Ein Hamsterrad-Ausstieg ist eine komplexe Sache. Das machst du nicht schnell-schnell vor dem Frühstück. Es geht um Alternativen des Geldverdienens, um eine grundlegende Veränderung der Gedanken, um mutiges Handeln, Gelassenheit und noch viel mehr. In diesem Artikel findest du eine Menge Aspekte, die relevant sind, um eine freudlose Job-Situation zu verlassen und ein erfülltes, buntes, selbstbestimmtes (Arbeits-)Leben aufzubauen.

Absprung

Ich weiss, du sehnst dich danach, jetzt und sofort abzuspringen, deinen frustrierenden Job zu verlassen.

Der Absprung kommt aber erst am Ende des Prozesses. Das Schlussbouquet.

Vorher klärst du aber, was du dir denn anstelle deiner unglücklichen Job-Situation wünschst. Was ist es überhaupt, das dich aktuell so unglücklich macht? Womöglich findest du heraus, dass gar nicht der Job das Problem ist, sondern die Umstände, die Bedingungen deiner Arbeit? Dann könntest du dir den Absprung nämlich sparen und am wirklichen Problem etwas schrauben.

Weisst du aber, dass es wirklich deine aktuelle Arbeitsstelle ist, die du nicht mehr erträgst, dann brauchst du einen Plan, wohin du denn gehen willst.

Denn kopflos springen (wie ich das, ähm…, gemacht habe), kann dich einfach ins nächste Unglück bringen – und das wollen wir nicht, richtig?

Also: was willst du, wohin ziehts dich, wie sieht dein Wunschleben aus? Es ist so-so-so wichtig, dass du das für dich klar hast. Nicht WIE du dahin kommst, sondern WOHIN du willst.

Dann erst kommt das WIE. Du findest eine Lösung, wie du dein Geld verdienen willst, um dich in jene Richtung zu bewegen, wohin du wirklich willst. Vielleicht ist das nur eine Überbrückung mit einem OK-Job, aber er soll dir den Weg zu deinem Ziel finanzieren.

Und dann erst springst du!

Affirmationen

Damit konntest du mich vor ein paar Jahren noch weit weg jagen. Jeder, der auch nur eine Spur mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hatte, sprach von Affirmationen, und dass die so toll und wirkungsvoll sind etc.

Falls es dir kein Begriff ist: Affirmationen sind positiv formulierte Sätze, die du dir immer wieder sagst oder schreibst, um sie im Unterbewusstsein zu verankern.

Ich konnte der Sache nichts abgewinnen, weil:

Fühle ich mich hässlich, ist es doch der blanke Hohn, wenn ich mir immer wieder vorbete „Ich bin schön. Ich bin schön. Ich bin schön.“

Wenn ich arg knapp bei Kasse bin, verarsche ich mich doch nicht selber mit „Ich habe immer mehr als genug Geld.“

Darum probierte ich es nie aus.

Bis ich von meinen Mentorinnen genau diese Aufgabe bekam: „Entlarve deine unproduktiven Handlungen und Gedanken und wandle sie ins Gegenteil um. Und dann schreib sie jeden Morgen mindestens 50 Mal. So lange, bis du spürst, dass sie zu greifen beginnen. Dann kommt die nächste Affirmation.“

Ich tus heute noch. Weil es tatsächlich greift. Weil ich damit tatsächlich mein Unterbewusstsein umprogrammiere.

Wichtig ist aber, dass du dich beim Schreiben in die Stimmung der Affirmation versetzt. Das ist anfangs etwas schwierig, weil es ja eben das Gegenteil von dem ist, was du bisher gewöhnlich gedacht und getan hast. Mit jedem Tag gehts aber besser, und du beginnst dich schön oder wohlhabend zu fühlen. Und genau darum funktionierts: das Unterbewusstsein lässt sich nur mit emotionalem Engagement umprogrammieren.

Darum: schreib Affirmationen und geh voll rein in das Gefühl!

alleine

Es kann sich sehr einsam anfühlen, wenn du merkst, dass du in einer Situation gefangen bist, die nicht zu dir passt. Wenn sich das Hamsterrad unerbittlich weiterdreht, und die ganze Welt um dich herum mitrennt.

Du kannst einfach nicht mehr und weisst, dass du raus musst. Aber niemand hat Zeit oder Verständnis, um dir zu helfen, weil alle beschäftigt sind mit Rennen, mit Anpassung und mit dem öden „Tut-man-halt-so“.

In diesem Moment ist es so wichtig, dass du in Kontakt mit Menschen kommst, die ebenfalls raus wollen oder den Absprung schon geschafft haben. Social Media ist dafür ein guter Ort. Auf Facebook und Instagram findest du mit #hamsterradverlassen oder #hamsterradaussteiger Posts, in denen es genau um diese Themen geht. Vernetze dich!

Und komm unbedingt in die Hamsterrad-Aussteiger-Community! Das ist meine Facebook-Gruppe, in der wir uns gegenseitig beim Hamsterrad-Ausstieg unterstützen. Spätestens hier erkennst du, dass du nicht alleine bist!

Alltag

Früher empfand ich allein das Wort „Alltag“ schon als erdrückend. Ich setzte es gleich mit 08/15-Leben.

Die Routine, in der alles gleich und auswechselbar, grau und ereignislos war. Wars auch. Hamsterrad eben.

Aber ich wusste nicht, dass „selbst für mich“ ein bunter, fröhlicher, lebendiger Alltag möglich ist.

Wie das auch für dich geht, fragst du dich?

Du malst ihn dir aus, deinen bestmöglichen Alltag. Träume ihn, male ihn, such dir Bilder dazu, dekoriere und verschnörkle ihn, bis du glaubst, dass es nicht mehr besser für dich geht.

Und dann steig so oft wie möglich in dieses Bild ein und fühle, wie zufrieden du dabei bist!

Mach das Tag für Tag, gib nicht auf, lass nicht locker, und WERDE zu diesem Traumalltag!

Alter

Ich war bereits 45 Jahre alt, als ich den Ausstieg aus dem Hamsterrad endlich schaffte.

Es hätte auch 55 oder 75 sein können.

Wichtig ist nur, dass ich diesen Schritt machte, weil sich ab diesem Moment das ganze Universum dafür in Bewegung setzte, dass ich in mein Wunschleben fand.

Erzähl mir also bloss nicht, dass du zu alt bist, um irgendeine Hamsterrad-Situation zu verlassen. Oder zu jung. Oder zu dünn oder was weiss ich was für ein Grund. Das sind schlicht beschränkende Gedanken, die dich in deiner Situation gefangen halten.

Du bist frei wie die Kuh auf der Weide. Bloss glaubst du immer noch, dass deine Gedanken, dünn und negativ aufgeladen wie ein lächerlicher Drahtzaun, dich in deiner Freiheit beschränken.

Vergiss dein Alter, es ist total irrelevant!

Arbeit

Wähle zwischen 1 oder 2:

1: Arbeit ist das Mittel, um Geld für mein Leben zu verdienen

2: Arbeit ist das Mittel, um mich, meine Vision, meine Mission, mein Herzensthema mit viel Freude und Leichtigkeit auszudrücken und damit das Geld für mein Wunschleben zu verdienen

Na, was wählst du?

arbeitslos

Arbeitslos zu werden ist bitter. Erst mal.

Und dann merkst du vielleicht, dass es ein Segen war. Später irgendwann.

Weil du ohnehin nicht mehr ganz ausgefüllt warst in deinem Job. Weil der Spass weg oder nie da war.

„Du kannst ja gut reden, Doro“, denkst du dir jetzt vielleicht, „du hast ja alles, was du willst.“

Ja, habe ich. Aber ich war auch da, wo du vielleicht gerade jetzt stehst. Arbeitslos, orientierungslos, lustlos, freudlos, verzweifelt und pleite.

Wie ich da rauskam? Indem ich die Freude als Navigator nahm und herauszufinden begann, wie ich leben wollte. Und dann machte ich einen Minischritt nach dem anderen.

So gehts. Auch für dich! Arbeitslosigkeit ist nicht das Ende. Wohl eher der Anfang deines Weges in das Leben, das du wirklich leben willst!

aufwachen

Mal ganz banal: wie wachst du morgens auf? Glückselig, dass ein neuer Tag mit neuen Chancen beginnt? Oder würdest du viel bezahlen, um einen weiteren All-Tag verschlafen zu können?

Falls letzteres zutrifft: wie lange hast du vor, das noch mitzumachen, bevor zu etwas änderst?

Aufwachen kann auch bedeuten, dass du dir eingestehst, dass du dir seit Jahren einen in die Tasche lügst. Dass du dir dein Elend schönredest, um dich nicht ins Leben hinauszuwagen. Ja, das tut weh. Tut aber langfristig weniger weh als dein Leben zu verschnarchen.

Wach auf, und nimm dein Leben in die Hand. Es lohnt sich so, wirst sehen!

Ausdauer

Da wird sich jetzt manch einer wundern, was ich denn zu Ausdauer zu sagen habe. Das war wahrlich weder meine Freundin noch meine Stärke. Bis ich fand, was ich wirklich machen wollte und wie ich leben wollte. Erst da, gelang es mir, an etwas dranzubleiben.

All meine Jahre im Hamsterrad waren gezeichnet von unstetem Herumsuchen: Kündigen, reisen, Job suchen, Job wechseln, Mann wechseln, Wohnung wechseln, Ausbildung beginnen, abbrechen, neue Ausbildung beginnen, neuen Mann wählen, neue Wohnung… und so weiter. Sobald es irgendwo ein wenig weh tat, lief ich davon, um mein Glück anderswo zu suchen.

Funktionierte offensichtlich überhaupt nicht. War aber ebenso offensichtlich ein Zeichen, dass einiges im Argen lag in meinem Leben. Bloss konnte ich das mitten in diesem Getümmel nicht erkennen.

Wenn auch du grösste Mühe hast, an etwas dranzubleiben, dann schau genau hin. Manchmal ist es schlichter Mangel an Disziplin, und daran kannst du relativ leicht arbeiten. Sitzt das Unbehagen aber tiefer, lohnt es sich, dass du mal eine Weile ganz genau hinschaust und -spürst, was dir dieses Unbehagen zu berichten hat.

Und da bleibst du jetzt mal eine Weile dran, weil es dir die Antworten bringt, die du suchst.

ausprobieren

Wenn du keine Ahnung hast, was du eigentlich willst anstelle von deinem Hamsterrad-Job, dann hilft Ausprobieren.

Im Rückblick kann ichs kaum fassen, wie lange ich mit langem Gesicht im Hamsterrad mitlief und mir mein Mantra vorbetete: „Ich weiss nicht, was ich will“. Das Doofste, was ich überhaupt tun konnte, weil ich damit genau das und immer das gleiche bestärkte und produzierte.

Das Rezept dagegen:

  1. Der Freude folgen
  2.  Ausprobieren: was immer dich ein bisschen reizt, dem gehst du nach. Tun anstatt herumdenken. Neue Erfahrungen machen, neue Menschen treffen, Inspiration empfangen, neue Horizonte erblicken – SO beginnst du herauszufinden, was du wirklich willst.

(Abgesehen davon, dass ich der festen Überzeugung bin, dass wir ALLE wissen, was wir wollen – aber dazu mehr unter „I“- ich weiss nicht, was ich will.)

aussen

Die Sprüche kennst du bestimmt:

„Du musst von aussen nach innen leben.“

„Such dein Glück nicht ausserhalb von dir, es wohnt in dir.“

Ich weiss nicht, wieviele Jahrzehnte ich diese Weisheiten gelesen und mich verächtlich abgewandt hatte. Mir war schon klar, was das bedeutete, aber ich hatte keinen Schimmer, was ich damit anfangen sollte.

Innen wars leer, aussen gabs tausend Verführungen. Womit es aussen wesentlich attraktiver war als innen.

Wie also soll ich mein Leben nach meinem Inneren richten, wenn da nix los ist?

Indem du es belebst! Wie das geht? Du bringst mehr Freude in dein Leben. Wenn auch nur das kleinste Fünkchen Freude in deine vernachlässigte Seele dringt, beginnt sie zu leuchten. Erst nur als fade Funzel, aber je mehr du sie mit Freude nährst, desto mehr leuchtet sie, bis du selbst ein Licht für andere Menschen wirst.

Und genau das bedeutet dieses von „innen nach aussen“: du beleuchtest mit deinem inneren Licht deinen Weg – und den von anderen Menschen (aussen).

Klingt doch grandios, oder? Also: immer der Freude nach!

Auszeit

So viele Menschen sind so sehr im Hamsterrad gefangen, dass sie nicht mal Zeit, Energie und Inspiration finden, um sich selber klar zu werden, was ihre Vision von ihrem Leben eigentlich ist.

Sie rennen und rennen, merken gerade knapp noch, dass es nicht gut ist, wie es ist, aber zu mehr reichts einfach nicht.

Falls es dir auch so geht, dann kann ich nur sagen: Du hast eine Auszeit nötig! 

  • Deine Seele braucht Raum, um weit hinaus schweifen und sich entfalten zu können.
  • Dein Geist braucht Musse und Stille, um den Ruf der Seele wahrzunehmen und in einen guten Plan zu übersetzen.
  • Dein Körper braucht Bewegung, frische Luft und Ruhe, um seine natürliche Energie wiederzufinden.

Also, bau dir in deinem Alltag echte Auszeiten ein. Auch wenn du glaubst, keine Zeit dafür zu haben. Es ist umgekehrt: wenn du glaubst, zu wenig Zeit für eine Auszeit zu haben, brauchst du erst recht viel davon!

Wenn du mal wirklich weg willst, so richtig-richtig aus dem Alltag aussteigen, dann biete ich 5-Tages-Auszeiten in Italien an. So dass du die Orientierung wiedererlangst, wohin du wirklich gehen willst in deinem Leben.

B.

Begeisterung

Springst du am Morgen freudig aus dem Bett, rennst zur Arbeit und machst dich mit Begeisterung an dein Tageswerk?

Gut. Dann kannst du aufhören zu lesen.

Falls nicht: Suche dir Themen, Bücher, Menschen, Tätigkeiten, von denen du begeistert bist.

Be-GEIST-ert. Da steckt ja deine ganze Seele drin. Ich bin der Meinung, dass wir möglichst oft in diesem Zustand der Begeisterung sein sollten, weil uns das belebt und erfreut und auf bunte Ideen bringt und ganz nahe zu uns selbst führt.

