Im 2021 blieb in meinem Leben so ziemlich kein Stein auf dem anderen – im besten Sinne. Ein langjähriger Wunsch erfüllte sich, grandiose Business-Entwicklungen und eine revolutionäre Art zu denken, hielten Einzug in mein Leben. Sie waren gekommen, um zu bleiben. Derweil genoss ich das Leben am Meer und arbeitete unendlich viel und gern.

Rückblick auf meine Ziele 2021

Ende 2020 war das erste Mal, dass ich mir bewusst ein echtes, grosses Ziel setzte. Ein so grosses, dass ich wusste, dass ich es nicht innerhalb eines Jahres erreichen würde. Meilenstein-Ziele davon waren aber folgende:

  • Am Meer leben. Ich will ja die Spannung hier nicht gleich platt machen, aber: ✅
  • Mein Coaching-Programm komplett online aufbauen und mit dem Marketing optimal verzahnen. Das war die Herkules-Aufgabe des ganzen Jahres. Ein paar Extra-Schlaufen brauchte es schon, aber ich kann mit Stolz sagen: ✅
  • Keine neuen Texter-Kundinnen und Reisejournalismus-Aufträge annehmen. Für meinen Lieblingskunden haben ich noch das ganze Jahr getextet, aber das war auch mehr Freude als Arbeit. Einen stets wieder verschobenen Auftrag für eine Zeitschrift habe ich abgesagt. Schade, der Artikel wäre cool geworden, aber die Absage hat mich sehr befreit: ✅

Tatsächlich habe ich alle drei Meilenstein-Ziele erreicht. Alleine daran gemessen, war das 2021 also ein sehr erfolgreiches Jahr.

Frau mit Krone

Mein Jahresrückblick 2021

Ein Fremder schläft in meinem Zimmer!

Es begann einigermassen chaotisch, das 2021. Wegen Lockdown und aus familiären Gründen, sass ich in der Schweiz fest, was irgendwie auch gut war, weil ich da ganz hervorragend arbeiten konnte.

Dazwischen halfen meine Schwester und ich meiner Mutter, das Haus zu räumen, in dem ich aufgewachsen war. Es galt, das Hab und Gut so zu reduzieren, dass alles in eine Wohnung passte. Ein willkommener Ausgleich zu meiner sonst so hirnlastigen Arbeit.

Manchmal wars mühsam, manchmal wars unglaublich lustig, manchmal schien die Aufgabe einfach zu gross, aber schliesslich ging der Umzug bestens über die Bühne, auch weil meine Mutter alles perfekt eingefädelt hatte.

Und plötzlich gehörte unser altes Zuhause nicht mehr uns. Das ist ein merk- und denkwürdiger Moment. Die Vorstellung, dass jetzt jemand anderes in „meinem“ Zimmer schläft und eine andere Familie unser Haus „unser Haus“ nennt, befremdet mich, aber ich freue mich sehr, dass sich die neuen Besitzer offenbar wohl darin fühlen.

Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass ich nie sehr an diesem Haus gehangen habe. Keine Sekunde war es eine Option, dass ich es übernehmen würde. Bekanntlich bin ich eine kleine Nomadin – was würde ich denn mit so einem Haus anfangen?!

Frau am Schneeschaufeln
Belegte Brote und Suppe
Schneegestöber an einer Strasse

Miss Move Fahrrad-Touren in Piacenza

An einem Sommerabend im 2020 spazierten mein Partner und ich kilometerlangen Tomatenfeldern entlang, und da entstand die Idee, dass wir mal probehalber ein paar Fahrrad-Wochenenden in Piacenza anbieten könnten. Einfach um zu schauen, ob uns das gefiel – und ob sich überhaupt jemand dafür interessierte.

Zum Jahreswechsel bestimmten wir die Daten, publizierten sie auf einer Landingpage und schrieben im Miss Move-Newsletter darüber. (Miss Move ist mein Blog für Fahrradreisen.)

Wir waren ganz überrascht, wie gross das Interesse an unseren Touren war. Die 4 geplanten Wochenenden waren rasch ausgebucht – zumal wir nicht mehr als 5 Personen in einer Gruppe haben wollten.

Es kam, wie so vieles im 2021 kam – wir mussten jede einzelne Tour wegen Covid-Massnahmen in Italien absagen.

Dafür wissen wir jetzt, dass solche Touren gefragt sind, und wir werden sie bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgreifen, zumal wir ja schon vieles pfannenfertig bereit haben.

