Neue Woche im Ego-Journal: 17.-23. Mai 2024

Fazit dieser Woche

  • Ich darf total ziellos mit meinem „Fahrzeug“ (Bloggen, Schreiben) durch die Gegend düsen. Einfach weil es mir Freude macht.
  • Mir gehts gar nicht nur darum, Menschen beim Job-Ausstieg zu helfen. Ich ermutige und inspiriere Menschen, die einfach nicht richtig in ihrem Element sind, die ihren eigenen Weg gehen wollen, hin zu mehr Freude und mehr Sinn. Auf der Suche nach ihrem wahren Kern, wo sie sich entspannen können.
  • Lust auf mitspielen, dazugehören, gemeinsam etwas bewirken.
  • Das gemeinsame Bewirken liegt vor meiner Nase. Ich kann JETZT damit anfangen.
  • Echtes passives Einkommen: 135 Krypto-$ an einem Tag!

135 $ geschenkt

Freitag, 17. Mai 2024

Gestern hat mein Krypto-Trading 135 $ Profit gemacht.

An einem Tag 135 $ Einkommen mit Nixtun. Echtes passives Einkommen.

Ich habe bloss mein Geld in einem Krypto-Projekt geparkt, so wie ich es früher auf einem Bankkonto parkte.

Während ich vom Bankkonto für diesen geparkten Betrag etwa 135 Franken im JAHR erwarten kann, schenkt mir Krypto den gleichen Betrag an einem TAG! Natürlich nicht jeden Tag. Aber etwas zwischen 6 und 8 % im Monat.

Ich verstehe sogar, warum mir nicht alle die Bude einrennen, um hier mitmachen zu können: es klingt zu gut, um wahr zu sein.

Aber seit über einem halben Jahr ist es tatsächlich so gut wie es klingt.

Samstag, 18. Mai 2024

Mitspielen

„Was fehlt dir gerade am meisten, das du unter den Teppich kehrst, um dich nicht damit befassen zu müssen?“, hat mich kürzlich jemand gefragt.

Meine erste Antwort war „mein Sozialleben“. Aber das stimmt nicht ganz so. Mir fehlt es nicht an Freunden oder Bekannten, aber:

Mir fehlt eine Gruppe, wo ich dazugehöre und wo ich mitgestalten kann.

Mitspielen, das möchte ich.

Zusammen etwas auf die Beine stellen, kreieren.

Eine Gemeinschaft, die sich für etwas engagiert. Hm, engagiert klingt so nach Politik oder Umweltschutz. Das meine ich nicht.

Vielleicht mehr so im Sinne von Coworking. Das habe ich ja online schon. Aber wahrscheinlich wäre so ein Stammtisch im echten Leben etwas, was mir gefallen könnte.

Hm, scheint nicht so klar zu sein. Da brüte ich noch etwas aus.

Sonntag, 19. Mai 2024

Am Giro d’Italia

Sportgucken interessiert mich nicht, ausser Tennis. Radsport auch nicht – eigentlich.

Aber wenn der Giro d’Italia schon so nahe vorbeikommt, gehen wir natürlich auch zuschauen.

Viel Aufwand für höchstens 30 Sekunden vorbeiflitzende Jungs, aber es lohnt sich trotzdem.

Volksfeststimmung. Und immerhin ist mir ein Foto des aktuellen Superstars Tadej Pogačar gelungen.

Am Giro d'Italia in Darfo Boario

Montag, 20. Mai 2024

Mitspielen 2

Mir ist ein Lichtlein aufgegangen, was dieser Wunsch nach mehr Menschengesellschaft betrifft:

Ich wünsche mir ein Team. Wie früher noch, als ich angestellt war.

Ha! Das ist doch mal eine knackige Erkenntnis.

Nicht, dass ich mich zurück in meinen alten Job sehne, aber das Prinzip gefällt mir, dass man zusammen an etwas arbeitet, das zum Nutzen von jemandem ist.

Da hat das Zusammensein mehr Wirkung als blosses Plaudern über das Leben – was im übrigen nicht falsch oder schlecht ist, aber mich verlangt im Moment mehr nach gemeinsam etwas zu bewirken.

Was mich ansonsten noch sehr reizt, ist ein Coworking-Space, wo ich immer wieder die gleichen Menschen treffen kann, die ähnlich arbeiten wie ich. So kann man sich auf einen Kaffee treffen, sich gegenseitig helfen und gemeinsame Projekte aushecken.

Keine Ahnung, wo ich die Idee aufgeschnappt habe, aber mir schwebt ein alter Stall vor, wo viele Pferdeboxen nebeneinander stehen, die zu Büros umgebaut wurden. So hätte ich meine kleine Box – übrigens mit Aussicht auf einen Fluss – und ausserhalb meiner Box gibt es kleine Läden und ein Café, wo ich immer wieder mal jemanden treffen kann.

Und im Gespräch kann dann wieder etwas entstehen, das wir überhaupt nicht geplant haben: eine Aktion, ein Produkt, eine Bekanntschaft.

So stelle ich mir das Mitspielen vor. Eigentlich mehr ein Zusammenspielen.

Dienstag, 21. Mai 2024

(Wie) will ich LinkedIn nutzen?

Einmal mehr habe ich heute den Segen einer Mastermind-Gruppe erfahren.

Ich habe mein Unbehagen zu meinem Umgang mit LinkedIn geäussert:

  • Ich bin nicht aktiv, poste sehr selten etwas, lese kaum mehr etwas von anderen und kommentiere rein gar nichts mehr.
  • Gleichzeitig würde ich gern posten, würde gern mitspielen, aber ich drücke mich davor.
  • Mir graut vor dem täglichen Posten-müssen und weiss gleichzeitig, dass „es sonst nichts bringt, wenn du so konzeptlos und nur hin und wieder postest.“

Letzteres hat mich dann ins Grübeln gebracht: was solls denn überhaupt bringen, dieses Posten auf LinkedIn?