Bist du begeistert, bist du in einem beseelten Zustand, in einer hohen Stimmungsfrequenz – und damit ziehst du auch Menschen, Dinge und Situationen an, die deiner Stimmung entsprechen. Jawohl, Gesetz der Anziehung, auch wenn du es nicht mehr hören magst. Aber so funktioniert die Welt nun mal, und anstatt uns dagegen zu sperren, weil es gerade Mode ist, probieren wir es doch einfach aus.

Ich fand den ganzen Hype um das Gesetz der Anziehung zwischenzeitlich auch doof, weil es inflationär als „easy Weg“ verkauft wurde – bis ich selber erlebte, dass es wirklich funktioniert. Selbst bei mir! Aber übrigens nicht ganz so easy. Es braucht viel Willen und Disziplin, um dich möglichst oft in einer hohen Frequenz zu halten, selbst wenn die ganze Welt um dich rum austickt. Aber, darf ichs wiederholen: es funktioniert!

Sei begeistert und zieh Begeisterndes in dein Leben!

Beruf

Früher mal hatte man noch Berufe mit einem Namen: Kaufmännische Angestellte. Zahnarzt. Tierpflegerin. Lehrer. Mechanikerin.

Klar gibts diese Bezeichnungen noch. Aber ich kenne Unmengen von Menschen, deren Berufsbezeichnung nicht mehr genormt ist.

Das bedeutet, dass es neue Berufe gegeben hat, und dass diese sehr individuell geformt wurden.

Des weiteren bedeutet das: du darfst dir deinen Beruf auch selber zimmern.

Erfinde deinen eigenen Beruf aus deinen Talenten, aus dem, was du gern machst und aus dem, was Menschen brauchen.

So geht das heute mit dem Beruf!

Berufung

Ach, das war für mich eine leidvolle Sache, die Berufungssuche!

Seit ich das Wort zum ersten Mal hörte, sehnte ich mich so sehr danach, sie zu finden. Ich wünschte mir, dass sie mir vor die Füsse fallen möge, wie bei all den erfolgreichen Menschen.

„Damit sich Arbeit nie mehr als Arbeit anfühlt, weil du liebst, was du tust.“ So wurde dafür geworben. Das wollte ich auch, unbedingt! Und ich suchte und suchte, in neuen Ausbildungen, Jobs, Lebensformen, …

Und dann lernte ich irgendwann, dass sie niemandem vor die Füsse fällt, weil sie nicht in der äusseren Welt zu finden ist. Dass sie nämlich in uns drin wohnt und wartet, von uns entdeckt zu werden.

Das gehört zum Spass des Lebens, dieses Aufspüren der Diamanten, die sie in uns versteckt haben, bevor wir auf die Erde geschickt wurden. Oder vielleicht wurden sie einfach von den Erziehungs-Weisheiten unserer Eltern und den Lehrmethoden der Schule und überhaupt unserer Sozialisierung verschüttet, als wir aufwuchsen.

Die Suche nach der eigenen Berufung hat also wieder mit dem Entdecken von dir selbst zu tun, und damit mit Innenschau anstatt wilder Suche nach äusseren Lösungen.

Bewegung

Komm in Bewegung!

Ja, ganz wörtlich im körperlichen Sinne. Weil nämlich mit der körperlichen Bewegung die Gedanken eine neue, kreativere, originellere Dynamik bekommen – meistens auch positiver, als wenn du nur so vor dich her brütest.

Beim Joggen, Radfahren, Spazieren kommen gerne Ideen, Impulse, Erinnerungen und Ähnliches auf den Radar. Also kanns gut sein, dass dir auf einem Spaziergang (für den du ja eigentlich keine Zeit hast) plötzlich ein Impuls einfliegt, der dich zu einer neuen Handlung bringt. Oder ein schlauer Satz springt dich an, den du für die Kapitel-Überschrift in deinem Buch brauchen kannst. Oder zwei ältere Damen kommen dir entgegen, wovon dich eine an deine Cousine erinnert, die in Marseille wohnt, und die hat doch so ein hübsches B&B, wo du mal arbeiten wolltest. Solche Dinge halt.

Komm in Bewegung heisst aber auch, dass du nicht warten solltest, bis sich etwas verändert. Das Glück läutet selten an der Haustür. Tu etwas, auch wenns nur eine Kleinigkeit ist. Und tu vor allem Dinge ANDERS als du es bisher getan hast. Veränderung kommt ja bekanntlich nicht davon, dass man ständig das Gleiche tut.

Beziehungen

Was haben Beziehungen mit deinem Hamsterrad-Ausstieg zu tun?

2 Dinge:

1:
Menschen in deinem Leben können massiv beeinflussen, was du tust und sein lässt. Bist du beispielsweise drauf und dran, dein Hamsterrad zu verlassen, kann es gut sein, dass dir deine beste Freundin erklärt, warum das keine gute Idee ist, weil das zu unsicher ist und überhaupt. Nicht weil sie böse ist, aber weil sie dich vor Dummheiten bewahren und besonders, weil sie dich nicht verlieren will.
Bedeutet: Sieh dich vor, mit wem du über deine Veränderungsabsichten sprichst.
Und: Such dir Leute, die auch ein bunteres Leben suchen oder bereits den Hamsterrad-Absprung geschafft haben.

2:
Je besser es dir geht, desto lebendiger werden deine Beziehungen. Das ist fies, weil du manchmal einfach nicht aus dem Jammertal rauskommst, und dann sind auch die Beziehungen noch mau – was das Jammertal noch verdüstert.
Heisst aber auch: ob deine Beziehungen gut oder weniger gut sind, liegt auch in deiner Verantwortung.

Boreout

Ich weiss, für viele Gestresste ist dieses Wort ein Witz. Das Burnout ist uns näher, weil so viele Menschen früher oder später mal dort vorbeikommen, leider. Als ob das normal wäre…

Ein Boreout ist aber auch eine üble Geschichte. Körperlich kann es übrigens ähnlich einschlagen wie das Burnout: Antriebslosigkeit, bodenlose Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Schlaflosigkeit und so weiter.

Wie das aussieht im Boreout-Job? Permanente ätzende Langeweile. Kann sein, dass du schlicht zu wenig Arbeit hast und dauernd wieder um Beschäftigung betteln musst. Weit verbreitet ist aber auch die inhaltliche Langeweile. Die komplette Unterforderung oder das Vorbeiarbeiten an deinen Talenten und Interessen. Anspruchslose und monotone Arbeit, in denen du wenig bis gar keinen Sinn siehst.

Ich war von letzterem arg betroffen. Eines Tages fand ich mich in einem Bibliotheks-Alltag wieder, der von Excel-Listen und Metadaten beherrscht war. 8.5 Stunden am Tag am Computer festgekettet, Null Bewegung. Und das Schlimmste war noch, dass ich mich inhaltlich unendlich langweilte und doch immer das Gefühl hatte, meine Leistung nicht zu bringen, überfordert zu sein, meine Materie nicht im Griff zu haben.

Das ist auch das Hauptmerkmal von Boreout: die ständige Bemühung, zu vertuschen, dass du dich langweilst, dieses Beschäftigtwirken – das ist es, was dich schliesslich auch erschöpft.

Erschöpfung durch Vertuschen von Langeweile = Boreout

Genau so ging es mir. Ich schwamm im komplett falschen Teich und fühlte mich auch noch schuldig dabei, dass ich einfach nicht glücklich sein konnte. Hatte ich doch die besten Arbeitsbedingungen: einen guten Lohn, so dass ich auch Teilzeit arbeiten konnte, 5 Wochen Ferien (andere haben ja nur 4), ein bisschen Gleitzeit und all die Annehmlichkeiten, die man so als Uni-Angestellte hat.

Das schlechte Gewissen sass mir permanent im Nacken: sei endlich mal dankbar, manch einer würde dir die Füsse küssen für so einen Job, hör auf, nach Besserem zu suchen, das gibts nämlich nicht… etc.

Ich hatte immer mehr als genug zu tun, und trotzdem bodigte mich das Boreout fast.

Kennst du? Nix wie raus da!

C.

Chance

Pack die Chancen! Sie liegen überall kostenlos rum, aber manchmal sind wir halt total blind dafür. Ich bin jahrelang über diverse Möglichkeiten getrampelt, die mir das Leben zu Füssen legte, weil ich sie schlicht nicht wahrnahm.

Ich begann sie erst zu erkennen, als ich mich auf das auszurichten begann, was ich wirklich wollte. Als ich ein Ziel hatte.

Denke also nicht an das Elend deines Hamsterrad-Lebens, sondern gib nur noch dem Beachtung, was du willst. Dann wirst du die Chancen erkennen und deinem Ziel wieder einen Schritt näher kommen.

Chaos

Als ich mich entschloss, mein Muster zu durchbrechen und nach der nächsten Kündigung keinen neuen Angestellten-Job mehr zu suchen, brach Chaos in mir aus.

Ich wusste, dass der Entscheid richtig war, weil ich sonst nie aus meinem Hamsterrad rauskommen würde, aber ich hatte nicht mal einen soliden Plan, wie ich künftig mein Geld verdienen würde.

Ich wusste, dass ich mein Glück als Texterin versuchen würde, aber du hörst es schon an der Formulierung: ich glaubte nicht wirklich daran, dass ich vom Schreiben leben können würde, weil da erstens noch ein entsprechender alter Glaubenssatz in mir schlummerte und weil ich zweitens nur ganz wenig Erfahrung als Texterin hatte.

Kurz: Die Angst brach los, ein innerlicher Tumult – eben: Chaos.

Das Gute war, dass ich an diesem Punkt schon gefühlte 3000 Mal gestanden hatte und mich immer wieder hatte zurück in das bekannte Elend ziehen lassen. Dieses Mal würde ich es anders machen. Nur mit neuen Handlungen und neuem Denken kann ich neue Ergebnisse erwarten.

Also hielt ich dieses innerliche Chaos aus – und siehe da, es wurde gut. Oder zumindest erst mal besser. Viel besser!

Coaching

Alle sagens, und ich sags jetzt auch noch:

Ich hätte meinen Weg in die Freiheit wesentlich verkürzen können, hätte ich mir Hilfe geholt, als ich wusste, dass ich raus aus dem Hamsterrad musste, aber so gar keine Idee hatte, wie ich das anstellen sollte.

So besessen von einer Geldmangel-Einstellung, glaubte ich allen Ernstes, ich hätte das Geld nicht, um mir einen Coach zu leisten. Und das als Angestellte in einer Schweizer Bibliothek, wo die Gehälter bekanntlich stattlich sind.

Es war einerseits diese miserable Geld-Vorstellung, andererseits aber auch mangelndes Vertrauen, dass mir jemand wirklich helfen könnte. Ich hatte schon so viel gesucht, ausprobiert, getestet – wer sollte mir denn noch helfen können?

Vermutlich wäre ich zu jener Zeit mit dieser Haltung auch nicht wirklich weit gekommen, auch mit einem Coach nicht, denn was ich glaube, wird zu meiner Realität. Ich war felsenfest sicher, dass es für mich keine Rettung gab und hatte mir „Ich weiss nicht, was ich will“ innerlich auf die Stirn tätowiert.

Rückblickend sehe ich, dass ich immer dann schubweise weiterkam, wenn ich jemandem folgte, der/die den Prozess bestens kannte, mich an der Hand nahm und mir auf den nächsten Tritt der Treppe aus der Misere half.

Kurz: Coaching bringts!

D.

Digitale Nomaden

Die Digitalen Nomaden haben mir das Leben gerettet.

2014 wars. Ich war zurück von einer Fahrrad-Reise Schweiz-Palermo, hatte mir dort auch noch einen Liebeskummer eingefangen, ich war arbeitslos, und meine Geldreserven neigten sich dem Ende zu. Es war klar, dass ich mir wieder einen Job in einer Bibliothek suchen würde, und die Aussicht darauf trieb mir einen Schauer des Grauens über den Rücken. Aber ich wusste ja nicht, was ich sonst tun sollte, also war das für mich die (scheinbar) einzige Option in jenem Moment.

Kurz: die Situation war trist, die Aussicht ebenso.

Zum Glück stolperte ich da eines Tages über den Begriff „Digitale Nomaden“. Das veränderte alles.

Sobald ich begriff, was es bedeutete, wollte ich Digitale Nomadin werden. Ortsunabhängig arbeiten, an der Wärme leben und von da aus online mein Geld verdienen. DAS ist meins!

Und zwar würde ich von meinem Reiseblog leben – wie das damals so angepriesen wurde.

Also erstellte ich meinen Blog, den es übrigens heute noch gibt: Miss Move – Radreisen in Italien

Dass das alles nicht ganz so leicht geht, ahnte ich schon, aber ich bin heute noch dankbar, dass ich mich davon nicht abhalten liess, meinem Traum zu folgen.

Ich trat den Digitalen Nomaden Schweiz bei und lernte „echte“ Digitale Nomaden kennen und viele, die es wie ich gern wären.

Ich lernte,

  • dass „Digitaler Nomade“ kein Beruf ist, sondern eine ortsunabhängige Lebensart
  • dass es darum geht, einen Job zu finden oder eine Selbständigkeit aufzubauen, die rein online funktioniert
  • dass viele Selbständige längst als Digitale Nomaden leben könnten, aber es gar nicht unbedingt wollen
  • dass das Klischee vom Arbeiten am Strand und in der Hängematte für fast niemanden Realität ist – höchstens ausnahmsweise einmal
  • dass gleichzeitiges Reisen und Arbeiten nicht ganz so einfach ist

Letzteres erfuhr ich dann selber auf einer Test-Tour als Digitale Nomadin. Ich fuhr 3 Wochen mit dem Fahrrad durch Sardinien und tat so, als wäre ich bereits Digitale Nomadin. Ich nahm mir vor, immer abends an meinem Blog zu arbeiten.

Ich war mit Velo und Zelt unterwegs. Strom fand ich vorwiegend in den Sanitäranlagen der Campingplätze. Da sah ich mal, welche Herausforderungen so lauern, wenn man unterwegs arbeiten will: kein Internet, Wackelinternet, zeitlich limitiertes Internet, kein Strom, kein Stuhl oder immer jemand, der mit einem plaudern möchte. Und: nach einer Fahrrad-Etappe in Sardinien war ich abends nicht mehr sonderlich wach für einen geistreichen Blog-Artikel.

Da wurde erst mal klar, dass Arbeiten von unterwegs für mich nur funktioniert, wenn ich mehrere Tage stationär bin und mindestens einen Hostel-Aufenthaltsraum mit stabilem WLAN habe. Und dass ich nur hochqualitative Kundenarbeit leisten kann, wenn ich meine Prime Time fürs Arbeiten nutze – nicht fürs Reisen.