Rennradfahrerin vor rosa blühendem Strauch
Altes Damenrad an gelber Mauer

Gedanken-Revolution

Was ich im 2020 intensiv gestartet hatte, setzte ich im 2021 fort: die Revolution meines Denkens.

Jeden Morgen arbeite ich frühmorgens eine Stunde lang an meinem Mindset, was konkret bedeutet:

  • Ich fokussiere mich auf mein Ziel, visualisiere meine wundervolle Vision.
  • Ich arbeite an meinem Selbstbild, das aus meiner Vision kommt.
  • Ich programmiere hinderliche Glaubenssätze in nützliche um – Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung.

Diese morgendliche Arbeit hat sich unendlich bezahlt gemacht.

Ich merke, wie ich innerlich stabil geworden bin, fokussierter, klarer und selbstbewusster. Ich weiss, was ich will und gehe unbeirrt diesen Weg.

Was für ein Unterschied zu 2020, als ich noch ziemlich orientierungslos herumirrte, zuweilen an mir zweifelte, an meinem Weg, an dem, was ich wirklich wollte.

Ich habe mir selbst bewiesen, wie mächtig die Gedanken sind. Dass ich mir mit meinen Gedanken meine Welt erschaffe.

Ich habe immer die Wahl, ob ich mir ein Traumleben aufbaue oder im alten Elend steckenbleibe.

Bei den Gedanken fängt alles an. Und glücklicherweise haben wir die immer bei uns, egal, was aussen geschieht. Zudem sind sie erst noch kostenlos.

Rosa Blüten vor blauem Himmel
Eingangstür mit Katze
Weisse Blüten vor blauem Himmel

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Marketing von

Wohnungssuche und Umzug ans Meer

Die Situation war die: Nach Lockdown und oben erwähntem Umzug, zog ich Anfang März nach Piacenza zu meinem Freund. Ich hatte mit ihm schon einige Monate in seiner 1-Zimmer-Wohnung gelebt, das ging ganz gut. Jetzt war ich gekommen, um zu bleiben.

Freundlicherweise konnte ich kostenlos ein Büro in der Stadt benutzen, das sonst leer stand, und so fuhr ich jeden Morgen mit meinem klapprigen Fahrrad in „mein Büro“ und am Abend zurück nach Hause. Das war ok für den Moment.

Das heisst: Ich hatte immer klar kommuniziert, dass ich am Meer leben wollte und nicht unbedingt in Piacenza.

Mein Freund hingegen ist ein eingefleischter Piacentiner, hat noch nie ausserhalb dieser Gegend gewohnt und fand, dass wir doch vorerst auch einfach mal ins Val Trebbia hinter Piacenza ziehen könnten, damit er nicht gleich ganz weit weg vom Vertrauten sei.

Gut, das Val Trebbia gefällt mir auch, wir waren hier oft mit dem Fahrrad unterwegs und ich mochte den einen oder anderen Ort ganz gern, wie zum Beispiel Travo oder Bobbio.

So begann die Wohnungssuche im Val Trebbia. Ich kanns kurz machen: wir suchten den ganzen Frühling und fanden – nichts. Entweder waren die Häuser zu gross oder zu schattig oder komplett abseits von allem Leben, aber das Passende fanden wir partout nicht.

Heimlich hielt ich meinen Wunsch nach dem Leben am Meer, fand es aber total ok, im ersten Schritt einmal im Val Trebbia zu leben. Aber eben, in meinen Träumen lebte ich am Meer, und zwar in Levanto.

2 Dörfer an grünen Hügeln in Ligurien
Rostbraune Mauer mit Levanto geschrieben
Kirche in einem Dorf

An einem Wochenende im Mai verbrachten wir mit unserem Camper-Bus ein Wochenende an der ligurischen Küste. Kurz vor dem Abendessen machte sich eine Wohnungsanzeige aus Levanto auf dem Telefon meines Freundes bemerkbar. Hübsch sah sie aus, diese Wohnung.

„Soll ich anrufen?“, fragte mein Freund. „Es ist die Nummer einer Agentur, da nimmt am Samstag Abend ohnehin keiner ab.“

Er rief trotzdem an, die Agentur meldete sich doch tatsächlich und zeigte sich bereit, uns die Wohnung am Tag darauf, Sonntag!, zu zeigen.

