Du könntest verzweifeln, findest einfach den Weg zu deinem Wunschleben nicht? Jahrelang ging es mir so – und jetzt das:

Was immer ich tue, ich verspüre Freude! Gehe ich abends zu Bett, kann ich es kaum erwarten, morgens wieder aufzustehen, um weiter an den Dingen zu arbeiten, die mir so viel Spass machen.

Seit ich meinen Job gekündigt habe, freue ich mich derart des Lebens, ich kanns selber kaum fassen. Jeden einzelnen Tag. Und weil mich mein Umfeld so unbeschwert kaum wieder erkennt, höre ich oft die Frage:

Sag mal, wirst du vom Glück verfolgt?

Ja, offensichtlich werde ich vom Glück verfolgt.

Das ist natürlich fabelhaft. Und ehrlich gesagt, habe ich mit so einer rauschend zufriedenen Phase nach dem Ende meines Angestelltenverhältnisses nicht gerechnet.

  • Ich habe mich auf Angstzustände wegen meiner prekären finanziellen Situation eingestellt.
  • Dass ich es nicht schaffen würde, mir eine zufrieden stellende Tagesstruktur einzurichten.
  • Dass ich weiterhin im orientierungslosen Dunkel herumtappen würde.
  • Dass ich mich in kürzester Zeit wieder auf Jobsuche machen würde, um der Leere und Unsicherheit zu entkommen.

Stattdessen: nichts als Lebensfreude. Eben: vom Glück verfolgt!

Vermutlich habe ich einen Glücks-Virus eingefangen. Bestimmt in Mallorca auf dem Fahrrad. Kann passieren, manchmal überfällt einen halt das Glück, und man wird es kaum mehr los. Meinst du auch?

Meine Erfahrung sagt etwas komplett Anderes, nämlich:

Dein Glück erschaffst du dir selber (das Unglück ebenso)

Werde ich also doch nicht so einfach vom Glück verfolgt?

Doch, gewissermassen schon.

Ich habe aber eineinhalb Jahre dafür gearbeitet.

Um genau zu sein, habe ich 20 Jahre lang nach meinem Weg gesucht und in den letzten 20 Monaten wenig Anderes getan, als Geld zu verdienen und nebenher mein Wunschleben zu erschaffen.

Ja, ich vermeide bewusst den Ausdruck: ich habe „das Glück“ gesucht. Glück ist ein vorübergehender Moment. Den kann ich ohnehin nicht finden und festnageln.

Finden hingegen kann ich ein freudvolles Leben. Das kann ich sogar selber erschaffen. Ist das nicht grandios? Als ich das in seiner ganzen Tragweite verstanden habe – und das ist noch gar nicht lange her – habe ich mich daran gemacht, genau das zu tun: mein Wunschleben zu erschaffen.

Schöne Geschichte, nicht? Ich lese gerne solche Geschichten, in der die Protagonistin durch den Schlamassel geht, und plötzlich versteht sie, und alles wird gut.

Etwa so plötzlich wie es Harry Belafonte sagte: „Ich habe dreissig Jahre gebraucht, um über Nacht erfolgreich zu werden.“

Und ich habe 20 Jahre gebraucht, um plötzlich vom Glück verfolgt zu werden.

 

Wie findest du zu einem freudvollen Leben?

Folgendes hat mir geholfen, mich aus meiner orientierungslosen Situation zu befreien und mich mehr und mehr meinem Wunschleben anzunähern.

Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben

Alles, was du denkst, fühlst, sagst und tust hat einen direkten Einfluss auf dein weiteres Leben. Bedeutet umgekehrt: dein aktuelles Leben ist das Resultat deines Denkens, Fühlens, Redens und Handelns der letzten Jahre.

Fühle alles

Das ist nicht so lustig, aber sehr wirkungsvoll. Drängt sich ein unangenehmes Gefühl auf, dann gib ihm seinen Raum. Spüre nach, wo im Körper sich das Gefühl zeigt. Lenk dich nicht ab mit Aktivismus, Essen, Social Media und anderem Lustigen. Drücks nicht weg, fühle. Auch das Schöne, ja. Aber richtig!

Lerne, was dich weiter bringt

Befass dich mit Persönlichkeitsentwicklung und Erfolgsstrategien (das ist weitaus interessanter als ich je vermutet hätte). Verfolge Online-Kongresse, schau Youtube-Filme und Webinare, lies Blogs und Bücher, höre Podcasts und E-Books, mach Online-Kurse zu den Themen, die dich richtig, richtig interessieren. Jede freie Minute, beim Kochen, im Bad, im Zug, beim Warten an der Bushaltestelle, vor dem Einschlafen – einfach immer, wenn sich ein Zeitfenster bietet.

Beweg dich!

Geh den ersten Schritt. Du weisst nicht, WAS du tun und WOHIN du losgehen sollst? Wie gut ich dich verstehe! Genau dieses Nichtwissen hat mich jahrelang in meiner dicken Suppe schmoren lassen. Mein Tipp: tu irgendwas, was dir Freude macht. Es braucht kein Geld zu bringen. Wichtig ist, dass es dir Spass macht. Das ist die Richtung, in die du den ersten Schritt setzen kannst.

Sei geduldig und mach einen Schritt nach dem nächsten

Komm weg vom Jetzt-sofort-haben-Wollen und Zwängen und Forcieren. Die Dinge ergeben sich zu ihrer Zeit. Geh langsam. Immer einen nächsten Schritt.

Bleib bei einer Sache

Flattere nicht sofort zum nächsten glitzernden Ding, wenn es dir zuzwinkert. Ich weiss, gerade wenn die Anfangseuphorie deines neuen Weges nicht mehr so stark ist und gewisse Dinge mühsam werden, lockt Neues, noch Spannenderes. Es kommt im Kleid des Noch-Besseren daher. Aber wenn du immer wieder deine Richtung änderst, beginnst du ständig wieder von neuem und dringst nie in die Tiefe, wo die eigentlichen Schätze verborgen sind.

Freunde dich mit der Stille an

Egal wie, bring Stille in dein Leben: meditiere, mach Spaziergänge, übe dich in Achtsamkeit, zieh dich in Ruhe zurück. Der Vorteil dieser Stille ist, dass du mehr und mehr deine innere Stimme hörst, die dir den Weg in ein freudvolles Leben weist.

 

Weg gefunden, Glück da, angekommen?

Jetzt glaube ja nicht, dass du obiges Programm einmal durchrattern kannst, und dann kannst du dich auf deinem Glück ausruhen. Nein, jetzt kommt das Folgeprogramm, das heisst:

Dranbleiben. Immer wieder neu ausrichten. Und: üben, üben, üben.

Auch mein aktuell so freudvolles Leben ist kein Dauerzustand. Ich übe an jedem Punkt, dann verliere ich wieder einen vom Radar, komme vom Weg ab, strauchle – und beginne von Neuem.

Je länger, je freudvoller!