Neue Woche im Ego-Journal: 03. – 09. Mai 2024

Fazit dieser Woche

  • Der Traum vom Leben am Meer ist ausgeträumt – zum Glück.
  • Mit Angestellten-Mindset in der Selbständigkeit: nur wenn ich auf dem Bürostuhl sitze, arbeite ich?!
  • Knackige Aufgabe für den Verstand: So lange nicht arbeiten, bis mich die Inspiration wieder vom Sessel hebt.
  • Das Erreichen eines Ziels hat bisher noch nie dazu geführt, dass ich mich sicherer fühlte oder dass mein kleines Ego zufrieden ruhte.
  • Erfolgreich sein bedeutet für mich: entspannt sein und beseelt bei dem, was ich tue. Sahnehäubchen obendrauf: wenn es andere Menschen inspiriert, ebenfalls vergnügt ihren Weg zu gehen.
  • Angebots-Klarheit: Ich habe ein Angebot für innen und eines für aussen

Leben am Meer – oder doch nicht?

Freitag, 03. Mai 2024

Wir sind umgezogen. Vom Meer in die Berge.

Oder sagen wir mal, in die italienischen Voralpen.

Warum weg vom Meer? Jahrelang hatte ich vom Leben am Meer geträumt, und jetzt ziehen wir wieder weg?

Weil wir keine Wohnung gefunden haben, die unseren Vorstellungen von Preis und Qualität entspricht. Wir hatten den Winter in der Region von Alassio verbracht, mit der ich nicht richtig warm wurde, und im April lief unser Wohnungsvertrag aus. Ich wollte zurück nach Levanto, aber dort gibt es schlicht keine Wohnung für uns.

Mein Partner hat entdeckt, dass es in dieser bergigeren Region schönere, günstigere und überhaupt Mietwohnungen gibt. Also versuchen wir es jetzt hier.

Ich hatte mich anfangs sehr dagegen gesträubt. Nein, nicht weg vom Meer. Aber schliesslich sah ich auch ein, dass es keinen Zweck hat, etwas heranzwingen zu wollen, das es im Moment nicht gibt.

Nun sind wir also eine Woche hier in den Bergen, und ich flippe fast aus über das viele Grün und die Blumen und das Vogelgezwitscher. Richtig schön finde ich es hier, erholsam. Ich hatte zuvor gar nicht gemerkt, wie sehr mir das fehlte.

Und die Menschen sind viel freundlicher hier. Viel!!!

Was für ein Glück, dass der Traum vom Leben am Meer ausgeträumt ist!

Samstag, 04. Mai 2024

Manifestieren?! 😵‍💫

Es gab eine Zeit, da war ich überzeugt, dass es funktioniert, das Manifestieren.

Dann spürte ich, dass da irgendwas nicht stimmt. Zumindest so, wie ich dieses Manifestieren probierte und übte und versuchte.

Eben. Ich versuchte es mit dem Kopf, obwohl ich wusste, dass das Manifestieren eine Energiesache ist. So sehr ich Bilder vor mir hatte, wie ich mein Leben haben wollte, es gelang mir kaum je, mich willentlich in die entsprechende Energie einzuschwingen.

Ich hörte auf, manifestieren zu wollen, war sogar der Meinung, dass das alles Quatsch ist und nur blödes Verstandeszeug.

Seit ein paar Tagen bin ich plötzlich in einer anderen Frequenz. Es mag am neuen Wohnort liegen oder an einer ungewohnten Entspanntheit. Ich fühle mich weiter, erfüllter. Als ob ich besser zur Essenz durchkommen würde.

Ob das gemeint ist mit der Grundfrequenz des Manifestierens?

Ich werde es ja sehen, was sich in nächster Zeit materialisiert…

Sonntag, 05. Mai 2024

Bezaubernd

Auf Entdeckungstour per Fahrrad.

Eine gute halbe Stunde aufwärts pedalen, und wir kommen in einem Restaurant an, das mehr Berghütte ist, total charmant, und mit grandioser Aussicht aufs Tal und auf unseren neuen Wohnort. (Siehe Beitragsbild oben)

Und wieder: alle (ehrlich: ALLE) Menschen, denen wir hier begegnen, sind so natürlich freundlich! Wir werden begrüsst, angelächelt, andere Radfahrer geben uns Tipps, ich bin ganz selig.

Wie mir das doch gefehlt hat am Meer, das Menschenfreundliche! Und die Blumen und das Grün rundum. Hach, bezaubernd!

Hier oben bin ich bestimmt nicht das letzte Mal. Hinauf spazieren könnte mir auch sehr gefallen.

Montag, 06. Mai 2024

Das Arbeitstier in mir

„Du musst arbeiten! Setz dich an den Computer und arbeite!

Du hängst nur rum oder schaust dir faul irgendwelche Videos an. Lass dir endlich etwas einfallen, wie du ordentlich Geld verdienst.“

(Mein Verstand, das Arbeitstier)

Das ist aktuell in meinem Kopf los. Und grad juckt es mich in den Fingern zu schreiben: „Und damit hat er recht.“

Aber ich will dieser Programmierung nicht mehr nachgeben und sage: stimmt nicht.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ich nicht mehr Geld verdiene, wenn ich mich öfter am Computer abmühe.

Aber immer noch ist die kleine Angestellte in mir aktiv, die Arbeit mit Arbeitszeit verwechselt. Auf dem Bürostuhl zu sitzen ist bezahlte Arbeit.