Heute bin ich streng genommen eine Digitale Nomadin, aber der Begriff ist nicht mehr wichtig. Ich arbeite meistens in Italien, und bin immer ganz happy, wenn ich in einem richtigen Büro mit stabilem Internet arbeiten kann.

Wichtig ist für mich die Flexibilität, die diese Lebensform mit sich bringt: Zeit- und Ortsunabhängigkeit. Ich bestimme selber, wann ich wo und wie lange arbeite. DAS macht für mich der Digitale Nomaden-Lifestyle so grossartig!

Disziplin

Was für ein langweiliges Wort, denkst du dir?

Tja, freunde dich damit an, es bringt dir die Glückseligkeit. Fast jedenfalls.

Disziplin ist ein Faktor, der mich aus dem Hamsterrad befreit hat.

Dass ich die Disziplin fand, JEDEN TAG an meinem Blog zu arbeiten, als ich noch in der Bibliothek angestellt war. Abends, am Wochenende, manchmal auch vor der Arbeit – jede freie Minute.

Dass ich die Disziplin fand, mir alles selber beizubringen, was es braucht, um einen Blog zu betreiben, auch wenn es mir keinen Spass machte.

Dass ich die Disziplin fand, weiterzubloggen, auch wenn ihn anfangs kaum jemand las.

Diese Disziplin hat mich an einen ganz anderen Punkt gebracht, als ich zuvor war. Nämlich dahin, dass ich nach ein paar Jahren meinen Job kündigen und meine Selbständigkeit starten konnte.

Heute brauche ich auch Disziplin, um frühmorgens aufzustehen und jeden Tag meine Mindset-Arbeit zu machen, was mein Leben so wesentlich verändert hat.

So altmodisch es wirkt, Disziplin ist richtig cool!

dranbleiben, durchhalten

Die kleine Schwester der Disziplin heisst „dranbleiben“. Oder auch „durchhalten“. Beide sind auch mit der Ausdauer verwandt.

Wie schnell wir nur immer Dinge aufgeben, die nicht sofort funktionieren! Ich war Meisterin darin. Darum habe ich ja alle 1-2 Jahre meinen Job gewechselt. Wäre ich mal länger in einem Job geblieben, hätte er mich womöglich zu interessieren begonnen, weil ich angefangen hätte, gut zu werden in dem, was ich machte. Aber immer an jener Schwelle gab ich auf und blieb darum an jedem Job auf dem Anfänger-Niveau stecken.

In der Bloggerwelt heisst es, dass der häufigste Grund für den Misserfolg eines Blogs „zu früh aufgeben“ ist. Ich weiss schon, wie schwierig es ist, durchzuhalten, wenn kaum jemand deine Artikel liest und auf deine Fragen keine Antworten kommen. Stetes Weitergehen lohnt sich aber so, weil irgendwann die richtigen Menschen deine Arbeit finden und brauchen werden.

Wer jahrelang an einem Thema dranbleibt und darin immer besser wird, wird positive Erfahrungen damit machen. Vielleicht erst nach Jahren, aber es wird geschehen.

Was immer du liebst, bleib dran, gib nicht auf, es wird sich auszahlen!

E.

Enge Denkbox

Der Schlüssel für ein immerwährendes Hamsterrad, ist die enge Denkbox.

Anders gesagt: solange du immer auf die gleiche Weise denkst, wird sich aussen wenig verändern.

Ich kann mich so gut erinnern, wie ich tagein, taugaus die immer ähnlichen Gedanken wälzte, die mich in meinem Boreout-Job festhielten:

  • Schon wieder so eine langweilige Excel-Liste!
  • Was, erst 8.37 Uhr – dabei sitze ich doch schon ewig auf meinem Bürostuhl.
  • Gleich ist Teamsitzung, wie ätzend!
  • Warum muss ich bloss so einen öden Job haben?
  • Erst Dienstag! Die Woche dauert ja noch ewig!

Ich wendete unbewusst und im negativen Sinne an, was es für ein gelingendes Manifestieren braucht:

Ich wiederholte ständig die gleichen trüben Gedanken und fühlte mich dabei schlecht. Ich wusste es einfach nicht besser. Genau so schaffte ich es aber, 20 Jahre lang in langweiligen Jobs zu schmoren.

Was wäre stattdessen klüger?

Neue Gedanken müssen her! Frischer Wind in die Bude.

Dein Fokus gehört darauf gerichtet, was du willst (nicht auf das, was du NICHT willst).

Und dann öffne bewusst die Gedankenschleusen, beginne zu fantasieren, zu träumen, dir auszumalen, was du von ganzem Herzen willst. DAS ist die richtige Denke, die dich aus deinem freudlosen Job führt.

Träume gross, öffne deine Denkbox so weit, damit die besten Möglichkeiten einfliessen können.

Entschlossenheit

Ich habe die Menschen immer bewundert, die so wild entschlossen auf ein Ziel zusteuerten.

Da ich nie ein Ziel hatte, gabs auch nichts darauf zuzusteuern, also war auch die Entschlossenheit nutzlos.

Und das war ja auch das Grundproblem: Ich suchte und suchte und suchte und fand nicht heraus, was ich wollte, obwohl ich es ja im Grunde schon wusste. So geht es ganz vielen Menschen. Sie wissen, wie sie eigentlich leben und arbeiten wollen, aber die Frage, WIE sie dieses Ziel erreichen sollen, schüchtert sie dermassen ein, dass sie den Traum aufgeben und resigniert zurück in den öden Job sinken.

Wenn du aus dem Hamsterrad aussteigen willst und (scheinbar) nicht weisst, was du willst, kannst du genau an diesem Punkt anfangen, etwas zu verändern:

Male dir das schönste, bunteste, lebendigste Bild von deinem Leben und Arbeiten, wie du nur kannst. Stell dir alles vor, wie es sein wird, im Detail. DAS ist dein Ziel. Und dann gehst du mit Entschlossenheit darauf zu.

Das Wie wird sich beim Gehen zeigen. Zuerst kommt die Entschlossenheit, nicht ein Wunsch, oder ein leichtes Sehnen, sondern eine sturmsichere Entschlossenheit, und dann kommt der erste Minischritt. Und dann der nächste. Und dann wird immer klarer, wie du deinem Wunschleben immer näher kommst.

Bei mir hats genau so funktioniert. Erst als ich ein Ziel hatte und entschlossen war, es mit allen meinen Möglichkeiten zu erreichen – erst da bin ich in Bewegung gekommen und konnte schliesslich mein Hamsterrad verlassen.

ent-wickeln

Ich mag das Wort in dieser getrennten Form. Es gibt hier etwas zu entwirren, es ist irgendwie verkehrt oder verwirrlich aufgewickelt.

Die verhedderten Lebensfäden neu aufwickeln, so dass sie sauber und überschaubar sind und ein Hauptfaden sichtbar wird.

Ich brauchte jedenfalls ziemlich lange, um meinen (roten) Lebensfaden freizulegen, um mich dahin zu entwickeln, wo ich wirklich hingehöre. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Kann ich sehr empfehlen.

Wie das geht? Befasse dich mit dir, deinen Träumen, deinem vermeintlichem Scheitern, deinen peinlichen und erfolgreichen Momenten und frag dich permanent: wann habe ich mich maximal gut gefühlt? Warum? Die Freude ist der Lebensfaden, dem du folgen kannst.

Erfahrungen

Lange glaubte ich, dass ich mich ständig nur im Kreis drehen würde. Von einem Bibliotheksjob in den nächsten. Austauschbar waren sie, diese Jobs. Weil ich mir auch nicht mehr zutraute als das, was ich ohnehin schon konnte.

Darum dauerte es eine Weile, bis ich begriff, wie nützlich jede einzelne Erfahrung war.

Wie könnte ich sonst Menschen helfen, aus dem Hamsterrad auszusteigen, wenn ich nicht selber meine jahrelangen Runden darin gedreht und schliesslich doch noch den Absprung geschafft hätte? Wie könnte ich sonst mit Leichtigkeit mein Business führen, wenn ich nicht in diversen Jobs die Kunst des Organisierens, des Projekt- und Zeitmanagements etc. gelernt hätte?

Alle Erfahrungen dienen dir später einmal dazu, schneller zu erkennen, flinker zu handeln, dich besser einzufühlen, tiefergreifend zu helfen.

Genau darum lohnt es sich so, möglichst viele verschiedene Erfahrungen zu machen und nicht immer im Altbekannten sitzen zu bleiben. Sammle so viel Buntes und Lebendiges wie du nur kannst!

F.

Fahrrad

Fahrrad statt Hamsterrad! Das ist mein Slogan, mein Motto, meine Lebensphilosophie.

Das Fahrrad steht für Freiheit und Unabhängigkeit, intelligenten Energieeinsatz, die klügste Erfindung seit jeher, das beste Reisetransportmittel (zumindest in Europa), Glücksgefühle und günstiges Alltagsgefährt.

Nun ist das Fahrrad natürlich nicht jedermanns Sache und muss es auch nicht sein. Auch wenn ich sicher bin, dass das Fahrrad eine Menge unserer Umwelt- und Mobilitätsprobleme lösen kann, mag ich das fanatische Missionieren nicht.

Wenn schon, will ich Vorbild sein. Ich möchte Menschen inspirieren, sich selber aufs Fahrrad zu schwingen und ihre kleine Welt oder eine grössere zu entdecken. Darum habe ich ja Miss Move erschaffen, den Blog für Fahrrad-Reisen in Italien.

Und dieser Blog hat mir schliesslich geholfen, mich aus dem Hamsterrad zu befreien. Aus zwei Gründen:

  1. Ich spezialisierte mich auf Radreisen in Italien. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in einem Gebiet etwas mehr wusste als andere und darum anderen Interessierten helfen konnte.
  2. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich ein echtes Ziel, das von innen kam und so attraktiv war, dass es mich so richtig aus meiner trüben Situation rauszog. Ich wollte meinen Fahrrad-Blog monetarisieren und als Digitale Nomadin leben. Das Geldverdienen mit dem Blog klappte dann zwar nicht, aber das Ziel brachte mich in Bewegung und liess mich meinen Fokus auf das richten, was ich wirklich wollte.

Darum: dank meiner Freude am Fahrrad habe ich den Hamsterrad-Ausstieg geschafft.

Was kann es bei dir sein? Was macht dir so viel Freude, dass du dich Tag und Nacht damit beschäftigen möchtest?

Fantasie

Unsere Fantasie ist eine Superkraft, die dir hilft, ungünstige Situationen zu verändern.

Wie?

  1. Du stellst dir vor, wie du die Situation (oder auch gleich dein gesamtes Leben) gern hättest. Möglicherweise ist das weit, weit weg von dem, was du für möglich hältst, aber das spielt hier überhaupt keine Rolle. Erst geht es darum, WAS du gern hättest, und das kannst du dir mit Hilfe deiner Fantasie zurechtlegen.
  2. Du stellst dir in den buntesten, wildesten, eben: fantasievollsten Bildern vor, wie deine Wunschsituation aussieht. Und du FÜHLST, dass du bereits dort bist. Täglich, so oft wie möglich.
  3. Du handelst: täglich tust du etwas dafür, dass du dich deiner Wunschsituation ein klein wenig annäherst – oder noch besser in grossen Schritten. Wie es halt geht.

Wofür sonst sollten wir denn diese Superkraft, unser Vorstellungsvermögen sonst auf den Weg bekommen haben? Doch etwa nicht dafür, um uns auszumalen, was alles schief gehen könnte!

Nutze deine Fantasie für dein bestmögliches Leben!

Fehler

Ach, die lieben Fehler! Zwei Dinge dazu:

  1. Probier Neues aus und mach so viele Fehler wie möglich, so schnell wie möglich – so lernst du in kürzester Zeit ganz viel hinzu.
  2. Wenn du deinen nächsten Fehler gemacht hast, zieh die Lerneinheit heraus, wende dich der nächsten Tätigkeit zu und mach eben deinen nächsten Fehler. Komm bloss nicht auf die Idee, diesem kleinen Fehler über die Lerneinheit hinaus mehr Beachtung zu schenken. Meistens merken sowieso nur wir, dass etwas verkehrt gelaufen ist.

Natürlich spreche ich von Fehlern, die uns halt passieren, wenn wir neue Dinge ausprobieren. Weniger empfehlen kann ich die stets gleichen Fehler, versteht sich 🙂

Ferien

Das war wahrscheinlich mein allergrösster Schmerzpunkt während meiner Hamsterrad-Zeit: diese mickrigen 4 Wochen Ferien pro Jahr. Gerade genug, um ein bisschen Freiheit zu schnuppern, und dann zurück an die Excel-Liste!

Ich löste das Problem, indem ich unbezahlten Urlaub nahm und Überstunden schob, die ich dann in Form von Brückentagen einsetzte, was dann die eine oder andere Woche Ferien mehr ergab. Da ich meine Jobs ohnehin nach durchschnittlich 2 Jahren wieder kündigte, sorgte ich immer dafür, dass bis zum nächsten Job-Beginn mindestens ein Monat lag, so dass ich eine ordentliche Reise machen konnte. Oder ich suchte mir erst wieder einen Job, als ich von einer mehrmonatigen Reise zurückkam.

Als junge Schweizerin konnte ich das damals ganz gut machen. Einen Job fand ich immer wieder, und ich verdiente so gut, dass ich es mir leisten konnte, ein paar Monate ohne Einkommen zu reisen.

Aber es war anstrengend, ich konnte nichts sparen, und mir war bewusst, dass dieses Handling mit zunehmendem Alter immer schwieriger würde. Zudem ist die Bibliothekswelt, in der ich mich bewegte, klein, und irgendwann spricht es sich bei Arbeitgebern auch herum, dass jemand nie lange bleibt – also stellt man diese Person auch nicht mehr ein.

Ich wusste, dass eine andere Lösung hermusste, aber ich hatte keinen Schimmer, woher die kommen sollte.

Dass diese Lösung in mir selbst war, dass ich sie selber erschaffen konnte, dass ich alle Fähigkeiten und Instrumente in mir hatte (wie du übrigens auch), um mir mein freies Leben zu erschaffen, war mir zuerst unbekannt, und später, als ich davon hörte, konnte ich damit überhaupt nichts anfangen.

Ich hätte jene konkreten Schritte gebraucht, die ich erst lernte, als ich mich bereits mit viel Angst, Überwindung und Mut selber befreit hatte. Es hätte wesentlich sanfter gehen können. Jetzt weiss ich wie und zeige es jenen, die WIRKLICH aus dem Hamsterrad aussteigen wollen in meinem Mentoring-Programm.

