Hast du schon einmal überlegt, wo und wie du in ein paar Jahren dein Geld verdienen wirst? Wir leben in einer unglaublich spannenden Zeit. Auf dem Rücken einer flitzigen Zeitmaschine, sozusagen.

 

Die Zukunft unserer Arbeitsplätze

Vor einer Weile habe ich die Sendung Input von Radio SRF zum Thema “Roboter am Arbeitsplatz” gehört. Die Sendung geht der These nach, dass in 20 Jahren die Hälfte unserer Jobs verschwunden sind und beleuchtet, welche Jobs leicht durch Maschinen ersetzt werden können und welche es langfristig noch brauchen wird.

Besonders gefährdet sind Dienstleistungsjobs. Bürojobs, wo so viele von uns ihr Geld verdienen. Gute Nachricht hingegen für Berufsleute, die ganz unmittelbar mit Menschen arbeiten: Lehrer, Ärzte, Coaches, Naturheilpraktiker, Ernährungsberater, Ergotherapeuten, … – die brauchen wir auch langfristig.

Hier kannst du nachsehen, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass dein Job im Laufe der nächsten 20 Jahre durch eine Maschine ersetzt wird – wenns denn so kommt, wie heute spekuliert wird.

 

Neue Möglichkeiten in der Online-Welt

Klingt ja alles ganz düster, aber schau nur, welche Möglichkeiten sich uns neu eröffnet haben! Die Online-Welt ist erst im Aufbau, wir haben alle Chancen, uns daran zu beteiligen und unsere Zukunft mitzugestalten.

Vieles, was für uns „Normalos“ früher nur mit viel Geld, viel Glück, viel Zeit und/oder mit den richtigen Beziehung denkbar war, ist heute dank Internet und seinen Diensten mit viel weniger Aufwand möglich:

  • Du kannst praktisch alles lernen, was du lernen willst – teure, zeit- und ortsgebundene Ausbildungen sind oft gar nicht mehr nötig, weil du so viel Wissen in Blogs, Youtube-Filmen, Webinaren oder auf anderen Diensten findest.
  • Du kannst mit praktisch Null Startkapital mit deinem Unternehmen loslegen.
  • Du kannst dir leicht eine eigene Webseite als Geschäftsplattform aufbauen.
  • Du kannst einen Online-Shop eröffnen und verkaufen, was du verkaufen möchtest – du brauchst kein teures Ladenlokal dafür.
  • Du kannst dich und dein Unternehmen mit einfachsten Mitteln selber vermarkten – es lebe Social Media.
  • Du kannst ein Buch im Selfpublishing veröffentlichen – du brauchst dafür keinen Verlag mehr.
  • Du kannst eigene Filme, Podcasts und Bilder produzieren und veröffentlichen.
  • Du kannst dein Wissen mit Online-Produkten verbreiten und verkaufen.

War es je einfacher, sein eigenes Unternehmen aufzubauen?

 

Lernen von 20-Jährigen

Die Online-Welt ist eine Goldgrube. In den letzten fünf (zehn?) Jahren ist im Netz eine grandiose Bewegung entstanden:

Die Hauptakteure sind oft unter 30, es gibt aber durchaus auch Übervierziger. Sie sind nicht mehr bereit, sich unserer stressigen Angestelltenwelt ohne Selbstbestimmung unterzuordnen und haben sich deswegen ihr eigenes Online-Unternehmen aufgebaut, von dem sie (teilweise sehr gut) leben.

Die hampeln nicht einfach so in Facebook und Youtube herum – das sind bloss ihre Marketing-Instrumente. Nein, ein ausgeprägter Unternehmergeist ist ihnen eigen, und was mir besonders auffällt, ist ihr grosszügiges Geben. Sie arbeiten mit-, nicht gegeneinander. Zu diesem Miteinander habe ich kürzlich den Begriff WeQ (im Gegensatz zum IQ) gelernt. Sie wollen Leben verändern. Und gemeinsam die Welt positiv gestalten. Und das tun sie zweifellos.

