Neue Woche im Ego-Journal: 15.-21. März 2024

Fazit dieser Woche

  • Die Job-Aussteigerinnen-Community ist als Facebook-Gruppe eröffnet. Herzlich willkommen, wenn du am Austausch mit Frauen interessiert bist, die ebenfalls aus dem Angestellten-Job aussteigen wollen oder es bereits getan haben.
  • Es ist schön, genug Geld zu haben. So wird es unwichtig. (Bleibt die Frage: was ist genug?)
  • Immer wieder ist es das Geld, das uns stresst oder mit dem wir unser Leben einschränken.

(Kein) Geld haben

Freitag, 15. März 2024

Geld ist mir egal, wenn ich es habe.

Sobald ich zu wenig Geld habe, ist es mir wichtig.

Darum ist es schön, genug Geld zu haben – es wird unwichtig.

Samstag, 16. März 2024

So negativ

„Also, manchmal bist du so negativ!“, sagte mir heute jemand.

„Ich?!“

Ich, negativ?!

Ich nehme mich selbst so überhaupt nicht als negativ wahr und will es, ums Himmels Willen, nicht sein, und darum ist dieser Satz in diesem Ton ein wahrer Trigger.

Der Satz kam, als ich bei der Einarbeitung in ein Krypto-Projekt sagte, dass der Segen von Krypto auch ist, dass ich die Verantwortung des Geldes wieder bei mir habe und sie nicht einer Bank überlasse. Und dass in nächster Zeit ein ordentlicher Wirtschafts-Crash durchaus möglich sei, der auch unser Geld auf der Bank betreffen könnte.

„Also, manchmal bist du so negativ!“

Ist ja schon mal gut, dass ich nicht gleich an der Decke klebe und mich verteidige.

Später begreife ich auch: nicht ich bin negativ, aber das, worüber ich da spreche. Vermutlich hat das einen wunden Punkt bei meinem Gegenüber erwischt.

Es ist gut, es bleibt nicht bei mir hängen. Es hat nichts mit mir zu tun.

Ich nehms nicht persönlich.

Allerdings stelle ich fest, dass ich in dieser Woche, in der ich in der Schweiz Familie und Freunde treffe, fast überall mit irgendwas anecke. Das habe ich sonst höchst selten.

Das gibt mir schon zu denken.

Sonntag, 17. März 2024

Immer wieder das Geld

Es ist einfach verrückt, aber wo immer ich hinhöre, begegnet mir das Thema Geld als beschränkender Faktor für ein entspanntes Leben:

Eine Freundin ist soeben in eine Gemeinschaft gezogen. Nicht nur des Geldes wegen, aber auch. Sie nennt sich „Wirtschaftsflüchtling“, weil sie einfach nicht mehr als Selbständige dem Geld hinterher rennen wollte. Dabei lief ihr Geschäft nicht mal schlecht, aber es strengte sie übermässig an, permanent in diesem Tempo weiter arbeiten zu müssen. Jetzt kann sie in der Gemeinschaft helfen und bekommt dafür Kost & Logis und eine kleine finanzielle Unterstützung. Eine Art „zurück in die Anstellung“.

Eine andere Freundin ist noch angestellt, verdient gut, hat aber immer wieder Phasen von gesundheitlichen Problemen. Sie weiss, dass der Job mindestens ein Teil des Problems ist. Wie die Angestellten im Betrieb ausgepresst werden, wie jeder Ablauf „optimiert“ wird, so dass keine Sekunde des Durchatmens mehr bleibt. Sie weiss auch, was sie gerne machen würde. Aber dort würde sie vielleicht die Hälfte von dem verdienen, was sie jetzt bekommt. Zudem weiss sie ja nicht, ob ihr das überhaupt wirklich gefallen würde. Also bleibt sie da, wo sie ist. Es fehlen noch mindestens 15 Jahre bis zur Pensionierung.