Damit du Ferien machen kannst, wann und so lange DU willst!

Fluss

Ein Bild, das mir von der brillanten Esther (Abraham) Hicks geblieben ist: lass dich von der Strömung des Flusses tragen und paddle nicht gegen den Strom an. Klar, leuchtet ein, oder? Das Konzept ist tatsächlich simpel.

Bloss machen wir oft genau das. Wir paddeln gegen die Strömung an, indem wir in Widerstand mit dem gehen, was sich gerade jetzt im Leben zeigt.

„Ist ja klar, ich bin ja auch in einer doofen Situation“, sagst du jetzt vielleicht. Ja, das glaube ich dir.

Dich von der Strömung des Flusses tragen zu lassen bedeutet: gib dich dem hin, wo die Freude liegt. Leg deinen Fokus auf das, was du willst, anstatt deine Energie mit dem Widerstand gegen etwas zu verbraten, was du vermutlich jetzt nicht ändern kannst. (Und falls du es ändern kann, dann ändere es.)

Fokus

Ich weiss, dass du weisst, dass du den Fokus auf das richten solltest, was du willst und nicht auf das, was du nicht willst.

Falls du mit dem Wort Fokus nichts anfangen kannst: Denkst du eher daran, wie du ein funkelndes Ziel erreichen kannst oder drehst du trübe Gedanken zu dem, was gerade schief läuft in deinem Leben?

Also, ab sofort kippst du die düsteren Gedanken aus deinem Bewusstsein und lässt lösungsorientierte, begeisterte, positive Gedanken hinein.

Warum? Weil du mit allem, was du wiederholt denkst und fühlst dein Unterbewusstsein fütterst und programmierst. Es hat leider keine Möglichkeit zu sagen: Nein danke, diesen Mist, den du mir da dauernd verabreichst, nehme ich nicht an.

Was immer du dem Unterbewusstsein an Gedanken und Gefühlen verabreichst, wird Teil deiner Programmierung, die am Ende dein Verhalten steuert.

Darum also bleibst du im Hamsterrad sitzen, solange du damit haderst, dass du drinsitzt.

Die Lösung: du beginnst dich damit zu beschäftigen, was du anstelle des Hamsterrades willst und hältst den Fokus unbeirrbar darauf gerichtet. Du wirst sehen, wie sich dein Leben zu verändern beginnt!

frei arbeiten

Wenn du frei arbeiten möchtest, kannst du wählen zwischen:

  • Freelancer sein und für Kunden arbeiten (das habe ich als Texterin gemacht)
  • Unternehmerin sein und dein eigenes Angebot verkaufen (das ist meine jetzige Arbeitsform)
  • Im Network Marketing Produkte einer Firma verkaufen und dein eigenes Team aufbauen (mache ich nebenher)

Mehr Möglichkeiten gibt es bestimmt, aber ich kenne sie nicht.

Damit habe ich lange gehadert, als ich noch im Hamsterrad rannte, weil ich im Grunde nicht als Selbständige arbeiten wollte. Aber natürlich begriff ich auch, dass ich mich dafür entscheiden müsste, wenn ich nicht mehr als Angestellte arbeiten wollte.

Lange, lange wirkten noch Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gemacht für die Selbständigkeit“, „Ich kann als Selbständige nicht genug Geld zum Leben verdienen“ und dergleichen.

Ich wuchs langsam in die Rolle als Selbständige, bzw. Unternehmerin hinein und kann mir heute nichts anderes mehr vorstellen.

Aber es brauchte Zeit und eine Menge Mindset-Arbeit.

Freiheit

Wir alle wollen frei sein. Ich kenne niemanden, der sagt, dass ihm Freiheit nicht wichtig ist.

Bloss definieren verschiedene Menschen Freiheit ziemlich unterschiedlich. Wie es mit vielen Werten eben ist, wie etwa mit Liebe, Treue oder Sinn. Bevor wir also gross mit unseren Werten um uns werfen, sollten wir uns darüber klar werden, was sie für uns bedeuten.

Für mich bedeutet Freiheit, dass ich da leben und arbeiten kann, wo ich gerade möchte und dass ich mich jederzeit im Freien bewegen kann, wenn mir danach ist. Das war schlicht nicht mit meinem Angestellten-Dasein vereinbar.

Eine Freundin von mir ist hingegen total happy mit ihrer Freiheit, die sie als Angestellte hat.

Also: was bedeutet Freiheit für dich?

Freude

Das ist, was wirklich zählt – die Freude an deinem Tun und Sein.

Wozu sonst mühst du dich denn ab?

Das habe ich vom grossartigen Stefan Hiene mitgenommen: Die Freude ist dein Kompass. Machts keine Freude, bist du auf dem falschen Weg.

Wenn du also aus dem Hamsterrad aussteigst, folge immer der Freude. Sie weiss ganz genau, wo es langgeht.

Freunde

Vorsicht vor deinen Freunden!

Nein, ich will sie dir keinesfalls wegnehmen, und ich weiss, wie wichtig die wirklich nahen Freunde sind.

Ich sage bloss Vorsicht, wenn du dein Leben umkrempelst, weil die erste Reaktion von nahen Menschen gar nicht unbedingt so positiv sein muss, wie du dir das vorstellst.

Tauchst du eines Tages auf und stellst deine beste Freundin vor die Tatsache, dass du morgen deinen Bürojob kündigst und übermorgen dein eigenes Café eröffnest, ist es gut möglich, dass sie dich erst mal auslacht oder versucht, dich von dieser Idee abzubringen.

Weil sie das Beste für dich möchte. Und das Beste für sich – und das bist du, wie du gerade bist. Ein Wandel der besten Freundin kann Angst machen. Wer weiss, was mit dieser nahen Beziehung geschieht, wenn du plötzlich nur noch dein Café im Kopf und keine freien Wochenend-Zeiten mehr hast?

Darum: wähle gut, wem du von deinen Ausbruchsplänen erzählst. Und mach dich auf Widerstand von deinen vertrautesten Menschen gefasst. Das ist nicht Boshaftigkeit, sondern gut gemeinte Fürsorge.

Manchmal ist es besser, den neuen Weg mit neuen Menschen zu gehen, die auf einem ähnlichen Weg sind und darum deine Situation vollkommen verstehen.

Und die beste Freundin informierst du dann mal, wenn der Sprung schon gemacht ist.

fühlen

Fühle alles, ja. Drück die Gefühle nicht weg.

Fühle die Angst, das Unbehagen, die Wut und die Trauer, wenn sie sich zeigen.

Kenne aber den Unterschied zwischen Fühlen und Drama.

Fühlen findet in deinem Körper statt. Gefühle sind Körperempfindungen.

Drama findet in deinem Kopf statt. Das kannst du dir sparen. Beschert dir nur ungeliebte Gefühle und zieht deine Frequenz in den Keller. Mit einer niedrigen Frequenz ziehst du bestimmt nicht das ins Leben, was du möchtest.

Also: „nüchtern fühlen“, wie es Veit Lindau nennt. Das reicht.

G.

Gedanken ändern

Alles entspringt deinen Gedanken. Damit fängt alles an.

Änderst du die Gedanken, ändert sich dein Leben.

Es funktioniert so:

Deine bewussten Gedanken

Erzeugen Gefühle

Wiederholt durchfühlte Gedanken setzen sich im Unterbewusstsein fest

Das Unterbewusstsein steuert dein Verhalten

Dein Verhalten beschert dir deine Resultate

Jetzt kannst du es von hinten her aufrollen: deine Resultate verraten dir, was du in den letzten Jahren so gedacht hast.

Hast du zum Beispiel ein miserables Einkommen, dürfte sich da in deinem Unterbewusstsein ein Glaubenssatz dieser Art tummeln: „Ich schaffe es ohnehin nicht, mehr als Summe X pro Jahr zu verdienen“ oder „Ich gehöre halt nicht zu den Reichen“ oder „Geld macht sowieso unglücklich“.

Dann wärs jetzt Zeit, diesen Gedanken zu ändern, oder?

Zum Beispiel so: „Ich habe immer mehr als genug Geld auf meinem Konto“ oder „Mein Einkommen übersteigt die Summe X bei weitem“.

Denke und fühle es. Wiederhole es. Schreibs auf. Sprich es permanent vor dich hin. Hör nicht auf, bis du merkst, dass sich etwas zu ändern beginnt. Dann nämlich, wenn sich dieser neue, dienliche Glaubenssatz langsam in deinem Unterbewusstsein festzusetzen beginnt und den alten, unnützen rauskippt.

Gefühle

Das Stichwort Gefühle schliesst ganz wundervoll an den obigen Abschnitt „Gedanken ändern“ an.

Gefühle sind Körperempfindungen, denen wir einen Namen gegeben haben.

Sie sind wundervolle Bestandteile unseres Kompass, der uns anzeigt, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind:

  • Fühlt sich etwas nicht gut an = umkehren, neu überdenken, neu ausrichten, anderen Weg wählen.
  • Fühlt sich etwas gut an = weiter so, die Richtung stimmt!

Alles, was wir wiederholt durchfühlen, setzt sich in unserem Unterbewusstsein fest. Und von dort aus steuert es unser Verhalten.

Hast du jetzt also permanent ein schlechtes Gefühl bei der Arbeit, speichert dein Unterbewusstsein: Arbeit = nicht gut.

Entsprechend wirst du dich jetzt auch verhalten. Entweder vermeidest du die Arbeit bestmöglich, oder du kommst schon mit einem schlechten Gefühl an den Arbeitsplatz oder du findest erst gar keine Arbeitsstelle, so sehr du auch suchst.

Achte also sorgfältig auf deine Gefühle. Die sind dir ja nicht umsonst mit auf den Weg gegeben worden!

Geld

Du wirst nie genug Geld haben, um dich aus dem Hamsterrad zu befreien.

Weil Geld nicht dein eigentliches Problem ist, auch wenn du davon überzeugt bist.

Ich war auch überzeugt davon. Jahrelang. Und so sass ich 20 Jahre lang in einem freudlosen Job fest, weil ich darauf wartete, dass ich:

  1. genug Geld haben würde, um meinen Job für immer zu kündigen
  2. herausfinden würde, wie ich richtig gut Geld verdienen könnte, wenn ich meinen Job kündigen würde

Viele „würde“ und „könnte“, und der Moment kam nicht. Das Leben zog vorbei. Nichts änderte sich.

Weil es andersrum geht, von innen nach aussen:

  • Du WEISST, dass du immer genug Geld hast für dein Wunschleben.
  • Du BIST die wohlhabende Frau, die du sein willst.
  • Du LEBST innerlich schon so, wie du leben möchtest.

Und dann zieht das Leben nach und beschert dir nach und nach, was du innen schon lebst.

Ja, das braucht Ausdauer, Konzentration, Fokus, Wille und viel, viel Vertrauen. Aber so funktionierts.

geniessen

Vergiss ums Himmels Willen bei all dem Hamsterrad-Ausstiegs-„Sollte-man-auch-noch-tun“ nicht, den Weg zu geniessen!

Darum gehts ja schliesslich: dein Leben so einzurichten, dass es dir Freude macht und du möglichst viel Lebenszeit geniessen kannst. Also beginne am besten gleich JETZT damit, mit dem Geniessen!

Gewohnheiten

Fluch und Segen gleichzeitig, bringen die Gewohnheiten.

Einerseits erleichtern sie uns das Leben wesentlich, weil vieles automatisiert abläuft. So brauchst du dir nicht jeden Morgen darüber den Kopf zu zerbrechen, wie man die Zahnpasta am besten auf der Zahnbürste platziert.

Andererseits verselbständigen sich eben auch unnütze Gewohnheiten, ohne dass wir davon etwas mitbekommen. Das ist blöd.

Jenen Gewohnheiten, die dir das Leben eher erschweren als vereinfachen, kommst du auf die Spur, indem du dir deine Resultate anschaust.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Brauchst du länger als deine Kolleginnen, um eine Aufgabe bei der Arbeit zu erledigen? Dann schau genau hin, ob du dich gerne ablenken lässt: durch E-Mails, Social Media, Gespräche im Büro, und ganz besonders fies: durch deine eigenen Gedanken.

Es kann also sein, dass du die unwillkommene Gewohnheit hast, dass du sofort den Impulsen deiner Gedanken nachgehst, sobald etwas Neues einfliegt. Zum Beispiel so:

Du bist daran, eine Rechnung für einen Kunden zu schreiben, aber kaum hast du die Vorlage offen, fällt dir ein, dass *deine Freundin heute Geburtstag hat*. Sofort per Whatsapp gratulieren, sonst vergisst du es wieder. Weiter mit der Rechnung. Ach ja, du wolltest noch das *Stativ bestellen*, um bessere Videos machen zu können. Das benötigt eine *Recherche*. Weiter mit der Rechnung. *Ach, schau doch mal kurz bei Amazon wegen dem Stativ, sonst vergisst du es wieder.* Impuls nachgeben, Recherche bei Amazon. 35 Minuten später: Oh, die Rechnung, weiter damit… etc.

Total unproduktiv. Du wirst an dieser Rechnung mehr als eine Stunde herumdoktern, während sie eine Kollegin in 10 Minuten fertig hat. Das Resultat: du bist unzufrieden, genervt, und du fühlst dich neben deiner Kollegin minderwertig.

Die Lösung: ändere die Gewohnheit! Ab jetzt werden alle Gedanken einfach auf einen Zettel oder in einer Notizen-App aufgeschrieben. So kann dein Kopf aufhören, darum herum zu kreisen.

Es braucht anfangs viel Disziplin, die Gewohnheit zu ändern und dauert normalerweise bei täglichem Üben etwa einen Monat, bis das neue Verhalten zu einer Gewohnheit wird. Der Aufwand lohnt sich, du wirst zufriedener und effizienter.

glücklich

Bist du glücklich?

Wann bist du glücklich?

Wartest du noch eine Weile, bis du wirklich glücklich sein kannst?

Brauchst du noch etwas, damit du wirklich glücklich sein kannst?

Hast du schon mal versucht, glücklich zu sein, obwohl nicht alle deine Wünsche erfüllt sind?

Probiers. Sei doch gleich jetzt mal glücklich!

H.

Hamsterrad

Der Begriff Hamsterrad ist mittlerweile schon ziemlich abgegriffen. Und doch trifft er für mich immer noch genau den Schmerzpunkt, den ich jahrelang in meiner Job-Situation und folgend daraus in meinem ganzen Leben erlebte.

