Neue Woche im Ego-Journal: 21.-27. Juni 2024

Fazit dieser Woche

  • Gegen die eigenen Programmierung zu handeln, macht zufrieden.
  • Wenn ich nicht wach genug bin, könnte der 21. Juni ein Grund für Trübsal sein.
  • Täglich etwas Kleines zu veröffentlichen, halte ich immer noch für die beste Methode, um seinen eigenen Weg nicht nur zu finden, sondern auch wirklich zu gehen. Leichter gesagt, als getan…
  • Öfter mal umziehen hat den Vorteil, dass ich das Loslassen üben kann. Von Orten, von Wohnungen, aber auch von Dingen.
  • Das Entrümpeln von Material ist ein Spiegel des inneren Prozesses: wie bei einer Zwiebel schäle ich Schicht um Schicht ab, um immer näher an den Kern zu kommen.
  • Ich zettle immer so viel Neues an, dass ich kaum Zeit habe für das, was ich wirklich tun möchte. Selbstsabotage?

Längster Tag

Freitag, 21. Juni 2024

Jeweils am 21. Dezember freue ich mich, dass die Tage wieder länger werden.

Am 21. Juni hingegen denke ich mit einem gewissen Grauen, dass jetzt die Tage wieder kürzer werden. Das könnte problemlos ein kleines Drama auslösen: oje, die dunkle Jahreszeit kommt! So könnte ich mir (und habe ich früher) diese wunderbar warmen, langen Abende versauen.

Was der Verstand nicht alles auf Lager hat, um Drama zu erschaffen.

Aber ich falle (zumindest in diesem Jahr) nicht mehr darauf rein, ätsch!

Samstag, 22. Juni 2024

Täglich handeln

Kürzlich sprach ich mit einer Job-Aussteigerin, die nicht so recht in die Gänge kommt mit ihrem Ausstieg.

Sie weiss, was sie tun möchte, aber sie tuts einfach nicht.

Ich bin ihr ordentlich auf die Füsse getreten, damit sie täglich etwas Kleines veröffentlicht. Im gleichen Stil wie ich hier im Ego-Journal, aber eben in dem Bereich, der ihr am Herzen liegt.

Am gleichen Tag noch hat sie mit Umsetzen angefangen – und täglich weiter gemacht.

Ähm, und da werde ich jetzt ganz unangenehm an mein Vorhaben erinnert, wieder auf LinkedIn aktiv zu sein, um mehr Mädels in die Job-Aussteigerinnen-Community und auch auf diesen Blog zu ziehen.

Davon rede ich jetzt schon seit … ich weiss nicht mal wie lange schon, … seit Monaten.

Und tus einfach nicht, weil es immer etwas Wichtigeres zu tun gibt.

Warum drücke ich mich eigentlich so davor?

  • Weil ich nicht weiss, wie ich wieder einsteigen soll.
  • Weil ich glaube, nicht genug zu sagen zu haben, um täglich zu posten.
  • Weil ich den Aufwand scheue, weil ja dann auch noch Kommentare zu beantworten sein werden.

Ist mir auch klar, dass das alles Quatsch ist, aber das sind die Antworten, die grad so hoch kommen.

Es ist schon ok, nur noch das zu tun, was ich wirklich tun möchte, aber dazu gehören auch Dinge, die einfach dran sind und vielleicht nicht so leicht fallen.

Wie es die mutige Job-Aussteigerin gemacht hat.

Sonntag, 23. Juni 2024

Zu viel

Ich habs gewusst, dass es zu viel ist, aber ich habs trotzdem getan: eine Skool-Community für Italien-Begeisterte aufgebaut.

Dabei war ich langsam, langsam auf der richtigen Spur, aber ich ziehe wieder etwas an Land, das mich davon ablenkt.

Richtig wäre es so:

  • Täglich 2 Stunde am Blog und Newsletter schreiben – 1 Woche hier auf dorostaub.ch, die andere Woche auf Miss Move
  • Täglich 1 Stunde an meinem Buch schreiben
  • Täglich 1 Stunde Kundenarbeit
  • Täglich 1 Stunde Krypto-Fortbildung

Alleine damit wäre ich gut ausgelastet, weil ja immer noch Admin und Social Media und Mails hinzukommen.

Warum also musste diese neue Community her?

Weil es der Kopf so wollte.

Oder doch die Intuition?

Ist mir noch nicht so klar. Bin jedenfalls gespannt, was das Gutes mit sich bringt.

Montag, 24. Juni 2024

Festhalten

Warum hast du, was du hast? Warum hältst du daran fest?

Ich lebe relativ minimalistisch. Die vielen Umzüge machen recht deutlich, welche Dinge ich selten bis nie anfasse und welche wirkliche Gebrauchsgegenstände sind. Entsprechend kann ich mit jedem Umzug etwas mehr ausmisten.

Es gibt aber Dinge, die brauche ich im Grunde nie, und trotzdem nehme ich sie immer wieder mit. Und das sind nicht meine Herzensdinge – die stelle ich nicht in Frage. Es sind Dinge, die ich „irgendwann mal noch brauchen könnte“. Meistens Kleider.

