Neue Woche im Ego-Journal: 28. Juni.-4. Juli 2024

Fazit dieser Woche

  • Ein ganz starkes Programm, das wir in uns haben, ist die Idee, dass wir mit mehr Ausbildungen „im Leben weiter kommen“. Fragt sich halt, wohin wir weiter kommen. Höchst wahrscheinlich nicht zu einem erfüllteren Leben.
  • EinGEBILDET wurde uns viel Wissen. Und vor lauter Wissen und Konzepten im Kopf, nehmen wir unsere innere Stimme nicht mehr wahr, die uns da hinführt, wo wir erfüllt leben könnten.
  • Was habe ich mir da nur gewünscht mit dem „auswärts arbeiten“?!
  • Ganz happy: ich weiss, worum es mir geht, obwohl ich einen Moment lang daran gezweifelt habe.
  • Weniger arbeiten des Arbeitens Willen, mehr Sein und den Impulsen folgen.

EingeBILDET

Freitag, 28. Juni 2024

Genialer Wortgebrauch von Stefan Hiene: „es wurde uns eingebildet“.

Mit der Bildung einprogrammiert. Wörtlich schreibt er im Audioquickie 2408:

Und seit man es uns eingebildet hat,
bilden wir es uns ein.

Wir bilden uns ein, etwas zu wissen …

Dabei nützt uns Wissen kaum was auf dem Weg in ein Leben, das wir uns so sehnlichst wünschen.

❌ Es bringt dir nichts, noch eine weitere Ausbildung zu machen, wenn du einfach nur zeichnen, in der Natur spazieren, kochen oder schreiben möchtest.

Nein, es geht darum, dieses EingeBILDETe wieder rauszubringen, oder besser gesagt: zurück zu dir zu kommen.

✅ Wahrzunehmen, was du gerade JETZT tun möchtest.

❌ Nicht, was du dann mal tun möchtest, sondern, ✅ was JETZT gerade dran ist.

Samstag, 29. Juni 2024

Umzug

Heute gilts ernst: wir packen unsere Siebensachen in den kleinen Bus und zügeln in die Nachbarsgemeinde.

Geht im Grunde recht schnell und einfach.

Selbst die ungeliebte Endreinigung der alten Wohnung meistern wir in angemessener Zeit.

Wir sind einfach schon ein super eingespieltes Umzugs-Team 🙌🏼

Wieder mal umziehen

Sonntag, 30. Juni 2024

Erledigt

Auch wenn der Umzug recht geschmeidig über die Bühne gegangen ist, bin ich auch dieses Mal ordentlich erledigt. Jedes Mal eine kleine Desorientierung, ein Mich-Ausgraben aus dem Chaos, das doch jedes Mal entsteht.

Ich merke auch, was geschieht, wenn ich mal 2 Tage meinen Computer nicht anrühre:

Tonnenweise Informationen häufen sich an, und ich denke mir: was, wenn ich das alles ungesehen löschen würde? Würde sich irgendwas in meinem Leben verändern? Hätte es ernsthafte Konsequenzen?

Möglich, dass ich ein paar Termine verpassen würde, aber selbst das wäre nicht so dramatisch.

Das gibt mir schon zu denken – nicht zum ersten Mal:

Was tue ich eigentlich den ganzen Tag?

Informationen konsumieren und produzieren.

Möge es der Welt nützlich sein…

Montag, 01. Juli 2024

Auswärts arbeiten

„Pass auf, was du dir wünschst, es könnte wahr werden.“

Den Spruch kennen wir alle. Bei mir trifft er gerade voll zu:

So sehr ich es liebe, von zuhause aus zu arbeiten, so sehr habe ich manchmal auch Sehnsucht nach einem Ort ausserhalb von zuhause, wo ich konzentriert und fokussiert arbeiten kann.

Mir schwebt dann ein Coworking-Space mit anderen Solopreneurinnen vor. Wir arbeiten alle konzentriert an unseren Projekten, treffen uns aber auch immer wieder mal zum Austausch, Brainstormen, Ideen spinnen, helfen uns gegenseitig.

Tja, in unserem neuen Zuhause haben wir praktisch kein Internet-Signal. Zumindest nichts Stabiles. Manchmal gehts ganz gut, meistens eher schleppend, manchmal gar nicht.

So kann ich natürlich nicht arbeiten.

Bedeutet: Ich muss auswärts arbeiten gehen.

Wie ich es mir gewünscht hatte…

Dienstag, 02. Juli 2024

Passfahrt

Wunderwetter – Zeit für eine Radtour.

Wir fahren über den Presolana-Pass, hinunter (und wieder hinauf) nach Colere. Spektakuläre Berglandschaft (siehe Beitragsbild).

Die Passstrasse habe ich etwas unterschätzt. Dass sie teilweise 14 % Steigung hat, wusste ich zum Glück vorher nicht, aber die Mühe lohnt sich total.

Mittwoch, 03. Juli 2024

Worum gehts (mir) eigentlich?

Grosse Frage, und immer wieder die gleiche Antwort:

Ich will schreiben, in Ruhe und Frieden leben und mich oft in der Natur bewegen.

Simpel.

Müsste ich mehr wollen?

Müsste ich mich mehr für andere einsetzen?

Natürlich, können wir machen.

Mein kleines Ego möchte nämlich gerne auch „etwas für andere tun“, sich nützlich machen, meint: glauben, dass ich nützlich für andere bin.

Konkret: Menschen helfen, die in einem freudlosen Job feststecken und raus wollen. Tatsächlich will ich das wirklich, aber ich weiss auch, dass ich nicht wirklich helfen kann. Jede*r muss sich selbst freistrampeln, es geht nicht anders.

Ich kann inspirieren. So dass die eine oder andere Frau merkt, dass sie sich befreien darf, dass es möglich ist. Und das mache ich mit Schreiben.

Also bin ich ja wieder oben beim Schreiben und in Ruhe leben.

Cool.

Ich weiss ja ganz genau, worum es mir geht.

Donnerstag, 04. Juli 2024

Doofe Gewohnheiten abspecken

Reise in die Schweiz. Nur 4 Tage, weil ich ein paar Dinge erledigen will.

Solche Kurztrips bescheren mir immer schön Abstand zu meinem Alltagsgetümmel.

Eine Gelegenheit, mich wieder neu auszurichten, neu zu fokussieren.

Ich will es einfacher haben, meine Arbeit abspecken, lösen von unnötigem Tun, anreichern mit Handeln aus dem Sein heraus.

Im Grunde weiss ich, was dran ist.

Das Schwierige ist tatsächlich, mir ein paar doofe Gewohnheiten abzugewöhnen (arbeiten wie blöd) und einige neue anzugewöhnen (entspannen und wahrnehmen, was jetzt dran ist).


Danke für dein Interesse ❤️