Viele verstehen darunter, unsere hektische Zeit, in der es immer noch zum guten Ton gehört, keine Zeit zu haben und „im Stress“ zu sein.

Für mich bedeutet Hamsterrad:

Du befindest dich in einem Job, der dir viel Energie abfordert, dich aber nirgendwohin führt. Du arbeitest und arbeitest, aber du kommst nicht vom Fleck. Deine Träume winken weit hinten am Horizont und verblassen langsam, weil dir die Puste ausgeht. Dein Privatleben ist auch schon fade geworden, weil dir die Lust an Neuem vergangen ist.

Es kann sein, dass du komplett unterfordert bist, dich unsäglich langweilst und mehr und mehr einem Boreout entgegen wankst.

Oder du bist kurz vor dem Burnout, weil du so sehr rennen musst, um deinen Job zu machen.

Ob Burnout- oder Boreout-gefährdet, es geht dir nicht gut in deinem Job, weil du nur für Geld arbeitest und wenig Sinn in dem siehst, was du den ganzen Tag tust. Dein eigener Wunsch, dein Ziel, dein Traum, hat keinen Platz in dieser Situation.

DAS ist das Hamsterrad, von dem ich spreche. Es gibt keinen einzigen guten Grund, da drin zu verharren. Und es gibt Wege raus. Willst du?

Wenn du dich darin wiedererkennst, schlage ich vor, dass du anfängst, an einen Ausstieg zu denken.

heute

Heute ist der perfekte Tag für deinen Entscheid, deinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Lass mal alle Ausreden und klugen Erklärungen weg, die dir bisher weismachten, dass du nicht tun kannst, was du tun möchtest. Es stimmt nicht. Diese einleuchtenden Sätze sind ganz einfach: AUSREDEN.

Also, nutze heute als Startpunkt in den Rest deines Lebens.

Hilfe

Hilfe annehmen ist schon schwierig genug.

Hilfe suchen ist nochmals schwieriger.

Wer soll dir helfen, dein Hamsterrad zu verlassen, wenn du es alleine nicht schaffst?

Such dir am besten jemand, der/die schon da ist, wo du hin möchtest. Jemand, der/die mindestens einen Schritt weiter ist als du, so dass du in seinen/ihren Fussstapfen den Pfad in die Freiheit gehen kannst.

Warte bloss nicht auf die perfekte Hilfe, sonst sitzt du womöglich nochmals ein paar Jahre in deiner unglücklichen Situation fest. Vertraue dich jemanden an, probiers aus. Auch wenns noch nicht ideal ist – du wirst so oder so etwas lernen, einen Schritt weiterkommen. Und von da aus siehst du dann weiter, lernst neue Menschen kennen. Auch solche, die dir ihre Hilfe anbieten.

Ja, es geht auch ohne Hilfe – ich habs auch so gemacht. Es dauert einfach etwas länger, der Weg ist etwas steiniger und einsamer. Aber wenn du wirklich, wirklich aus deinem Hamsterrad aussteigen willst, schaffst du es sowieso.

Losgehen musst du aber selber. Jetzt zum Beispiel.

Hingabe

Das ist auch so ein altmodisches Wort wie Ausdauer und Disziplin. Und so, so, so nützlich.

Lange hatte ich grösste Mühe damit, mich einer Sache voll hinzugeben. Ich hielt mir gerne eine Hintertür (= andere Projekte, Ideen, Wege) offen, anstatt mal alles auf eine Karte zu setzen.

So startete ich als Reisebloggerin in meine Selbständigkeit, nachdem ich meinen letzten Angestelltenjob gekündigt hatte.

  • Weil ich damit aber kaum Geld verdiente, begann ich als Reisejournalistin, Artikel an Zeitschriften zu verkaufen.
  • Weil das auch nicht sonderlich gut funktionierte, schrieb ich auch Texte für Firmen.
  • Weil mir das nicht sonderlich gut gefiel, arbeitete ich auch etwas im Network Marketing
  • Weil das auch nicht wirklich Geld brachte, las ich viel über alternative Geld-Verdien-Methoden
  • Weil…

Du siehst, ich versuchte, viel Verschiedenes in eine begrenzte Arbeitszeit reinzudrücken. Auf keinem Gebiet war ich wirklich Spezialistin. Ich verstand von allem ein bisschen, aber eben nicht genug, um richtig gut Geld zu verdienen.

Es geht darum, dich hinzugeben, auch wenn der Weg mach mühsam und scheinbar aussichtslos ist. Wenn du dich für etwas entschieden hast, verpflichtest du dich am besten mit dir selber dazu, der Sache ein Jahr lang eine Chance zu geben. Wenns dann immer noch nicht klappt, dann kannst du über einen Wechsel nachdenken.

Bist du immer nur halb dabei, wird nichts Gescheites aus deinem Vorhaben, weil du mit der Hälfte der Hirnzellen – und damit mit deiner Energie anderswo bist. Ein bisschen machen (und ein bisschen auch nicht), verlängert den Prozess unnötig.

Tu, was du tust, mit voller Hingabe!

Horizonte

Dein Horizont verändert sich nur dann, wenn du dich bewegst. Sonst bleibt er einfach immer gleich. Das kann hübsch sein, wenn er dir gefällt.

Ist dir aber die aktuelle Aussicht verleidet, gibts nur eins: zieh deine Laufschuhe an und beweg dich. Dann verändert sich alles. Du siehst über den nächsten Hügel, entdeckst neue Wege, triffst neue Menschen, erkennst neue Möglichkeiten.

Ich kann dir nur wärmstens empfehlen: auf zu neuen Horizonten!

I.

Intuition

Die Intuition hilft dir, die Antworten aus der Essenz (Universum, Gott, All-Eins etc.) zu erhalten.

Das geht wie mit den Suchmaschinen: Du gibst eine Frage ein und wartest auf das Ergebnis. Mit dem Unterschied, dass die Intuition die Antwort manchmal ein paar Tage oder gar Wochen später liefert und dass du nicht so genau weisst, auf welchem Weg sie ankommt.

  • Kann sein, dass du ein Wort liest, das deine Frage beantwortet.
  • Vielleicht ists eine neue Bekanntschaft, die dir einen neuen Weg weist
  • Womöglich träumst du etwas, was dich auf eine neue Idee bringt.

Vertraue, dass genau das kommt, wonach du gesucht hast.

Wir Vernunftsgesteuerten dürfen einfach wieder lernen, die subtile Sprache der Intuition zu verstehen. Und vor allem auch die Geduld haben, lange genug auf Empfang zu bleiben, bis die Antwort da ist. Nicht gleich wieder hektisch mit dem Verstand suchen oder gar annehmen, dass es eben keine Antwort auf die Frage gibt. Für alles gibt es eine Antwort!

Es kann z.B. sein, dass du plötzlich den Impuls verspürst, heute anstatt im Lieblingscafé einzukehren, das neue Lokal ums Eck zu besuchen. Und dort hängt an der Wand ein Spruch, der genau das Schlüsselwort trägt, das dich beim Texten deiner Webseite weiterbringt.

Solcherlei kann passieren, wenn du der Intuition folgst.

Mit diesem Wissen „von oben“ hast du einen Kanal, der deinen Geist um ein Unendliches erweitert. Du hast Zugang zum unendlichen Wissen – ist das nicht famos?

J.

Job

Die Stelle, an der du deinen Beruf ausübst, ist dein Job.

Vielleicht tust du an deinem Job auch etwas anderes als in deinem ursprünglichen Beruf enthalten ist.

Egal, welchen Job du mit welchem Berufsinhalt ausübst, jemand bezahlt dich dafür, dass du eine bestimmte Tätigkeit ausführst. Das ist der Grund, warum sehr viele erwachsene Menschen in einem Job angestellt sind: sie verdienen ihr Geld damit.

Schön wäre natürlich, wenn das Geld nicht der einzige Grund wäre. Ist er auch nicht. Manche üben ihre Job-Tätigkeit gern aus, andere freuen sich über den Menschenkontakt mit dem Team.

Aber leider sind das eher Ausnahmen. Die allermeisten Angestellten würden ihren Job sofort aufgeben, wenn sie aus einer anderen Quelle jeden Monat die Summe ihres aktuellen Salärs bekommen würden.

Und dann, was würden sie dann tun?

Was würdest DU tun, wenn du deinen Job nicht mehr ausüben müsstest, aber das Gehalt trotzdem noch zuverlässig auf dein Bankkonto gespült würde?

K.

Körper

Dein Körper ist ein anbetungswürdiges Fahrzeug deiner Seele.

Er ist ein Instrument deines Unterbewusstseins. Die Handlungen, die dein Körper ausführt, sind zu etwa 95% vom Körper gesteuert. Der Chef im Haus ist also nicht dein Körper, sondern das Unterbewusstsein. Komm bloss nicht auf die Idee zu denken, dass du dein Körper BIST.

Und doch brauchst du einen starken, gesunden, energiegeladenen Körper auf dem Weg aus dem Hamsterrad. Also sorge dafür, dass es ihm gut geht, dass er genug Bewegung und einen natürlichen Energienachschub (= Essen!) bekommt.

Übrigens: deinen Körper brauchst du auch, um deine Gefühle wahrzunehmen. Sie zeigen dir an, in welcher Schwingung dein Körper sich befindet. Gutes Gefühl (z. B. Freude, Begeisterung) – hohe Schwingung ; schlechtes Gefühl (z. B. Scham, Angst) – niedrige Schwingung.

Der Körper ist also nicht einfach nur etwas, das selbstverständlich funktionieren muss, sondern ist wesentlich beteiligt an einem erfolgreichen Veränderungsprozess.

Behandle ihn gut!

Kompass

Der wahre Kompass auf dem Weg in dein freies Leben, sind deine Gefühle. Allen voran die Freude. Sie zeigt dir an, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Beginnts zäh zu werden, anstrengend, mühsam, ein Kampf – dann bist du auf der falschen Spur.

Das passiert schnell einmal, wenn du dich nur mit dem bewussten Verstand für einen Weg entscheidest, anstatt das Unterbewusstsein mitzunehmen. Dann tust du viel, aber dein Unterbewusstsein zieht dich zurück in dein altes Muster.

Das erzeugt eine Spannung in dir, die du als Unbehagen und Missmut wahrnimmst und schnell einmal in Wut und Trauer kippen kann, weil du spürst, dass du es auch dieses Mal wieder nicht schaffst.

Dann vertraue dem Kompass, deinen Gefühlen, und finde heraus, was du wirklich in deinem Leben machen möchtest, was dein Herz zum Hüpfen bringt. Hier wird die Freude einsetzen, hier bist du auf dem richtigen Weg.

Kontinuität

In der Blogger-Welt heisst es, dass der häufigste Grund für das Scheitern eines Blogs ist, dass die Bloggerin zu früh aufgibt.

Das gilt auch für den Ausstieg aus dem Hamsterrad. Wenn du permanent dranbleibst an deinem Projekt, deinen freudlosen Job hinter dir zu lassen und frei zu leben, wirst du das auch erreichen. Früher oder später.

Idealerweise machst du das mit Konzept, aber wichtiger ist es, dass du ein klares Ziel vor Augen hast, dich so oft wie möglich damit verbindest und jeden Tag etwas dafür tust.

Bleib dran, du wirst den Hamsterrad-Ausstieg ganz sicher schaffen!

kreieren

Du hast es schon tausendmal gehört. Ich lege noch einen drauf:

Du kreierst dein eigenes Leben!

Heisst: Du selber bist verantwortlich für alles, was jetzt ist, weil du es erschaffen hast.

Das bedeutet nicht, dass du schuld bist, wenn dir was ganz Schwieriges passiert ist – das wird oft missverstanden. Deine Verantwortung liegt nur darin, wie du auf ein solches Ereignis reagierst und was du daraus machst.

Die gute Seite der Nachricht: wenn du alles erschaffen hast, was du aktuell in deinem Leben hast und bist, kannst du es auch wieder ändern.

Das Kreieren ist ein Prozess, den du lernen kannst, der geschieht nicht einfach zufällig. Bloss haben wir das weder in der Schule, noch im Studium, noch im Beruf gelernt. Die Glücklicheren erfahren früher davon, wir anderen etwas später.

Der Prozess geht so:

  • Du wählst, was du kreieren möchtest = welches Ziel möchtest du erreichen
  • Du machst dir ein Bild davon und versetzt dich in gute Stimmung (visualisieren), und das machst du mehrmals am Tag über eine lange Zeit hinweg. Dadurch setzt sich das Bild im Unterbewusstsein fest.
  • Das neue Bild, das neue Ziel im Unterbewusstsein bringt deinen Körper in eine andere Schwingung.
  • Die neue Schwingung zieht genau die Dinge an, die zu deinem Ziel gehören und dich schliesslich dorthin führen.
  • Natürlich sitzt du nicht einfach nur da und visualisierst, sondern du TUST auch die Dinge, die notwendig sind, um dein Ziel zu erreichen.

Im Grunde sehr simpel, du musst es nur tun.

Kündigung

Witzigerweise ist die Kündigung etwas, das an beiden Polen der Gefühlsskala stehen kann:

  1. Die Angst vor der Kündigung vom Arbeitgeber
  2. Die Sehnsucht danach, den ungeliebten Job zu kündigen

Als ich noch in meinem Hamsterrad-Job festsass, sehnte ich mich sehr danach, zu kündigen. Aber leider hatte ich keine Ahnung, wie ich denn sonst mein Geld verdienen sollte.

Tag für Tag überlegte ich in alle erdenklichen Richtungen, wie ich es schaffen könnte, frei zu leben und mich von dieser Verpflichtung zu erlösen. Das Überlegen brachte eine Menge Aufregung und Begeisterung für neue Ideen, die sich bei näherem Betrachten als Strohfeuer erwiesen, die schnell in sich zusammensackten. Worauf das Überlegen wieder losging.

Die Wende kam erst, als ich ein Ziel hatte, das mich wirklich vom Hocker hob (mein Reiseblog). Eins, das mir so viel Freude machte, dass ich ihm Tag und Nacht meine ganze Energie gab – ohne dass ich mir damit eine rasche Kündigung erhoffte.

Mir war klar, dass ich mit diesem Ziel, mit meinem Reiseblog, mein aktuelles Gehalt nicht ersetzen konnte, schon gar nicht in kurzer Zeit. Aber es machte mir so viel Freude, dass ich in eine komplett neue, viel bessere Gefühlslage kam, was die eigentliche Veränderung einläutete.

