Neue Woche im Ego-Journal: 24.-30. Mai 2024

Fazit dieser Woche

  • Was kommt unter meiner Programmierung hervor? Das interessiert mich mehr als alles andere.
  • Die Fähigkeit, eigene Ideen zu erkennen, ist wichtiger als die Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln.
  • Eine „gute“ Ausbildung bringt nicht zwingend ein glückliches Leben. Die vielen Jahre Kopf-Wissen führen eher dazu, den Kontakt zu sich selber zu verlieren und zu dem, was man wirklich möchte. Zu viel Kopf, zu wenig erlebtes Leben.

Kommt gut

Freitag, 24. Mai 2024

Die Einsichten der letzten Woche fühlen sich richtig gut an:

  • Ich darf ziellos schreiben, ohne ein Produkt verkaufen zu müssen – auch auf Social Media.
  • Mein 1. Schreib-Ziel: Ich entlarve immer mehr meinen Verstand und werde dadurch täglich freier.
  • Mein 2. Schreib-Ziel: Ich ermutige und inspiriere Menschen, die ihren eigenen Weg in ein Leben mit Freude und Sinn suchen.
  • Ziel auf Social Media: Ich ziehe mehr Leser*innen auf meinen Blog und in meinem Newsletter >> dient meinem 2. Schreib-Ziel.

Für den Moment ist das so richtig klar, und Klarheit gibt einfach ein saugutes Gefühl.

Aufgeräumt, sauber, und frei von „fluff“, wie der Amerikaner sagt – ohne Fusseln oder freier übersetzt: ohne unnötiges Füllmaterial.

Samstag, 25. Mai 2024

Niiiiiemals! … oder doch?

In meinen ganzen 50+ Lebensjahren ist es mir nie eingefallen, eine Immobilie zu kaufen. Niemals! Ich bin mir doch keinen Klotz ans Bein.

Weil ich echt langsam müde bin von der ewigen Umherzieherei und weil sich gerade nichts auf dem Wohnungsmarkt präsentiert, das für uns infrage kommt, steht plötzlich dick die Frage im Raum, ob wir uns was Kleines kaufen wollen.

Ich verstehe wenig von Wirtschaft und Immobilienmärkten, aber es sieht ja nicht aus, als würde sich der Wohnungsmarkt bald wieder entspannen.

Dann wärs doch gescheiter, ein „sicheres“ Zuhause zu haben, als immer in dieser Abhängigkeit von Vermietern zu sein?

Na, vielleicht kann da aus einem Niemals immerhin ein „Vielleicht doch“ werden.

Sonntag, 26. Mai 2024

Angelogen

Sie haben uns angelogen, als sie uns versprachen, dass wir ein besseres Leben haben würden, wenn wir die „bestmögliche“ Ausbildungen machen würden. Mindestens Matur (Abitur), unbedingt aber auch ein Universitätsstudium – und dann steht dir die Welt offen.

Jetzt schau die an, die sich darauf eingelassen haben: gestresst, frustriert, völlig ausser sich, fühlen sich nicht mehr, wissen nicht einmal, was ihnen gut tut, im Grunde ratlos, was das alles soll, aber sie hasten weiter, damit sie sich mit dieser fürchterlichen Einsicht nicht auseinandersetzen müssen.

In der Rente wirds dann schliesslich endlich friedlich.

Es stimmt nicht, dass möglichst viel „höhere“ Ausbildung ein besseres Leben bringt.

>> Im besten Fall bringt es viel Wissen, das jemand vielleicht für einen spannenden Job nutzen kann.

>> Im schlimmsten Fall bleibt jemand in diesem Verkopften hängen und findet nie mehr ins lebendige Leben zurück.

Montag, 27. Mai 2024

Kreativitäts-Tipps

„The ability to recognize ideas you have is more valuable than the ability to generate new ones.“

Das ist Tipp 8 von Josh Spectors 40-Tipp-Liste 40 One-Sentence Creativity Tips

Übersetzt:

Die Fähigkeit, eigene Ideen zu erkennen, ist wertvoller als die Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln.

Das ist doch ein Knaller für all jene (wie mich), die glauben, zu wenig kreativ zu sein, zu wenige Ideen zu haben.

Vielleicht sind die Ideen schon da, bloss erkennen wir sie nicht als solche? Oder wir tun sie als „nutzlos“ ab oder als platt oder nicht originell genug.

Dabei Ist alles schon da. In uns bereit.

Dienstag, 28. Mai 2024

Das Einzige, was ich erreichen will…

… ist zu erwachen.

Hinter den Schleier blicken.

Die automatisierten Handlungen und Gefühle stoppen.

Entdecken, was hinter all dieser Programmierung hervorkommt.

Manchmal, in winzigen Momenten, schimmert etwas leicht durch, was es sein könnte. Das kann ich eben nicht mit meinem Verstand erfassen, und entsprechend kann ich es auch nicht formulieren.

Aber ich spüre, dass es da ist.

Es zeigt sich immer öfter.

Am ehesten dann, wenn ich einfach tue, was mich gerade anzieht – und den Verstand ignoriere. Der macht ja dann meistens Terror, weil ich noch dies und jenes tun sollte, meistens um Geld zu verdienen.

Aber das Geldverdienen ist eben nicht das, was ich wirklich-wirklich erreichen will, obwohl das so stark einprogrammiert ist, dass ich es immer noch automatisch als Ziel verfolge.

Das Einzige, was ich erreichen will, ist die Programmierung wegzuräumen und mein wahres Wesen zu erkennen.

Und schön auch, dass ich dafür mein ganzes Leben Zeit habe, wie es Stefan Hiene in seinem Aufwachquickie 2332 sagt:

Du hast keine Eile, denn das war das Einzige, was du in diesem Leben erreichen wolltest. Es gibt nichts anderes, was sich zu erreichen lohnt. Du hattest auch nie etwas anderes vor. Du bist nicht hierhergekommen, um materielle Fülle zu erwirtschaften, um einen Status zu erreichen, um Macht zu erlangen oder sonst irgendetwas. Alles, was in diesem Bereich passiert, ist maximal Mittel zum Zweck, aber nie dein eigentliches Ziel.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Mailand

3 Tage mit meiner Mamma in Mailand.

Hier habe ich ja mal gewohnt, darum sind mir manche Plätze vertraut. Diese Stadt ist für mich immer etwas zwischen Faszination und Grauen. Ein Koloss, das einem erst mal abstösst, aber wenn man genauer hinschaut, gibts zauberhafte Orte.

Fahrräder auf dem Mailänder Dom-Platz
Aperitif in Mailand

Donnerstag, 30. Mai 2024

Tapetenwechsel

… tut echt gut. Wieder mal ganz neue Eindrücke mit anderen Menschen als üblich.

Ich merke gerade, wie sich bei diesem Mailand-Aufenthalt neue Ideen zeigen und die Lust zurückkommt, mich so richtig aufs Leben einzulassen.

Im Vorfeld finde ich das ja oft sehr anstrengend, Unterkunft buchen, Fahrplan studieren, Plan aushecken, Wetter stimmt nicht, was mitnehmen, welche Schuhe, etc. Viele Entscheidungen.

Sobald es aber richtig losgeht, ists immer bereichernd. Selbst wenn es regnet.


Danke für dein Interesse ❤️