Du ahnst es – das wurde unsere Wohnung. Wir verliebten uns sofort in sie und zogen Ende Mai ein.

Die Wohnung am Meer, und dann erst noch an meinem Herzensort Levanto, hatte sich manifestiert!

P.S. Die Fotos des Umzugs sagen mehr als Worte…

Voll beladener Vito
Auto mit Panne im SOS-Parkplatz
Minibus auf Abschleppwagen

Sommer am Meer

Ab Juni lebten wir also am Meer. Und nicht wie in anderen Jahren, bloss ein paar Wochen, sondern fest.

Juni ist ja ohnehin ein Wundermonat mit seinen langen Tagen. Und das dann noch am Meer… was soll ich sagen?

Jeden Abend nach meiner Arbeit packten wir die Badesachen, schwangen uns aufs Fahrrad (wir wohnen etwas oberhalb von Levanto) und fuhren den Hügel runter an den Strand. Echt, praktisch jeden Tag, und das wurde auch überhaupt nicht langweilig.

Im Meer schwimmen, den anderen Strandbesuchern zuschauen, einen Kaffee in der Strandbar nehmen oder auch mal einen Aperitif, und dann zurück in unser schönes Zuhause pedalen, um dort auf der Terrasse Abend zu essen.

Als sich im Oktober die Sonne merklich weniger lange zeigte, mussten wir den Tagesablauf ändern und eher mal über Mittag ans Meer fahren. Weil ich so frei arbeite, kann ich diese Auszeiten bestens zwischen meine Arbeit legen – dafür bin ich Tag für Tag dankbar. Und wenns einmal regnet, dann kann ich den ganzen Tag arbeiten.

Küsten-Wanderweg
Wanderweg an der Küste
Nonna und 2 Enkel am Strand
Espresso mit Sicht auf Strand und Meer
Rennradfahrerin auf einer Küstenstrasse

Radtour in Frankreich

Obwohl wir ja selber im Ferienparadies leben, brauchten wir doch mal eine Auszeit. Mitte August ist Levanto komplett überlaufen, der Strand voll und das Leben etwas eng. Darum wählten wir diese Zeit, um selber zu verreisen.

Auf dem Fahrrad, so erholen wir uns am besten. Und wieder mal ins Ausland, solange man konnte. Wir beschlossen, eine kleine Tour von Freunden zu Freunden in Frankreich zu machen.

Mit dem Vito, dem es nach dem Umzug wieder gut ging, fuhren wir bis Aix-en-Provence und dann weiter bis in ein kleines Dorf nahe Avignon, wo wir freundlicherweise im Haus einer Schweizer Freundin übernachten durften – leider, leider war sie selber gar nicht anwesend.

Von da aus machten wir eine Rundtour von Avignon nach Le Puy-en-Velay und auf einem anderen Weg wieder zurück. Es war beste Erholung, einmal nur pedalen zu dürfen (und in keinen Computer zu schauen), im Zelt zu übernachten, uns von Patisserie zu Patisserie zu essen und abends bei einem Bier den Tag ausklingen zu lassen.

Das Wetter zeigte sich in zwei Extremen: einmal war ich nahe am Hitze-Kollaps, dann wieder kurz vor dem Erfrieren. Die Hitze war mir wesentlich lieber, und die begleitete uns schliesslich auch wieder zurück nach Italien.

Was mich an dieser Tour besonders freute:

  • Wieder mal Neues sehen, wieder mal Französisch üben
  • Bei der Rückkehr nach Italien merken, dass ich mich hier wohler und „zuhauser“ fühle.
Radfahrer in südfranzösischem Dorf
2 Radfahrer
Radfahrerin überquert Rhone-Brücke
Menschen an Tischchen neben einem Brunnen
2 Gläser mit Pastis
Radfahrer sitzt unter rosa blühendem Baum
Bianchi-Hut auf Fahrrad-Lenker
Süsses und Kaffee

Besucher

Im Ausland leben, bedeutet auch, Familie und alte Freunde nicht mehr nahe zu haben. Da wir ja aber an einem netten Ort wohnen, haben uns einige davon besucht, was mich total freute.

Zudem ging unsere Warmshowers-Aktivität weiter, die mein Partner schon in Piacenza sehr intensiv gepflegt hatte. Warmshowers ist das Couchsurfing für Radfahrer: bei uns dürfen Radfahrer kostenlos übernachten und eben, heiss duschen, und bekommen Abendessen und Frühstück.