Bedingungslos dem nachgehen, was dich wirklich bewegt und in eine gute Stimmung bringt. DAS bringt dich an den Punkt, an dem du lächelnd die Kündigung einreichen kannst, weil du dann deinen eigenen Weg gehen kannst, der dauerhaft funktioniert.

Das gilt übrigens auch, wenn dein Job unverhofft gekündigt wurde. Natürlich hast du dann etwas mehr Druck als jemand, der noch in einer Anstellung ist, aber such jetzt nicht kopflos einfach den nächsten Job, sondern höre gut auf deine Gefühle, achte darauf, wo die Freude ist und folge ihr. Sie kennt den richtigen Weg.

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Marketing von

L.

Lebe!

Zu diesem Punkt gibt es nicht allzu viel hinzuzufügen, du verstehst bestimmt, was ich damit meine.

Lebe! bedeutet:

  • Lebe voll aus, was dich erfüllt.
  • Versteck dich nicht hinter „Ich weiss nicht, was ich will“ oder „Das geht nicht“ oder ähnlichen Ausreden.
  • Mach dich nützlich für die Welt, nutze dafür deine Talente.
  • Erheb dich aus der Bequemlichkeit deines Sessels und beweg etwas.
  • Mach die Freude zu deinem Leitstern

Alles klar?

Leiden(sdruck)

Leiden ist doof und unnötig.

Allerdings hat das Leiden den Vorteil, dass es dich ab einem gewissen Schmerzpunkt in die Veränderung bringt – es sei denn, du wählst ein Leben in ereignislosem AufdemSofasitzenbleiben. Das tust du dann besser genüsslich als dich auch noch mit Leiden zu erschweren.

Ist der Leidensdruck einmal gross genug, wenn du mitten im Boreout einbetoniert bist oder mit Burnout darniederliegst, dann endlich kannst du die leise Stimme in dir hören, die immer, immer, immer zu dir gesprochen hat. An diesem Punkt kannst du nicht mehr davonrennen, weil du schlicht keine Energie mehr hast.

Also lausche ihr, der Stimme deiner Seele, die dir ganz deutlich sagt, wo du hingehörst, wo es langgeht, raus aus dem Leiden. Und dann folge ihr ohne Drama, Theater, Ausreden, Ja-Abers und all dem Kram, der sich bis jetzt ja nicht bewährt hat.

Mein eigener Weg aus dem Leiden (Boreout, Depression) ging so:

Ziel erkannt – täglich darauf hin gearbeitet – Job gekündigt – als Selbständige ortsunabhängig – hinderliche Glaubenssätze entlarvt – Ende des Leidens.

Naja, so easy und zielgerichtet verlief der Weg natürlich nicht. Es war rucklig, mit vielen Aufs und Abs. Lange noch hatte ich mit Geldmangel (Mindset!!!) zu kämpfen und vor allem mit Zweifeln.

Mit dem heutigen Wissen hätte ich mir viiiiel Leid ersparen können, aber eben: das Leiden hat immer auch eine gute Seite. Im Rückblick ist sie meistens offensichtlich.

Loslassen

Deinen ungeliebten Job loszulassen, dürfte dir einigermassen leicht fallen, wenn du aus dem Hamsterrad aussteigst.

Allerdings geht damit auch einiges an Komfort verloren, wie dein monatliches Einkommen, Sozialversicherungen, Kollegen, eine Tagesstruktur.

Das darfst du jetzt alles gehen lassen, wie auch die gesamte Sicherheit und Kontrolle, für die du deine Freiheit aufgegeben hast.

Ja, das zieht dir erst mal den Boden unter den Füssen weg, weil du glaubst, alles kontrollieren zu müssen. Der Witz ist, dass du noch nie irgendwas unter Kontrolle hattest und auch nicht in Sicherheit warst. Du bist einfach auf die Versprechen unserer Arbeitswelt hineingefallen, die dir weismachen will, dass du mit einer Festanstellung einen sicheren Job, ein sicheres Einkommen und eine sichere Altersvorsorge hättest und dass du damit alles unter Kontrolle hast.

Du darfst natürlich glauben, was du möchtest. Ich bin der Meinung: die Kontrolle über unser Leben haben wir sowieso nie, und in Sicherheit sind wir sowieso, weil uns das Leben führt, wenn wir ihm nicht dauernd im Weg rumstehen.

Lass einfach los. Lass dich fallen. Lass dich vom Leben (Universum, Essenz, Gott, Alleins, …) führen – es weiss, wie es geht.

M.

Möglichkeiten

Kennst du den:

„Denk in Möglichkeiten, nicht in Problemen.“?

Falls du das sowieso schon tust, kannst du zum nächsten Abschnitt hüpfen.

Falls dich der Satz nervt, ist das ganz hervorragend, dann weisst du, dass du da noch etwas Potenzial zur Lebenserleichterung hast.

Es bedeutet ganz einfach, dass du aufhören kannst, dich auf das zu konzentrieren, was dumm läuft und sowieso nicht geht und schwierig ist.

Weil es dich ausbremst.

Du willst doch mit Schub vorwärts, raus aus deinem Hamsterrad-Job? Also, dann konzentriere dich auf alles, was möglich ist. Und möglich ist sowieso viel mehr als du denkst, aber weil du eben darauf konzentriert bist, dass etwas nicht geht, gehts auch nicht – so einfach.

Kurz:

  • Konzentrierst du dich auf die Möglichkeiten, ermöglichst du sie dir.
  • Konzentrierst du dich auf Probleme und Grenzen, verbaust du dir selber den Weg in die Freiheit.

Was wählst du?

Mut

Dazu habe ich eine Menge zu sagen, fasse mich aber gerne kurz – du hast ja auch nicht ewig Zeit zum Lesen.

„Das Gegenteil von Mut ist in unserer Gesellschaft nicht Feigheit, sondern Anpassung“, schrieb der amerikanische Psychologe Rollo May im Jahr 1953.

Das bedeutet: es ist einfach, als Schaf der Gesellschaftsherde hinterher zu trotten = Anpassung.

Aber es braucht Mut, auszuscheren und den eigenen Weg zu suchen und zu gehen.

Ein Hamsterrad-Job ist ein klassischer Fall von Schafs-Dasein. In einen solch freudlosen Job gerätst du nur, wenn du irgendwelchen Gesellschaftsnormen folgst:

  • Das ist eben ein sicherer Job.
  • Die Arbeitsbedingungen (Lohn, Sozialversicherungen, Ferientage, Essen, Schreibtisch, Kollegen, etc.) sind so gut, darum bleibe ich.
  • Dieser Job hat Zukunft. Das, was ich mache, wird auch in 20 Jahren noch gebraucht.
  • Wenigstens habe ich einen Job. Ohne wäre ich finanziell aufgeschmissen.
  • Hier habe ich eine gute Altersvorsorge, und es dauert ja nur noch 17 Jahre, bis ich pensioniert bin.
  • Mit meiner soliden Ausbildung werde ich immer einen Job wie diesen haben.

Wenn du dich also aus deinem langweiligen, stressigen, doofen, unglücklichen Job befreien willst, dann gehören mutige Schritte dazu. Komfortzone und Hamsterrad-Ausstieg gehen einfach nicht zusammen.

Darum: spring ins Wasser und schwimm!

N.

Natur

Geh raus, dort findest du die Antworten!

In der Natur sind wir alle viel näher bei uns selber, weil wir Teil davon sind (oder zumindest mal waren).

Wenn du im Wald herumstreichst, beginnt auch dein Verstand, etwas langsamer zu drehen.

Es wird ruhiger in dir, wenn du über ein Feld joggst oder mit dem Fahrrad einem Fluss entlang fährst.

Du nimmst das gelassene Sein der Natur auf, atmest tiefer.

Und dann beginnt das, was du sonst so verzweifelt mit dem Kopf herbeizuführen versuchst: die Antworten auf deine Fragen fliegen ein, weil du deine Intuition wahrnimmst.

Geh wandern, joggen, spazieren, setz dich auf eine Bank am Waldrand, schwimm im Meer, wirf Steine in den Bergbach und zieh dir alles rein, was dir Natur an Weisheit zu bieten hat.

Nebenjob

Nebenjobs sind super, wenn du sie freiwillig wählst – also, wenn du nicht aus finanzieller Not neben einem Vollzeitjob jobben musst.

Wenn du nämlich in einer nicht erfüllenden Job-Situation bist, kann dir ein Nebenjob Einblick in eine neue Welt, eine neue Arbeitsrealität geben ohne dass du gleich den Hauptjob aufgeben musst.

Wenn du es dir leisten kannst, ist auch Freiwilligenarbeit ganz grandios zum Reinschnuppern.

Dann kannst du an einem halben Tag pro Woche

  • im Tierheim arbeiten
  • in einem Café kellnern
  • im Museum als Aufseherin arbeiten
  • einem Schuster assistieren
  • dem Fahrrad-Mechaniker über die Schultern schauen
  • … was immer dich reizt und anlächelt

Je mehr du ausprobierst, desto klarer wird dir, wie deine Zeit nach dem Hamsterrad aussehen soll. Das gilt ganz besonders, wenn du vom grossen Malheur des Ich weiss nicht, was ich will betroffen bist.

Ein ganz hervorragender Nebenjob, der längerfristig auch zu deinem Hauptjob werden könnte, ist übrigens Network Marketing:

Network Marketing

Sein Ruf ist miserabel, und ich halte es trotzdem für eines der menschenfreundlichsten Geschäftsmodelle, die ich kenne.

So funktionierts:

  • Eine Firma produziert hochwertige Produkte.
  • Die Firma arbeitet mit Partnern zusammen, die die Produkte selber nutzen und lieben und diese in ihrem Umfeld weiterempfehlen.
  • Die Partner erhalten auf die Käufe ihrer Kunden eine Provision.
  • Sie bauen sich zusätzlich ein Team von weiteren Partnern auf, die ebenfalls die Produkte in ihrem Umfeld weiterempfehlen.
  • Auch auf die Verkäufe der Teampartner bekommt der Partner eine Provision und profitiert davon, wenn sein Team gut arbeitet. Dadurch ist er motiviert, seine Teampartner bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Er profitiert davon, wie auch seine Teampartner, und ebenso die Firma, weil dadurch mehr Produkte verkauft werden.
  • Die Firma hat dadurch immer mehr Partner, die die Produkte ehrlich empfehlen. Anstatt Millionen in Werbung zu investieren, bezahlt sie die Provision der Partner.
  • Partner, die gut arbeiten, können mit Network Marketing richtig gut verdienen, so dass es zum Haupteinkommen werden kann.
  • Mit Network Marketing haben ALLE Menschen die Chance, frei und selbständig zu arbeiten und sich ohne Risiko selber ein Geschäft aufzubauen. Egal, welche Ausbildung und Erfahrung sie mitbringen.
  • Der Einstieg ist niederschwellig, du kannst es einfach mal ausprobieren. Manche Firmen verlangen eine kleine Eintrittsgebühr, andere einen Produktkauf, aber NIE wird eine seriöse Network-Firma horrende Eintrittssummen verlangen. Falls du sowas antriffst: Finger weg!

Wie du da einsteigen kannst? Such dir eine Firma, die mit Network Marketing arbeitet und deren Produkt(e) du magst. Und dann kanns losgehen.

Netzwerk

Daran knackte ich auch lange rum, an dieser Netzwerkerei. Immer wieder hörte ich: „Umgib dich mit Menschen, die schon da sind, wo du hin willst.“ Oder: „Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du dich umgibst.“

Ja, schön und gut, und wo finde ich jetzt diese Menschen, die mir helfen, mich aus meinem Hamsterrad-Elend zu befreien? Ich wusste es ganz lange nicht, und ich tat es auch ganz lange nicht, weil ich mich nicht getraute, einen Schritt auf jemanden zu zu machen, der/die mir hätte helfen können.

Wer will sich schon um eine kümmern, die noch meilenweit hinter ihm/ihr liegt?

Die Lösung fiel mir dann zu, als ich mich zu einer Coaching-Ausbildung anmeldete und mich unverhofft in einem riesigen Online-Netzwerk wiederfand, mit dem ich mich auch live treffen konnte.

Und ja, das veränderte tatsächlich eine Menge, half mir enorm, klarer zu werden, wohin ich wollte, meine Grenzen zu erkennen und meine offenen Fragen zu beantworten.

Falls du auch noch nach einem Netzwerk suchst, das wirklich unterstützend ist, empfehle ich dir, an Kursen teilzunehmen. Besonders gut funktionieren Netzwerke von Kursen oder Ausbildungen, in denen es um Persönlichkeitsentwicklung geht. Es gibt auch Netzwerke für selbständige Frauen oder für Texter oder für Digitale Nomaden oder ungefähr für jedes Interesse, das du dir vorstellen kannst.

Ich weiss, das braucht etwas Mut, aber vergiss nicht, dass fast allen Menschen ein bisschen Bammel haben, wenn sie sich in eine neue Gruppe wagen. Also probiers aus, schau dich auch auf Meetups in deiner Region um.

Zusammen mit Gleichgesinnten gehts viel leichter, deinen Weg raus aus dem Hamsterrad zu finden. Wenn du nicht schon dabei bist, kannst du auch gerne der Hamsterrad-Aussteiger-Community beitreten. Das ist erst mal nur online, ist also absolut ungefährlich, und zudem sind da lauter Menschen drin, die ebenfalls einen Weg aus dem Hamsterrad suchen – oder ihn bereits gefunden haben. Das Verständnis ist dir also sicher.

O.

Opferhaltung

Klar, dass du damit nicht sonderlich weit kommst. Das Gegenteil der Opferhaltung ist die Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit. Bedeutet: nimm dein Leben selber in die Hand, übernimm die Verantwortung für deine Realität und beginne dein Leben selber zu kreieren.

Du bist nicht Opfer der Umstände, deines Chefs, der Wirtschaft, des Systems, deiner Familie oder sonstwas. Es ist möglich, dass du dein Leben nicht mit den besten Voraussetzungen begonnen hast, aber du kannst beginnen, aus deinem aktuellen Leben das zu formen, was du dir wirklich wünschst. Schritt für Schritt, schön langsam.

Es beginnt mit deiner Vorstellung, was du dir wirklich für dein Leben wünschst. Weisst du das in aller Klarheit? Falls nicht, lies auch den Artikel Ich weiss nicht, was ich will.