Zum Beispiel Blusen, die ich nie trage. Aber es könnte ja sein, dass ich irgendwann mal zu einem festlichen Anlass eingeladen werde, und dann wäre eine solche Bluse doch angebracht.

Aber auch Papierkram, Notizbücher, Unterlagen, … Erinnerungen halt. Ich nehme sie nie in die Hand (ausser beim Umziehen), und trotzdem bleiben sie bei mir.

Mich beschwert solcher Kram. Ich möchte nur noch das besitzen, was ich wirklich im Alltag brauche.

Warum also fällt es mir so schwer, diese Dinge loszulassen?

Es geht immer um das „vielleicht brauche ich es mal wieder“. Und dann wäre es ja doof, es wieder kaufen zu müssen. Ein Behalten-für-alle-Fälle.

Was ja so weit weg ist von meinem Jetzt.

Ich bin fest entschlossen, eine nächste Ausmistaktion zu starten. Wahrscheinlich brauchts mehrere davon.

Das Entrümpeln von Material ist ein Spiegel des inneren Prozesses: wie bei einer Zwiebel schäle ich Schicht um Schicht ab, um immer näher an den Kern zu kommen.

Dienstag, 25. Juni 2024

Absurder Umzug

Heute haben wir schon mal den Schlüssel bekommen für die Garage der Wohnung, in der wir nun 2 Monate hausen werden. So können wir jetzt nach und nach unsere Velos schon mal hinzügeln.

Die Situation ist ziemlich absurd:

Da, wo wir seit Mai sind, müssen wir für 2 Monate raus, weil die Wohnung schon für Sommergäste reserviert war. Damit waren wir einverstanden, in der Annahme, dass wir im September wieder zurück in die Wohnung könnten. Leider hat uns der Vermieter bei unserem Einzug im Mai mitgeteilt, dass er eigentlich keine Dauermieter hier drin will. Obwohl wir vorher vereinbart hatten, dass wir mindestens ein Jahr hier leben würden.

Also haben wir uns wieder auf Wohnungssuche gemacht und etwas für Juli/August gefunden, für länger leider nicht.

Eine Woche, nachdem wir die Juli/August-Wohnung gefunden hatten, wurde uns eine Wohnung in Jahresmiete angeboten – 500 Meter von der aktuellen Wohnung entfernt. Sie wäre ab sofort frei, aber wir haben ja schon bei der anderen Wohnung zugesagt für Juli und August. Wir können also erst im September in unser festes Zuhause einziehen.

Im Grunde könnten wir jetzt einen Umzug über 500 Meter machen, aber leider müssen wir jetzt erst alles ins Nachbardorf bringen und in 2 Monaten wieder zurück ins jetzige Dorf.

Da frage ich mich manchmal schon, was für chaotische Wünsche wir aussenden, dass wir sowas geliefert bekommen.

Andererseits bin ich ganz happy, dass wir eine Wohnung in Aussicht haben, in der wir mindestens mal ein Jahr bleiben können.

Wenn es denn nicht wieder anders kommt…

Mittwoch, 26. Juni 2024

Schleudern

Was für ein Durcheinander ich habe mit meinen 10’000 angezettelten Dingen.

Ich schleudere wild durch die Gegend, arbeite überall ein bisschen und kriege nichts fertig.

Ein Plan müsste her, aber auch dafür habe ich keinen Kopf, keine Ruhe, keine Geduld.

Muss an den Sternen liegen, haha.

Donnerstag, 27. Juni 2024

Gegen die Programmierung

Mir ists gelungen, gegen meine Programmierung zu handeln:

Ich hätte viel zu tun, tausend Dinge zu erledigen, komme auch nicht vom Fleck, weil so chaotisch unterwegs (siehe gestrigen Eintrag). Zudem beginnt morgen unser Umzug, und bereit ist noch gar nichts.

Und dann kommt doch mein Kerl mit der Idee um die Ecke, dass wir heute Rad fahren gehen könnten. So ein schöner Tag heute, perfektes Bike-Wetter

Die Programmierung sagt sofort Nein! Geht doch gar nicht, viel zu viel zu tun, keine Zeit.

Dann besinne ich mich mal kurz, ob das wahr ist. Was passiert denn, wenn ich heute nicht zum Arbeiten komme?

  • Bringt das jemanden in Lebensgefahr? – Nein.
  • Schadet es jemandem, wenn ich heute nicht arbeite? – Nein.
  • Verpasse ich eine Riesenchance auf einen Superverdienst? – Nein.

Also, warum denn nicht einfach alles liegen lassen und rauf auf den Sattel?

Es ist herrlich, siehe Beitragsbild.

Und gibt mir erst noch ein saugutes Gefühl, weil ich gegen meine Programmierung gehandelt habe. Die hat nämlich zumindest in diesem Fall gar nicht recht.


Danke für dein Interesse ❤️