Da wir an einem wirklich steilen Hügel wohnen, der gerade für ein schwer bepacktes Tourenrad nicht so leicht zu erklimmen ist, rechneten wir mit wenigen Anfragen. Und doch waren es dann einige Gäste, die bei uns übernachteten.

2 Frauen beim Aperitif
2 Frauen liegen auf einer Bank
2 Touren-Radfahrer
Ein junges Paar am Esstisch

Business-Entwicklung

Meine Arbeit war zusammen mit der Gedanken-Revolution und dem Wohnort-Wechsel die markanteste Änderung in meinem Leben.

Dank Unterstützung meinen beiden Mentorinnen, erstellte ich mein Online-Gruppen-Programm und führte erste Kund*innen durch den ganzen Prozess. Ausgehend von diesem Programm, baute ich mir eine kleine Marketing-Maschine auf, die mir richtig Spass macht.

Die alte Gewohnheit des Zweifelns flackerte immer mal wieder auf, aber eben, dank der Gedanken-Revolution konnte ich sie immer wieder in ihre Schranken weisen und fokussiert auf mein Ziel zugehen. Das war eine immens wichtige Erfahrung auch in meiner Rolle als Mentorin. Je tiefgreifender ich an meinem Mindset arbeite, desto weniger Zweifel und Unentschlossenheit stehen mir im Weg.

Das 2021 war für mich ein echtes Raketenjahr, was das Business betrifft.

Übrigens arbeite ich vorwiegend im Stehen – das lässt sich fast überall irgendwie einrichten:

Improvisiertes Stehpult
Büro mit Computer auf Stehhöhe
Frau an einem Stehpult

Das erste E-Bike für Miss Move

Also, ich liebe es ja, mit meinem langjährigen Fahrrad von Levanto zu unserem Zuhause hochzufahren. Aber ich muss eingestehen, dass mir die Runden in den ligurischen Hügeln mit dem Rennrad doch heftig zusetzten.

Darum wurde die Frage nach dem E-Bike immer etwas präsenter, und schliesslich fand mir mein Lebenspartner das perfekte Schnäppchen aus zweiter Hand, das wir eines Tages in Genua abholten. Für sich fand er übrigens auch eins, was mich unglaublich überraschte, weil für ihn noch Wochen zuvor ein E-Bike ein „ich ganz sicher nicht“ war.

So habe auch ich wieder Freude an den Touren in die Cinque Terre oder ins Hinterland von Levanto.

Take a different road
E-Bike

Meine 3 liebsten eigenen Blog-Artikel 2021

ABC des Hamsterrad-Ausstiegs: mein episches Werk, das sich über das ganze Jahr hinzog. Diesem Artikel habe ich so viel Aufmerksamkeit geschenkt, dass erst im letzten Viertel des Jahres noch andere Artikel Platz bekamen.

Träume, damit sich dein Traum verwirklichen kann: Hier gehts mir ganz stark darum, an einem Traum festzuhalten und sich nicht von „Facts“ oder Ängsten oder der fiesen Frage „Wie soll das denn gehen?!“ abschrecken zu lassen.

So habe ich mir meinen Wunsch nach Ortsunabhängigkeit (völlig ahnungslos) manifestiert: In diesem Artikel gehts ums Visualisieren und Manifestieren für alle, die damit noch nicht so vertraut sind. Auch für mich war das lange ein Hokuspokus-Geschwafel, bis ich merkte, dass ich ja dauernd am Manifestieren bin, wie wir alle. So ist es doch besser, die Technik zu lernen, damit das Leben eben nicht „zufällig geschieht“, sondern dass ich es selber in die Hand nehmen kann.

Meine Ziele und mein Motto für 2022

Das konkretere Zielesetzen folgt bei mir zwischen den Jahren, sicher ist aber, dass folgende Punkte dabei sein werden:

  • Mein Mentoring-Programm etablieren und weiterentwickeln
  • Die Hamsterrad-Aussteiger-Community richtig gross und lebendig machen
  • Mehr Radtouren für Miss Move
  • Immer genug Zeit haben, um Meer, Küstenwege und das bunte Leben in meiner neuen Heimat zu geniessen

Mein Motto für 2022:

Immer der Freude nach!

Kerze und Stern

Auf ein fröhliches, leichtes, freudvolles, erfolgreiches, gesundes, magisches 2022!