Ortsunabhängig arbeiten

Wie hatte ich mir immer gewünscht, an der Wärme arbeiten zu können. Auf einer Terrasse mit Meersicht. Oder halt wenigstens von zuhause aus. Leider hatten meine Arbeitgeber dafür nie ein offenes Ohr. Darum habe ich irgendwann entschieden, aus dem Angestellten-Verhältnis auszusteigen und mir als Selbständige meine Ortsunabhängigkeit zu erschaffen.

Mir sind 4 Möglichkeiten bekannt, wie du ortsunabhängig arbeiten kannst:

  • Remote angestellt: du bist weiterhin angestellt bei deinem Arbeitgeber, hast aber einen Vertrag, in dem ausdrücklich erlaubt ist, auch aus dem Ausland zu arbeiten
  • Freelancerin: Du arbeitest als Selbständige im Auftrag deiner Kunden, etwa als Texterin, Virtuelle Assistentin, Social Media Managerin, Web-Designerin, Übersetzerin, Grafikerin, Buchhalterin, … und so weiter
  • Network Marketing: Du arbeitest mit einer Firma zusammen und empfiehlst ihre Produkte. Wie das genau geht, findest du unter dem Punkt Network Marketing.
  • Unternehmerin: Du baust dein eigenes Unternehmen auf und verkaufst deine eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen.

Natürlich ist auch eine Kombination verschiedener Punkte möglich. Ich verdiene mein Geld zum Beispiel als Freelancerin und Unternehmerin und auch mit Network Marketing. Du kannst dir deinen ortsunabhängigen Job also weitestgehend selbst kreieren.

P.

Pausen

Pausen sind immer öfter meine produktivste Zeit.

Ich meine: je länger je mehr merke ich, dass dieses unermüdliche Arbeitenarbeitenarbeiten gar nicht so sonderlich effizient ist, weil ich mir in solchen Phasen früher oder später abhanden komme, kurz entgleise, mich sammeln und wieder einspuren muss, bevor ich zurück ans Arbeitenarbeitenarbeiten gehen kann.

Viel schlauer und insgesamt zeit- und energiesparender ist es, wenn ich meine Pausen mache, wenn sie mein Körper, meine Seele oder ganz einfach meine Konzentration einfordern:

  • Eine Joggingrunde, wenn der Kopf vom Denken glüht.
  • Schwimmen im Meer, wenn so gar nichts mehr Originelles aus mir rauskommt.
  • Zwei Tage Wandern, wenn die Monotonie Einzug hält und an der Energie zupft.

So kommt wieder Frische in mein System, und noch viel wichtiger: meine Verbindung zur Essenz stärkt sich, die Intuition schickt mir neue Impulse. So fliegen Ideen ein, die mein Kopf sich schlicht nicht auszudenken in der Lage ist.

Langsam kommts mir vor, als wären die Pausen fast wichtiger als die Arbeitsphasen… Bei dir auch?

Planen

Mag ich gar nicht, das Planen.

Fahrradtouren mache ich gerne der Nase nach. Vielleicht ein grober Plan mit einem Ziel der Reise, aber sicher nicht jede Etappe mit jedem Halt und jeder Unterkunft – womöglich noch vorreserviert. Bloss nicht.

Aber!!!

Ich habe mich im Laufe meiner Selbständigkeit in das Planen meiner Tages- und Wochenaufgaben heiss verliebt. Ich bin viel effizienter, wenn ich bereits am Morgen bei Arbeitsbeginn weiss, was ich über den Tag zu erledigen habe. Aber noch wichtiger:

Indem ich mir immer wieder Aufgaben in meinen Alltag schmuggle, die mit meinem langfristigen Ziel zu tun haben, komme ich diesem auch näher, wenn sonst gerade arg viel los ist.

Es ist doch immer dieses Langfristige, Grössere, das uns zwischen Stühle und Bänke, zwischen Dringendes und noch Dringenderem fällt und darum kaum je in Bewegung kommt – zum Beispiel der Hamsterrad-Ausstieg. Sowas reisst du ja nicht einfach mal an einem Wochenende an und ziehst es durch. Die Befreiung erfordert viele Schritte, einen nach dem anderen, konsistent, konsequent.

Darum: setz dir ein grosses Ziel, brich es runter auf grössere Meilensteine und dann auf Monats- und Wochenaufgaben. Und diese planst du dann in deinen Alltag ein. So bewegst du dich stetig auf deinen Hamsterrad-Ausstieg zu und freust dich über jeden Schritt, mit dem du dich dem grossen Moment des Absprungs freust.

Na, immer noch keine Lust zum Planen?

Q.

Qual (Quatsch)

Ist dein Job eine tagtägliche Qual?

Hör auf damit, ihn dir schönzureden.

Hör auf damit, dir selbst und allen (noch) Interessierten zu erklären, warum der Job doof ist und du nicht aussteigen kannst, weil… 1000 Gründe.

Hör auf damit, zu erzählen, dass „das halt so ist“ und dass „Arbeit eben nicht immer Spass machen kann“.

Du weisst genau, dass es Quatsch ist und du dir die Qual sparen kannst. Und deinen Mitmenschen auch.

Nimm deinen Mut zusammen und beginne, dein buntes Leben zu erträumen, anzupacken, zu erschaffen.

Es ist für alle möglich, auch für dich!

Quelle

R.

Reisen

In einer kleinen Umfrage, die ich unter Frauen gemacht habe, die gern ihren Hamsterrad-Job verlassen möchten, stellte ich die Frage, was sie denn machen würden, wenn sie ihren Job losgeworden und auch finanziell frei wären.

„Reisen“ war die häufigst genannte Antwort.

Als ich selber noch in meinem Hamsterrad daher rannte, nannte ich meine Sehnsucht nicht „Reisen“, sondern „ortsunabhängig arbeiten“, was das Reisen mit meinte. Mein Hintergedanke war tatsächlich der, dass ich als Digitale Nomadin endlos mit meinem Fahrrad durch Italien reisen und dabei arbeiten könnte.

Das Wort Reisen kann in so vielen unterschiedlichen Formen daherkommen.

Manche möchten im Camper leben, andere als Backpacker in Asien unterwegs sein, und wieder andere würden gern die klassische Weltreise in Luxushotels machen.

Allen gemeinsam ist die freie Orts- und Zeiteinteilung. Das Ungebundensein. Die Freiheit, dann an dem Ort zu sein, wo sie gerade wollen. Und bestimmt auch die Neugierde auf andere Lebensformen, inspirierende Begegnungen und ungewohnte Sprachen.

Witzigerweise wird der grösste Teil der mir bekannten Digitalen Nomaden nach ein paar Jahren Reiseleben wieder sesshaft, oder zumindest verlangsamt sich ihr Reiserhythmus immer mehr, so dass sie oft monatelang an einem Ort bleiben und die Vorzüge einer Wohnung geniessen, bevor sie zum nächsten Ort ziehen.

Darum glaube ich, dass nicht eigentlich das Reisen die wahre Sehnsucht von Menschen in freudlosen Job-Situationen ist, sondern vielmehr die Selbstbestimmung, die uns in diesem engen Arbeitsalltag so sehr abhanden gekommen ist.

Remote Job

Das ist die schicke Lösung für jene, die gern als Digitale Nomaden arbeiten, aber nicht gleich ihren Job kündigen wollen.

Mit einem Remote Job bist du fest angestellt bei einem Arbeitgeber, hast aber die Freiheit, von überall auf der Welt zu arbeiten. Oft sind Zeiten festgelegt, zu denen du erreichbar sein musst, und selbstverständlich brauchst du stabiles Internet. Ansonsten bist du so frei in deiner Zeiteinteilung und deinem Standort, wie es eben im Vertrag geregelt ist.

Ein Remote Job kann ein sanfter Ausstieg aus dem Hamsterrad sein. Ein Schnuppern ins Digitale Nomadentum, ohne gleich ein regelmässiges Einkommen aufgeben zu müssen.

Mittlerweile gibt es immer mehr Job-Portale für solche ortsunabhängige Stellen, du kannst einfach mal nach „remote job“ und deiner Berufsbezeichnung googlen.

Resignieren

Ich war echt nahe dran, die Suche nach meiner Berufung aufzugeben und halt die letzten 25 Arbeitsjahre in dieser freudlosen Job-Situation abzusitzen. Ich war sehr nahe am Resignieren.

Allerdings spürte ich auch, dass ich dabei krank werden würde und wahrscheinlich nicht mal bis zu meiner Pensionierung durchhalten könnte. Zweifellos wäre ich ganz einfach verblüht.

Ich habe zu viele solcher Menschen in meiner Angestellten-Zeit erlebt. Mit hängenden Schultern schlurften sie durch die Bibliotheksgänge, dehnten die Pausen maximal aus, sagten keinen Ton bei Sitzungen, waren insgesamt nicht wirklich anwesend, bloss körperlich.

Diese Menschen machten mir fast Angst. Wie kann man sein Leben so erleiden, anstatt es zu feiern?

Es war das Kostüm der Resignation, das sie sich übergezogen hatten. Ich habe darunter kein Leben feststellen können, aber ich wünsche ihnen, dass ich mich irrte.

Resignieren ist echt keine Option. In einer Hamsterrad-Job-Situation gibt es nur 3 Optionen:

  1. Du machst etwas ganz Famoses aus deiner aktuellen Stelle, indem du deine Vorgesetzte von deinen Änderungsvorschlägen überzeugst
  2. Du findest eine wesentlich bessere Stelle, die so richtig zu deinem Wesen und deinen Talenten passt
  3. Du kündigst und gehst deinen eigenen Weg

Welche Option wählst du?

S.

Selbstbestimmt arbeiten

Das ist einer der grössten Schmerzpunkte in einem Hamsterrad-Job: die fehlende Selbstbestimmung.

Selbstbestimmung bei der Arbeit kann in verschiedene Bereiche wirken:

  • Ort: wo will ich arbeiten?
    Zuhause? Im Café? Im Zug? Oder unterwegs, während ich die Welt bereise? In meiner Wahlheimat in den Bergen oder am Meer?
  • Zeit: wann ist meine beste Arbeitszeit?
    Kann ich auch mal arbeiten, wenn es an einem Sonntag regnet, dafür am Mittwoch frei nehmen, wenn die Sonne scheint? Oder kann ich dann arbeiten, wenn die Kinder in der Schule sind und mir für sie Zeit nehmen, wenn sie zuhause sind?
  • Rhythmus: kann ich in meinem eigenen Rhythmus arbeiten?
    Kann ich an einer Sache so lange dranbleiben, wie es gerade nötig ist? Kann ich meiner Kreativität genügend Zeit lassen, damit sie sich entfalten kann? Kann ich Pausen machen, wenn nichts Produktives mehr rauskommt?
  • Sinn: kann ich selber bestimmen, woran ich arbeite?
    Habe ich die Möglichkeit, den Mehrwert der Produkte mitzubestimmen, an denen ich (mit)arbeite? Sehe ich den Sinn in meinem täglichen Tun?
  • Potenzialentfaltung: kann ich meine Talente voll ausleben und mein Potential täglich weiter entfalten?

Wenn du deinen Job als freudlos, stressig oder frustrierend erlebst, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass du an einem dieser Punkte zu wenig selber bestimmen kannst. Leider ist das in sehr vielen Angestellten-Jobs der Fall. Bevor du das Handtuch wirfst, versuche mit deinem Arbeitgeber eine Lösung zu finden, die besser zu dir passt.

Selbständigkeit

Wie habe ich mich lange gesträubt, selbständig zu arbeiten. Ich hatte ein Bild von einer Überflieger-Frau im Kopf, eine harte Business-Frau im engen Deux-Pièces, die humor-, freudlos und unerbittlich ihre Produkte verkauft. Eine Frau, die männlich selbständig ist.

Es hat echt lange gedauert, bis ich merkte, dass das überhaupt nicht so sein muss – im Gegenteil, diese Idee ist von vorvorgestern. Wir Frauen dürfen auf unsere Art selbständig sein. Die männliche Art ist auf lange Sicht viel zu anstrengend.

Weil ich nicht selbständig sein wollte, war mir auch die Tür in die Freiheit (scheinbar) versperrt. Ich war Angestellte, wollte ortsunabhängig arbeiten, aber nicht selbständig sein.

Und jetzt bin ich endlos glücklich, dass ich mein eigenes Unternehmen habe, in dem ich selber bestimmen kann, was wann dran ist, wo ich arbeite, welche Produkt ich entwickle, mit wem ich kooperiere und ob ich am sonnigen Donnerstag Morgen erst einmal im Meer schwimmen gehe anstatt sofort auf den Bürostuhl zu sitzen.

Was für eine Freiheit!

Schau dir erst mal an, was Selbständigkeit alles sein kann, bevor du sie als „unmöglich für mich“ abschiesst.

Selbstverwirklichung

Ein sperriges Wort mit schwammiger Bedeutung.

Für mich bedeutet Selbstverwirklichung: mit deinem Tun und Sein holst du immer mehr deinen Kern an die Oberfläche.

Das klassische Bild dafür: der Bildhauer, der aus einem Block Stein eine perfekte Skulptur herausarbeitet. Diese Skulptur entspricht deinem wahren Wesen, das du erst dann entdeckst, wenn du es freizulegen beginnst.

Um dich selber zu verwirklichen, ist es eben relevant, was du den ganzen Tag so tust oder nicht tust. Darum halte ich es für so wichtig, dass dir deine Arbeit zumindest meistens Freude macht, dass du den Sinn siehst, dass du deine Talente einsetzen kannst und du gut gefordert bist, dich immer wieder mal etwas strecken musst, um eine Aufgabe zu erfüllen.

In einem Hamsterrad-Job ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gross, dass du weit von deiner Selbstverwirklichung entfernt bist. Es sei denn, du hast nebenher ein Hobby, das alles aus dir rausholt, was du wirklich bist.

Wir sind nicht hier, um die Tage und Wochen – und letztlich das Leben – unbeschadet zu überstehen. Wir sind hier, um unser Wesen zu entdecken und zu erfahren, was dieses Gutes bewirken kann auf dieser Welt.

Falls du keinen Schimmer hast, wovon ich hier rede, dann mach nur eins: folge immer mehr deiner Freude. Sie zeigt dir den Weg zu deiner Berufung und schliesslich zu deinem Kern.

Sicherheit

Die Sicherheit ist der grosse Spielverderber beim Hamsterrad-Ausstieg. Sobald es lebendig und lustig wird, spricht die Sicherheit ihr Machtwort, und du klopfst die kühnen Pläne in die Tonne.

Sicherheit meint in unserer Arbeitswelt meistens finanzielle Sicherheit oder „ein sicheres Einkommen“. Allenfalls noch Altersvorsorge und eine Reihe von Versicherungen.

