ich scheitere und zurück in den Job muss?

Letzteres war meine grösste Horrorvorstellung.

Mach Schritt für Schritt. Das gesamte Projekt ist viel zu gross.

Jetzt gerade ist die Frage: Was ist dein nächster Schritt?

  • Mit dem Chef sprechen und bessere Bedingungen aushandeln?
  • Schnupperjob suchen für deine Traum-Arbeit?
  • Jeden Tag mehr von dem tun, was dir richtig Freude macht?

Du musst nicht sofort deinen Job kündigen, aber mach jeden Tag einen kleinen Schritt, damit du in Bewegung bleibst. Immer in die Richtung, in die du gehen willst.

Irgendwann wird der Moment kommen, in dem zu merkst: jetzt bin ich bereit für den Sprung.

Sonntag, 03. März 2024

Probleme gehen nicht weg

Irgendwas ist immer. Nie sind wir ganz frei von Herausforderungen.

  • Mal fehlt Geld.
  • Mal legt dich die Grippe ins Bett. Dann ist dir das mit dem Geld schon wieder recht egal.
  • Mal hast du einen Streit mit einer Freundin.
  • Mal meldet sich keiner zu deinem Workshop an.
  • Dann bekommst du es wieder mit Existenz-Angst zu tun.

Und so geht das immer weiter, und währenddessen warten wir darauf, bis „das“ endlich vorbei ist, damit wir entspannen können.

Das klassische Wenn-Dann-Glück.

Es ist der beste Weg, um unglücklich älter zu werden.

Weil du nie einen Moment hast, in dem einfach alles ok ist und du glücklich sein kannst.

Weil: irgendwas ist immer.

Montag, 04. März 2024

Erst die Arbeit, dann…

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

So wurde ich erzogen.

Schlimmer noch: das wurde mir Tag für Tag vorgelebt. Und zwar überhaupt nicht im positiven Sinne. Mir wurde sehr früh klar, dass Arbeit mühsam, lästig und anstrengend ist. Nur eine Sache ist interessant: wie kommen wir halbwegs gut durch die Woche.

Das Wochenende war auch nicht zum Vergnügen da, sondern dafür, um alles nachzuarbeiten, was während der Woche liegen geblieben war.

Einzig die Ferien waren an manchen Tagen vergnüglich. Der Ferienanfang war richtig schön. Ab der Mitte nahm die Anspannung schon wieder zu, weil man an die Arbeit denken musste.

Kein Wunder, hatte ich 25 Jahre lang einen Murks mit der Arbeit – und dem Geld.

Kein Wunder, ist es mir heute so wichtig, frei und selbstbestimmt arbeiten zu können und nur noch das zu tun, was mir wirklich Freude macht.

Kein Wunder, steht dieses Thema im Zentrum meiner Arbeit.

Dienstag, 05. März 2024

Hobby, Job, Karriere oder Berufung?

Gerade teilt mir LinkedIn mit, dass dieser Post in der letzten Woche viel Beachtung bekommen hat.

Dabei gehts darum, wie wir unser Schreiben einordnen.

Ist es Hobby, Job, Karriere oder Berufung? Oder mehreres gleichzeitig?

Diese Unterscheidung habe ich von Elizabeth Gilbert abgekupfert und finde sie ganz nützlich, um zu reflektieren, was das Schreiben für mich bedeutet.

Für mich ist Schreiben Hobby, Job und Berufung.

Mittwoch, 06. März 2024

Die Vernunft ist nicht vernünftig

„Die Vernunft ist nicht vernünftig, sondern ängstlich.“

Stefan Hiene.

Oh ja, das erlebe ich auch so.

Wenn die Vernunft mal zu fuhrwerken beginnt, schiessen rund um mich herum Problemtürme auf.

Das könnte schief gehen, jenes ist halt schon schlecht eingefädelt, und hier haben wir ein monströses Problem.

Ich vertrags auch immer schlechter, wenn jemand eine Sache durchanalysieren will. Es kommt einfach selten etwas Konstruktives dabei raus.

Die Vernunft zerlegt die Dinge in Kleinstteile und ist dann überfordert, weil sie diese nicht mehr ordentlich zusammensetzen kann.

Donnerstag, 07. März 2024

Job-Aussteigerinnen-Gemeinschaft

Das Thema Community macht sich in mir wieder mal breit.

Aus eigener Erfahrung weiss ich bestens: als (Möchtegern-)Job-Aussteigerin fühlt sich frau manchmal furchtbar alleine. Familie und Freunde, dümmstenfalls auch Partner, verstehen nicht, warum das bisher vertraute Leben denn „plötzlich“ nicht mehr in Ordnung sein soll.

Und so bleibt der Weg in die (berufliche) Freiheit oft sehr einsam.

Besonders in den Anfangsjahren habe ich mir eine Gemeinschaft gewünscht, wo ich mich verstanden und zuhause fühlte, ohne erklären zu müssen, warum ich auf dem Weg zu Neuem war.

Im Grunde wünsche ich es mir heute noch, obwohl ich zum Glück schon so manche Gleichgesinnte in meinem Bekanntenkreis habe.

Darum spiele ich mit dem Gedanken, eine Gemeinschaft von deutschsprachigen Frauen zu gründen, die sich gegenseitig beim Job-Ausstieg helfen, sich vielleicht auch mal an einem Ort treffen können. Sich unterstützen beim Entfalten eines entspannten, freien Arbeitslebens.

Witzig: Anfang 2020 habe ich eine Facebook-Gruppe eröffnet mit dem Namen „Hamsterrad-Aussteiger-Community“.

Weil ich zwei Jahre später merkte, dass ich mein Coaching-Business auf einem falschen Fundament aufgebaut hatte, stampfte ich gleich mal alles ein, was damit zu tun hatte. Schade, denn im Grunde wäre diese Facebook-Gruppe eine gute Grundlage gewesen für das, was ich mir vorstelle.

Na, das darf jetzt erst mal noch etwas in mir reifen.


Hast du auch Lust auf eine Job-Aussteigerinnen-Gemeinschaft? Schreibs in die Kommentare ⤵️