Neue Woche im Ego-Journal: 14.-20. Juni 2024

Fazit dieser Woche

  • Zwischen Tun und Fühlen ist bei mir Stillstand. Dabei würde beides gleichzeitig gehen – für Fortgeschrittene.
  • Mein Energielevel entscheidet über zähe oder gelingende Tage.
  • Zurück zu mir: neuer Versuch mit dem Stillsitzen
  • Bin ich noch auf der richtigen Spur?

Energie

Freitag, 14. Juni 2024

Es geht immer um Energie.

Ist sie flau, dann läuft alles zäh.

Ist sie hoch, gelingt vieles so leicht.

Es geht immer darum, die Energie hoch zu halten.

Samstag, 15. Juni 2024

Wetterabhängig

Ich dachte, ich stehe darüber. Dass mir das Wetter nichts mehr anhaben könnte. Nicht wie früher, als ich im Winter permanent down war, weil Hochnebel und Kälte mir zusetzten.

Heute jedoch bin ich mürrisch, weil es schon wieder regnet und so kalt ist, dass ich die Winterjacke erneut hervor nehme.

Mitte Juni in Italien!

Seit wir letzten Oktober (vor 8 Monaten!) nach Ligurien gezogen sind, habe ich keine längere warme, sonnige Periode erlebt. Mal einzelne Tage, ja, aber mal eine Woche warm und schön? Nein. Und seit wir nun in den Voralpen leben, seit 6 Wochen, gab es 5 regenfreie Tage.

Ich schaffs nicht, den Widerstand in mir wahrzunehmen, meinen Körper zu fühlen, sondern drehe im Kopf dieses ganze Drama ab. Immer und immer wieder. Erkenne sogar, wie sinnlos und doof und nutzlos das ist, komme aber nicht raus.

Von wegen Energie hoch halten (siehe Eintrag gestern)…

Das ist wohl die kleine Erinnerung daran, dass ich schön brav weiter dran bleiben muss an der Hauptübung: Fühle deine Gefühle im Körper.

Sonntag, 16. Juni 2024

13 Sekunden warten

Auf dem Fahrrad macht mich eins wirklich wütend:

Auto- und Motorradfahrer, die mich in einer Rechtskurve überholen, obwohl überhaupt nicht zu sehen ist, ob jemand entgegen kommt. Sie riskieren das Leben der Entgegenkommenden, ihr eigenes und meins.

Warum? Weil sie keine 13 Sekunden Zeit haben, um in der Kurve hinter mir her zu fahren, bis die Strasse übersichtlicher wird.

Sie riskieren Menschenleben, um vielleicht 13 Sekunden früher am Zielort anzukommen?!

Ich kanns mir nur so erklären: die Leute sind gestresst. Und wer gestresst ist, ist nicht mit sich und dem Leben verbunden, sondern irgendwo ausser sich, sprich: im Kopf-Drama. Und da hats dann wohl keinen Platz für Lebensgefahr oder Rücksicht oder dergleichen.

Montag, 17. Juni 2024

Alles in Frage stellen

Letzte Woche war der Überflieger, ich total begeistert von allem.

Diese Woche beginnt mit dem Kontrastprogramm: ich stelle alles in Frage. Energie im Keller und ich daneben.

Schon kommen die grossen Fragen auf:

  • Bin ich auf dem richtigen Weg?
  • Will ich wirklich ein Drittel meiner Lebenszeit an einem Computer verbringen?
  • Was will ich wirklich-wirklich?
  • Was soll das alles hier?

Immer schön im Kopf herum drehen, und ich bin ferienreif.

Das ist halt auch typisch für den Verstand: mal ein Tag mit weniger Begeisterung und Energie, und schon geht das grosse Drama los.

Allerdings ist es auch richtig, die obigen Fragen wieder mal gründlich durchzupflügen.

Womöglich ist tatsächlich eine Korrektur an der Reihe?

Dienstag, 18. Juni 2024

Zwischen Ausprobieren und Stehenbleiben

Das gestrige Kriselchen ist vorbeigeschliddert und hat Gutes hinterlassen.

Ich habe nochmals ordentlich reflektiert, was genau ich eigentlich will und warum ich nicht einfach tue, was ich will, beziehungsweise, warum ich es so oft hinterfrage oder mich irritieren lasse von kritischen Fragen von aussen.

Heute dann auch noch ein Input von meinem Lehrer Stefan Hiene. Der passt so genau und macht mir nochmals klarer, warum ich so arg zwischen Tun und Stehenbleiben wanke.

Tun ist mir gegeben, das bin ich gewohnt, ist ein Teil der Programmierung. Ich habe auch Freude daran, wenn ich in Action bin. Das ist ja oft auch der Flow, den wir alle mögen. Ein Stück weit ist das auch beeinflusst von meiner Ausbildung bei Up-Lift und Thinking into Results von Bob Proctor, der ja ganz klar sagt, dass wir ein grosses Ziel brauchen und uns darauf zu bewegen sollen, um es zu erreichen – und auf dem Weg dahin entwickeln wir uns immer mehr zu dem Menschen, den wir wirklich sein wollen.

Krass im Gegensatz dazu steht Stefan Hiene mit dem einen Satz: Fühle deine Gefühle im Körper. Alles Wünschen, Ziele-Anstreben dient nur der Programmierung, die etwas erreichen will, um sich einen Moment lang gut zu fühlen. Ablenkung von dem, was ich nicht fühlen will.

Heute ist mir bewusst geworden, wie arg ich zwischen diesen beiden Polen stehe und deswegen oft nicht in Handlung komme oder etwas anfange und dann wieder aufhöre.

Hiermit gebe ich mir jetzt auch die Erlaubnis, auszuprobieren und zu handeln, wenn mir danach ist. Und dabei vollkommen präsent zu sein, wach, in meinem Körper drin.

Mittwoch, 19. Juni 2024

Sommer

Endlich ists Sommer. Am Samstag lief ich noch mit der Winterjacke rum, jetzt bereits kurzhosig und barfuss.

Wundervoll 🔆

So geht alles leichter.

Donnerstag, 20. Juni 2024

Still sitzen

Schon oft habe ich damit angefangen, gleich oft habe ich wieder aufgehört: mit Meditieren.

Ich weiss, dass es mir gut tut. Trotzdem halte ich es nie lange durch.

Warum? Wahrscheinlich, weil ich immer wieder mal meine, ich hätte Wichtigeres zu tun als still dazusitzen und eben: nichts zu tun. Eine Frage von Ausdauer und Geduld. Die würde ich ja genau schulen mit dieser Stillsitzübung, aber ich mache immer einen grossen Bogen drum herum.

Ich weiss aber auch, dass es nichts Wichtigeres zu tun gibt, als ganz zu mir zu kommen. Und zwar nicht mit dem Kopf, sondern im Körper drin. Dafür ist Meditation eine grossartige Übung.

Eine Freundin hat mir eine Challenge angeboten: bis zu unserem nächsten Treffen am 8. Juli werde ich jeden Tag mindestens 15 Minuten stillsitzen. Im Gegenzug macht sie jeden Tag ein Video und stellt es auf ihren Telegram-Kanal.

Ein fairer Deal. Besser gesagt: da komme ich ja noch mal gut weg 🙂


Danke für dein Interesse ❤️