Und so bleibst du dann der Sicherheit zuliebe Sklavin von deinem ungeliebten Job und lässt die Jahre vorbeiziehen, in denen du hättest etwas aufbauen können, was dein Herz zum Jubeln bringt.

Ist diese Sicherheit die ganze Quälerei wirklich wert? Zumal wir ja wissen, wie sicher diese Sicherheit tatsächlich ist…?

Sinn

Einer der Schwachpunkte eines Hamsterrad-Jobs ist der fehlende Sinn.

Mit der Industrialisierung und dann der Digitalisierung, sind viele Jobs immer sinn-loser geworden. Wir sind Rädchen in einem grossen System geworden, die das gesamte Produkt nicht mal mehr zu sehen bekommen, geschweige denn die Menschen, denen dieses Produkt dient.

Gerade Bürojobs werden immer absurder mit ihren hunderttausend Formularen, die oft nur der Selbstverwaltung dienen. In meiner Bibliothekszeit hatte ich gegen Ende immer mehr den Eindruck, meine Arbeitszeit darauf zu verwenden, die Bibliothek zu verwalten, anstatt den Kundinnen einen direkten Nutzen zu bringen.

Damit kam mir der Sinn komplett abhanden. Entsprechend war meine Motivation im Sinkflug, entsprechend wenig Freude machte mir mein Job.

Wenn du keinen Sinn in deiner Arbeit erkennen kannst, ist es allerhöchste Zeit, etwas zu ändern. Immerhin ist es deine Lebenszeit, und die willst du doch nicht mit Sinnlosem verbringen, oder?!

Stille

In der Stille wirds meistens erst mal unbequem, wenn du sie nicht gewohnt bist.

Da kommen unangenehme Gefühle hoch. Und doofe Gedanken, ja, gerne auch destruktives Gedankenkreisen.

Wenn du es aushältst, diese anfängliche Überaktivität deines bewussten Verstandes gelassen zu beobachten, ohne in eines der Gedanken-Dramen einzusteigen, dann wird es irgendwann ruhiger. Bei mir dauert das unsägliche 20 Minuten. Aber dann wirds echt friedlich.

Wenn du an den innerlich stillen Punkt der Stille kommst, blubbern freudvolle Gedanken und kreative Ideen an die Oberfläche. Und manchmal auch einfach nichts, was ja auch sehr entspannend ist, wenn du bloss einmal ein wenig stillsitzen wolltest.

Suchen

Die Suche nach einer besseren Lösung ist ein bisschen wie die Sucht nach dem nächsten Adrenalin-Kick. Sobald der Verstand an einer rettenden Lösung angebissen hat, bist du einen Moment lang total begeistert, bis du merkst, dass auch diese neue Idee nicht wirklich die ersehnte Veränderung in deinem Leben bringt, was dich noch etwas tiefer in die Verzweiflung gräbt.

In meiner ärgsten Hamsterrad-Phase suchte ich permanent nach Ausbildungen, anderen Stellen, neuen Jobs, Ausland-Jobs, selbst nach neuen Wohnungen. Ich wollte eine Veränderung heran zwingen, bloss um diese Ödnis meines Jobs und letztlich auch meines gesamten Lebens nicht ertragen zu müssen.

Die klassische Änderung aussen, während eine innerliche Änderung angesagt wäre.

Je länger je mehr bin ich überzeugt: eine dauerhafte Veränderung führst du nur mit einer inneren Änderung deiner Glaubenssätze und unbewussten Verhaltensmustern herbei.

Diese innere Arbeit ist wesentlich anstrengender und unspektakulärer als ein Stellenwechsel oder eine neue Ausbildung. Sie erfordert Disziplin und Ausdauer, aber am Ende zahlt sie sich unendlich-fach aus.

Hör also auf, aussen nach einer Lösung zu suchen und beginne deine Überzeugungen über dich und „wie Arbeit halt so ist“ und „was man halt so macht“ und ähnlich Vorgestriges aufzudecken. Zieh alles ans Licht und passe es dem an, was du wirklich möchtest in deinem Leben.

T.

Texterin

Freelance Texterin war meine erste selbständige Tätigkeit, und das war ein wirklich guter Einstieg in die Ortsunabhängigkeit.

Es ist relativ einfach, im Quereinstieg Texterin zu werden, aber ich will hier nicht behaupten, dass ich damit schnell und viel Geld verdiente.

Im Gegenteil: ich tat mich lange ziemlich schwer, und im Rückblick – wie so oft – ist mir auch klar, warum meine Texter-Karriere doch so ziemlich zäh verlief:

  • Ich wollte damals noch gar nicht selbständig sein.
  • Ich traute mir nicht zu, als Selbständige ordentlich Geld zu verdienen.
  • Ich hatte das klassische Hochstapler-Syndrom: ich glaubte nicht wirklich daran, dass meine Kund*innen zufrieden mit meinen Texten sein würden, obwohl ich wusste, dass ich gut schreiben konnte.
  • Ich war nicht fokussiert, wollte zugleich mit meinem Blog, als Reisejournalistin und als Freelance-Texterin erfolgreich sein. Das waren zu viele Bälle, die ich gleichzeitig in der Luft hatte – vor allem als Anfängerin.
  • Ich hatte tief drin eine andere Idee von dem, was ich tun wollte (mehr Tiefgang, direktere Unterstützung von Menschen).
  • Ich hatte kein klares Ziel.

Wenn du aber solche Mindset-Themen im Griff hast, dann kann ich dir von Herzen gern empfehlen, den Sprung aus deinem Hamsterrad-Job zu wagen und dir dein freies Leben als Texterin aufzubauen.

Tod

Der Tod ist ein grossartiger Lehrmeister.

Überleg mal: Wie würdest du deine aktuelle Situation in deiner letzten Stunde des Lebens beurteilen?

  • Wärst du stolz, dass du an deiner momentanen Arbeitsstelle so lange durchgehalten hast?
  • Würdest du lächeln beim Gedanken, wie du alles getan hast, um ein rundum erfülltes Leben zu leben?
  • Würdest du innerlich jubeln, dass du all die mutigen Schritte getan hast?

Du weisst nicht, wie lange du noch Zeit hast. Sorge jetzt dafür, dass du in deiner letzten Stunde nichts zu bereuen hast.

Träumen

Wurdest du als kleines Mädchen zurechtgewiesen: „Träum nicht rum, mach vorwärts!“?

Hast du bald gelernt, dass Träumen verkehrt und in der Erwachsenenwelt nicht willkommen ist?

Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann es mir ausgetrieben wurde. Nicht boshaft, einfach vernünftig. Und gründlich. Jedenfalls hatte ich grösste Mühe, es wieder zu erlernen, als ich mit 45 verstand, wie wichtig das Träumen ist, um Visionen zu entwerfen und immer grösser werden zu lassen.

Träumen bedeutet, deiner Fantasie freien Lauf zu lassen und Bilder in deiner Vorstellung zu kreieren, die deinen grössten Wünschen entsprechen. Daraus werden dann grosse Ziele, anhand derer du wächst und zu der Frau wirst, für die du hier bist.

Ja, so wichtig ist das Träumen. Du darfst wieder, ja, du sollst wieder anfangen zu träumen. Deine Vorstellungskraft wird dir helfen, dich aus deinem Hamsterrad-Job zu befreien!

Tun

Kleines Wörtchen, grosse Tat. Ohne Tun geschieht halt eben gar nichts in deinem Leben.

Du kannst die Meisterin im Visualisieren sein, aber wenn du nicht handelst, bleibt deine Vision ein schöner Traum.

Mit Tun meine ich nicht dieses verbissene To-Do’s Abarbeiten. Das erschöpft dich ziemlich schnell.

Ich meine das Handeln, wenn dich ein Impuls kitzelt. Wenn dir die Intuition zuraunt, dass du eben mal die Frau Müller anrufen solltest, mit der du neulich auf dem Markt so ein witziges Gespräch hattest. Vermutlich hast du keine Ahnung, was dieser Impuls mit deinem Hamsterrad-Ausstieg zu tun hat, aber hier liegen manchmal so zauberhafte Überraschungen bereit. Weil die Frau Müller eben gerade heute Morgen von ihrer Cousine gehört hat, dass im Café ums Eck eine engagierte Mitarbeiterin gesucht wird – wovon du doch nun schon eine Weile träumst…

Tun also bitte immer schön in Kombination mit der Intuition oder mindestens in einer guten Energie.

Weil mit Murks gibts nichts Gescheites.

Etwas Geduld…

… im Hamsterrad-Alphabet gehts demnächst weiter!

U.

Umfeld

Schon früh und immer wieder auf meinem Weg in mein ortsunabhängiges Leben, habe ich den Satz gehört: „Achte auf dein Umfeld. Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen du dich umgibst.“ Mir ging schon gegen den Strich, dass ich ein Durchschnitt sein sollte, aber das war nicht der einzige Grund, warum mir dieser Satz widerstrebte.

An jeder Ecke lauerte er. Ich verstand ihn schon, aber ich wusste nicht, wie ich mein Umfeld verändern sollte, obwohl mir sehr bewusst war, dass es dringend nötig war. Meine nächsten Menschen konnten mit meinem plötzlichen Sinneswandel von wegen Ortsunabhängigkeit und Blog und Macht der Gedanken überhaupt nichts anfangen und bremsten mich mehr als dass sie mich unterstützten. Nicht aus bösem Willen, aber weil sie glaubten, dass ich in eine ungünstige Richtung lief.

„Umgib dich mit Personen, die einen Schritt weiter sind als du.“ Ein weiterer dieser klugen Sätze. Ja, klar, und wie soll ich die finden? Und: Wollen sich die denn auch mit mir verbinden, zumal ich ihnen ja mindestens einen Schritt hinterher hinke?

Erst als ich eine Coaching-Ausbildung machte, konnte sich mein Umfeld verändern. Hier traf ich Menschen, die offen für ihre eigene Entwicklung waren – das war ein fruchtbarer Nährboden für ein neues Umfeld.

Gerade wenn du noch in einer Hamsterrad-Situation feststeckst, ist es enorm wichtig, dass du mit Menschen im Austausch bist, die auch eine andere Denke haben als die konventionelle „alte“ Arbeitswelt. Du brauchst jetzt Menschen, die dir vorleben, was ein selbstbestimmtes Leben bedeutet und dass es möglich ist, dieses zu erreichen.

Jetzt rede ich also genau gleich wie jene, die mich damit früher so genervt hatten 😉 Aber ich gebe dir einen konkreten Rat dafür:

Such dir einen Kurs, in dem du etwas lernst, was dich deinem Ziel näher bringt. Dort wirst du ganz sicher auf Menschen stossen, die den gleichen Weg gehen, verstehen, worum es dir geht und dir auch so manches beibringen können.

Umgebung

Dass die Umgebung einen Einfluss auf den Hamsterrad-Ausstieg hat, ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, aber aus meiner Erfahrung ebenfalls ein Faktor.

Unter Umgebung verstehe ich die geographische Umgebung. Also der Ort, an dem du lebst und die Landschaft darum herum. Und das Klima, in dem du lebst.

Als kleiner Sonnen- und Wärme-Junkie fand ich das Klima, in dem ich mich während meiner Hamsterrad-Zeit befand, besonders im Winter unerträglich. Grau, kalt, tot. Das trug nicht unbedingt zu einer besseren Stimmung bei, die ja schon der Langeweile im Job wegen, sehr gedämpft war.

Noch heute spüre ich, wie meine Stimmung leicht absackt, wenn ich mich an gewissen Orten oder unter dem Hochnebel befinde.

Anders gesagt: Die Umgebung, die ich heute zum Leben gewählt habe, unterstützt meine gute Stimmung und damit meine Möglichkeiten, noch mehr Wundervolles in mein Leben zu ziehen.

Achte also gut darauf, ob deine Umgebung auch ein Grund ist, warum du mit der aktuellen Situation nicht glücklich bist.

Umwege

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis“. Dieser Satz, dessen Quelle nicht ganz klar ist, war eine Weile mein Leitspruch.

Wenn ich schon nicht fand, was ich wirklich wollte, so erlebte ich doch vieles, was mein Leben auch bereicherte. Die vielen Jobwechsel gaben mir Einblick in verschiedene Arbeitsweisen des gleichen Berufs. Ich lernte sehr viele Menschen und ihre Eigenheiten kennen und erfuhr so, wie schief Kommunikation gehen kann und wie man es besser macht.

Auf diesen Umwegen wurde mir auch immer klarer, was ich nicht wollte. Auch das ist eine wichtige Erkenntnis.

Wenn du also noch nicht ganz klar bist, was du wirklich willst anstelle deines Hamsterrad-Jobs, dann probier aus, was immer dich reizt und dir möglich ist. Auch wenns nicht das Richtige ist, gewinnst du auf jeden Fall mehr hinzu als wenn du einfach im Altbekannten weiter rennst.

Unruhe

Vielleicht kennst du das: du bist wie getrieben, kannst kaum stillsitzen?

Ich hatte das jahrelang und verstehe heute, was es mit dieser Unruhe auf sich hatte:

Weil ich die Ödnis im Job kaum aushielt, wich ich aufs Tun aus. Hauptsache beschäftigt bleiben, so brauchte ich das Elend nicht zu fühlen. So suchte ich permanent nach geeigneteren Jobs oder einer passenden Ausbildung, die mich befreien würde.

Blöderweise hielt diese Unruhe auch am Feierabend an. Dadurch wurde es auch schwierig, mal ein Buch zu lesen, Musik zu hören oder überhaupt mal zur Ruhe zu kommen.

Der bessere Weg wäre: fühle, was gerade ist, auch wenn es (sehr) unangenehm ist. Hast du das Elend mal durchfühlt, entspannt sich auch die Unruhe.

Wenn du die Unruhe längerfristig besänftigen möchtest, empfehle ich dir sehr, das Stillsitzen und Nichtstun zu üben. Mindestens einmal am Tag 15 Minuten gar nichts tun, auch nicht Musik hören, sondern einfach nur SEIN.

V.

VA – Virtuelle Assistentin

Verantwortung übernehmen

Veränderung

Visualisieren

Vorstellungskraft (Fantasie)

W.

Warum

Weg

Wertschätzung

Wille

Wohnung

Wunschleben

X.

XT

Y.

Yacht

Yoga

Z.

Zeit

für Familie und Freunde und Hobbies und Bewegung

Zeitunabhängig arbeiten

Ziele

setzen und erreichen

Zufriedenheit