Der Satz, den ich am häufigsten höre, wenn ich mit Frauen spreche, die ihren Angestellten-Job hinter sich lassen wollen: „Ich weiss einfach nicht, wie ich das finanziell lösen soll.“

So wars bei mir ja auch.

So ist es bei mir immer wieder mal: ich schränke mein Leben, meine Freiheit ein, weil ich glaube, Geld verdienen zu müssen.

Bis ich wieder zur Besinnung komme und merke: Ich bin ganz sicher nicht hier, um Geld zu verdienen.

Ich will bunt leben, Erfahrungen machen. Dafür brauche ich nicht viel Geld.

Es geht immer so viel einfacher, als wir glauben.

Montag, 18. März 2024

Geld verdienen als Online-Selbständige

Ich beobachte so manche Gruppe für Online-Selbständige und Digitale Nomaden auf Facebook.

Da gibts fast täglich Inserate wie:

„Ich bin seit 3 Wochen auch Digitale Nomadin und suche Aufträge. Ich habe Journalismus studiert und kann gut schreiben. Wenn ihr etwas zu schreiben habt, kontaktiert mich unter …“

Tja, so funktioniert das natürlich nicht. Ein bisschen was zu schreiben gibt man längst der nächsten KI, und nur weil jemand Journalismus studiert hat, bedeutet das nicht, dass er/sie auch so schreiben kann, wie ich es mir wünsche.

Es geht andersrum:

Du weisst haargenau, was du konkret anbietest. Zum Beispiel: Ich schreibe Verkaufsseiten für Solopreneure im Gastrobereich. Dazu hast du eine Webseite und ein paar Textbeispiele. Das ist das Mindeste, was jemand gesehen haben muss, um dir einen Auftrag zu geben.

Dasselbe gilt für Grafiker, Webseitenbauer, Programmierer, Frisöre, was immer du anbieten möchtest.

Den Auftrag selbst kreieren – nicht darauf warten, dass jemand zufällig irgendwas von dir brauchen könnte.

Dienstag, 19. März 2024

Italien

Rückreise nach Italien. Ich freue mich.

Am meisten natürlich auf meinen Lieblingsmenschen, aber auch auf den caffè, aufs Meer, auf den Duft der Mittelmeervegetation.

Mittwoch, 20. März 2024

Arbeiten auf der Autobahnraststätte

Die Autobahn beschert mir immer wieder neue Einblicke ins Berufsleben von anderen Menschen.

Weil wir im kleinen Camper auf der Raststätte übernachten und am Abend noch einen Kaffee an der Bar nehmen, kommen wir ins Gespräch mit der Barista.

Es ist 21.30 Uhr, und ich frage sie: „Ist hier die ganze Nacht offen?“

Sie: „Ja, wir sind ein 24-Stunden-Betrieb. Ich bin um 22 Uhr fertig. Dann macht jemand die Nacht bis 5 Uhr.“

„Alleine?“

„Ja, in der Nacht sind wir alleine. Wir sind alles Frauen, aber in der Nacht gibts selten Probleme. Die grossen Nervensägen kommen eher tagsüber.“

Puh, denke ich mir. Hier nachts alleine. Wer immer will, kann hier rein marschieren und sein Unwesen treiben.

Und überhaupt: nachts sollten wir schlafen können, nicht wahr?!

Donnerstag, 21. März 2024

Job-Aussteigerinnen-Community ist online

Heute habe ich mich – passend zum Frühlingsanfang – entschieden, die Job-Aussteigerinnen-Community als Facebook-Gruppe zu starten und habe sie gleich eingerichtet. Wenn du auch mit dabei sein möchtest, kannst du hier der Gemeinschaft beitreten.

Natürlich ist Facebook nicht mein Traumort, und die Gruppen dort sind ja auch ein bisschen von gestern, aber es ist der einfachste und günstigste Ort, um anzufangen und zu schauen, ob eine solche Gemeinschaft funktioniert.

Ich freue mich auf alle Frauen, die sich da einbringen, eigene Fragen stellen und anderen Mitgliedern helfen.


Danke für dein Interesse ❤️