Haha, das ist so von vorgestern! Als Angestellte mag das funktionieren, aber vergiss es als Selbständige.

Nun ist das natürlich schwer, wenn ich so gar keinen Antrieb habe, etwas für mein Business zu tun. Ich will im Moment die neue Umgebung auskundschaften und nicht am Computer kleben. Es fehlt mir an spritziger Schaffenslust. Das Einzige, was gerade geht, ist Abarbeiten von irgendwelchem Bürokram.

Jetzt ist wieder die Disziplin gefragt, so lange nichts zu tun, bis mich die Inspiration ruft.

Dienstag, 07. Mai 2024

Nichts zu erreichen

Wieder mal die Rückbesinnung auf „Worum gehts hier eigentlich?“.

Und damit die erneute Einsicht: es geht um gar nichts, es gibt nichts zu erreichen. Es geht höchstens darum, in meinem Körper-Kleid Erfahrungen auf dieser Welt zu machen. Leicht, verspielt, vergnügt.

Ich werde doch nicht glücklicher, wenn ich umwerfend erfolgreich bin, sprich: monatlich dreimal so viel Geld einfahre. Oder 10 x mehr Kundinnen habe. Oder wenn meine Blogs DACH-weit bekannt werden.

Würde ich umwerfend erfolgreich werden wollen, würde ich es aus 2 Gründen anstreben:

  1. Um mehr Geld zu verdienen und mich dadurch sicherer zu fühlen
  2. Um mein Ego zu kraulen

Meine Erfahrung mit meinem Verstand ist aber die, dass das Erreichen eines Ziels noch nie dazu geführt hat, dass ich mich sicherer fühlte oder ein zufriedenes Ego hatte.

Der Verstand haut ungerührt in die gleichen Kerben:

  1. Du musst mehr Geld verdienen, du hast zu wenig Einkommen. Wenn irgendwas Unvorhergesehenes passiert, wirst du es nicht bezahlen können und wirst abhängig von jemandem. Du wirst im Winter frieren und nur noch rohen Blumenkohl essen.
  2. Du bist erfolglos, peinlich und total ungeeignet als Unternehmerin.

Selbst wenn ich eine Million Euro monatlich einnehmen würde, ginge es so weiter. Oder der Verstand würde einfach etwas Neues Miesepetriges erfinden, um mich klein zu halten.

Darum: ich kanns mir auch gleich gemütlich machen und nur noch den Dingen nachgehen, die mir echt Freude machen, weil es hier nichts zu erreichen gibt. Wozu denn auch?

Ich tue nur noch das, was mich freut und beseelt. DAS ist mein umwerfender Erfolg, den ich JETZT schon habe.

Mittwoch, 08. Mai 2024

Erneut schreibfreudig

Hach, lustig, die letzten Tage war ich so gar nicht arbeitsfreudig und schon leicht alarmiert, ob das denn je zurückkommen würde, und da ist es, ta-daa:

Ich kanns kaum erwarten, loszuschreiben.

Ran an den Blog-Artikel X Gründe, warum du nicht in die Gänge kommst.

Die Idee kommt übrigens aus der Job-Aussteigerinnen-Community, wo ich mehrfach las, dass die Frauen Mühe haben, mit dem loszulegen, was sie wirklich tun wollen.

Donnerstag, 09. Mai 2024

Angebot für aussen und für innen

Es brodelt in mir. Es businesselt in mir, könnte man sagen.

Ich möchte heute dringend arbeiten, weil ich spüre, dass etwas auf dem Weg ist, das raus will, aber ich kriegs – wie so oft – nicht zu fassen.

Überhaupt ist heute Fahrradtag, weil heute zur Abwechslung mal kein Regen angesagt ist. Ich habe nicht so Lust darauf, bin körperlich etwas energielos, man könnte auch sagen: faul. Mir wäre total nach auf dem Stuhl sitzen und auf meinem Computer herumtöggeln.

Wir fahren natürlich trotzdem, und ich spüre, wie mein Körper nicht will. Der Kopf schon wieder im Widerstand. Eine Erklärung nach der anderen, warum es heute nicht gut ist, Rad zu fahren.

Ich sag dir, ich finde dieses Gejammer im Kopf so sterbenslangweilig.

Aber: Er hilft mir zu erkennen, dass unter den Jammereien etwas ganz Stilles ist, das einfach ist. Ohne Bewertung des Gelabers. Es ist einfach da, ganz still, leicht und gelassen.

Wie so oft, wenn ich mich sehr doof finde und das halbwegs souverän aushalte, kommt dann etwas Cooles hinterher. So auch heute:

Am Morgen noch hatte ich einer Freundin in einer Sprachnachricht gesagt, dass ich es etwas unglücklich fände, dass ich immer noch kein wirkliches Angebot für meine Leserinnen habe und dass ich deswegen hin und wieder mal auf den gloriosen Gedanken komme: „Was soll das denn, wofür mache ich das überhaupt?“

Auf den letzten paar Fahrrad-Kilometern heute erreicht mich plötzlich die Einsicht:

Stimmt ja gar nicht, ich habe 2 Angebote:

  1. Lösung für aussen: der Krypto-Einstieg für die äusserliche (finanzielle) Freiheit
  2. Lösung für innen: Coaching für jene, die es ernst meinen mit der inneren Freiheit

Eine geniale Eingebung, ich bin ganz selig. Damit kann ich was anfangen. Damit kann ich voranschreiten.


Danke für dein Interesse ❤️