Anders gefragt: was würde ich erreichen wollen, wenn ich auf LinkedIn wieder mitspielte?

Ich will nichts verkaufen, ich will kein Online-Netzwerk haben, ich möchte einfach meine Lust am kreativen Schaffen austoben. Und dann hats plötzlich „Klick“ gemacht:

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen meine Texte lesen. Weil ich immer klarer erkenne, dass ich nur schreiben will. Ja, ich berate auch gerne Menschen, die sich bei mir Rat suchen, aber das ist nicht mein Hauptfokus.

Ich bin mehr Content Creator als Coach.

Überhaupt nichts will ich vermarkten auf Social Media, weil mir das alles total auf die Nerven geht, dieses strategische Posten, um die Menschen in einen Funnel zu ziehen.

Im Grunde stört es mich nicht, wenn das andere tun, aber ich habe weder Lust, offensichtlich Strategie-gesteuerte Beiträge zu lesen, noch sie zu liken oder kommentieren, geschweige denn auf solche Nachrichten zu antworten.

Und ganz besonders will ich nicht dergleichen produzieren.

Ist ja grandios, also kann ich mich endgültig verabschieden von allen „Regeln“, die ich brav befolge, um auf LinkedIn „erfolgreich“ zu sein. Damit fällt auch der Zwang weg, täglich etwas zu posten, auf eine Weise, wie man es tun sollte. Sofern sich mein Verstand nicht daran festbeisst, weil er ja heimlich durchaus erfolgreich sein will.

Nochmals zurück zu: Ich möchte, dass mehr Menschen meinen Blog lesen. Warum eigentlich?

In erster Linie gehts mir beim Schreiben darum, meinen eigenen Verstand zu entlarven und immer freier davon zu werden. Das funktioniert bestens auch ohne Leser*innen.

Der Blog hat aber eine zweite Funktion, nämlich:

Ich möchte zum freien Leben inspirieren und ermutigen. Zum wahren, ehrlichen Leben. Zum erfüllten Arbeiten und Dasein. Zum eigenen Weg.

Es ist mir ein Anliegen, dass unglückliche, gestresste Menschen merken, dass sie frei wählen können, was sie mit ihrem Leben machen.

Es geht mir nicht nur um die Arbeit, sondern überhaupt um jede Wahl im Leben: um Beziehungen, um Wohnformen, um körperliches Wohlbefinden, um Freundschaften, um den kreativen Ausdruck, ums einfache Dasein.

Wenn ich mitlese, was ich da so schreibe, frage ich mich, ob LinkedIn die richtige Plattform ist?

Bisher war mir das klar, weil ich Menschen in (freudlosen) Jobs ansprechen wollte – ein klarer Fall für LinkedIn. Aber darum gehts ja gar nicht nur.

Ich richte mich an Menschen, die einfach nicht richtig in ihrem Element sind, die auf der Suche sind nach mehr Freude und mehr Sinn. Nach ihrem wahren Kern.

Sind diese Menschen wirklich auf LinkedIn? Oder doch eher auf Instagram oder Threads? YouTube natürlich…

Wie auch immer.

Was in der Mastermind auf jeden Fall auch noch zum Vorschein gekommen ist:

Es gibt doch gar nichts zu erreichen. Ich habe mein Fahrzeug (das Schreiben, den Blog) gefunden. Schon lange. Aber ich bin nie richtig losgefahren, weil ich immer wissen wollte, wohin wir eigentlich fahren. Ich wollte dieses Ziel haben, das ich auch gern Produkt nenne: was soll ich denn auf Social Media vermarkten, ich habe kein Produkt zu verkaufen.

Und was, wenn ich einfach ziellos mit meinem Fahrzeug herumdüsen darf, weil mir das Fahren Freude macht? Was für eine prickelnde Vorstellung, was für eine Heiterkeit mir dieser Gedanke beschert.

Alles weitet sich in mir. So fühlt sich die totale Freiheit an.

Mittwoch, 22. Mai 2024

Coworking anbieten

Ich liebe Coworkings. Eine Freundin bietet selber welche an, und ich frage mich im Gespräch mit ihr, warum ich das denn nicht selbst tue?

Coworkings selber anbieten! ❤️

Donnerstag, 23. Mai 2024

Gemeinsam wirken

Witzig, wie blind ich manchmal bin für Dinge, die schon hier sind. Ich habe ja solche Lust am Mitspielen, möchte gemeinsam etwas bewirken.

Auf meine LinkedIn-Zweifel (siehe Dienstag ⬆️ ) sagt mir eine Freundin, die Coach für Führungskräfte ist, die es gern menschlicher hätten in ihrer Arbeit:

„Wir arbeiten am gleichen Thema. Wir wollen, dass Menschen mehr Freude an ihrer Arbeit haben. Dass sie es überhaupt für möglich halten, mehr Freude im Leben zu haben. Wenn wir beide solche Dinge posten und x andere auch, von denen wir vielleicht gar nichts wissen, können wir gemeinsam bewirken, dass immer mehr Menschen der Freude nachgehen.“

Gemeinsam etwas bewirken, hach, das ist ja das, was ich mir so wünsche.

Ich habs direkt vor der Nase, ergreifs aber nicht, weil ichs nicht sehen kann: gemeinsam mit anderen, schreibe ich auf LinkedIn über den Mut zum eigenen freudvollen Weg.

Danke, liebe Freundin, für diese erhellende Klärung meiner LinkedIn-Zweifel!


Danke für dein Interesse ❤️