Was habe ich im letzten halben Jahr von diesen Bloggern, Podcastern, Youtubern gelernt! Mehr als in den vorherigen zehn Jahre zusammen. Von Menschen, die grösstenteils 10-20 Jahre jünger sind als ich.

 

3 Beispiele von Online-Unternehmern

Von folgenden fünf Online-Unternehmern habe ich vor allem in meiner Anfangszeit als Bloggerin enorm viel gelernt. Es waren natürlich noch ganz viele mehr, vor allem auch englischsprachige. Hier eine kleine Auswahl von fünf deutschsprachigen, die sich für Anfänger wie mich eignen:

 

Tim Chimoy

Tim von Citizen Circle vermittelt auf unaufgeregte Art, was es bedeutet, ein ortsunabhängiges Unternehmen aufzubauen. Er nennt auch die Probleme beim Namen, beschönt nichts. In seiner positiven Art ist er aber sehr motivierend. Und lebt selber vor, was er schreibt. Ein Artikel, der mir besonders gut gefällt, findest du hier.

 

Robert Gladitz

Robert Gladitz hat mich auf Youtube gezogen. Hier wird grandioses Wissen vermittelt. Von Robert habe ich sehr viel über den Aufbau eines Online-Unternehmens gelernt. Der Kerl ist irgendwo um 29, produzierte drei Jahre lang jeden Tag (!) ein Video mit reichem Inhalt und lebt von seinen Online-Produkten, die er erschaffen hat.

 

Conni Biesalski

Conni von Planet Backpack hat den grössten deutschen Reiseblog aufgebaut. Von ihr habe ich gelernt, dass ortsunabhängiges Arbeiten kein utopisches Konzept, sondern mit der richtigen Einstellung und zielgerichteten Massnahmen tatsächlich möglich ist. Sie war eine der ersten Deutschen, die digitale Nomadin geworden ist und lebt heute sehr gut von ihrem Online-Unternehmen.

 

 

Muss ich jetzt als Online-Unternehmer mein Geld verdienen?

Nein, musst du natürlich nicht. Es muss sich ja nicht gleich jeder im Internet selbständig machen.

Ich finde es aber wichtig, dass jeder sieht, dass es Alternativen zum Angestelltendasein gibt. Berichte wie der oben genannte „Input“ lösen Angst aus. Sicher hast du dir auch schon überlegt, was mit dir passiert, wenn dein Job durch einen Roboter ersetzt wird.

Mir liegt daran, die Möglichkeiten des Geldverdienens im Netz bekannter zu machen. Ich staune immer wieder, wie wenige Menschen in meinem Umfeld wissen, was da alles möglich ist. Für alle.

Auch für dich.

Auch wenn du schon über das Pensionsalter aus bist.

Auch wenn du erst in Kürze eine Lehre beginnst.

Auch wenn dir gerade drei kleine Kinder um die Füsse rennen.

Auch wenn du Künstler bist und glaubst, für immer von deinem öden Brotjob abhängig zu sein, um deine Kunst finanzieren zu können.

Auch wenn du glaubst, keine Zeit zu haben, weil du in einem Hamsterrad festhängst und dir die Puste langsam ausgeht. Dazu gibts übrigens auch einen Blog. Von Markus Cerenak: Raus aus dem Hamsterrad.

Je mehr Menschen von den fast grenzenlosen Online-Möglichkeiten wissen, desto mehr Menschen öffnet sich die Tür zu all diesen famosen Möglichkeiten.

Und wer das Leben führt, das er sich wirklich wünscht, wird viel offner, positiver, freigebiger und willens, seine kleine Welt ein kleines bisschen zu verbessern. Und je mehr Menschen ihre kleine Welt ein kleines bisschen verbessern, desto grösseren Einfluss haben sie auf die grössere, weitere Welt, um sie zu einem friedlicheren Ort zu machen.

Davon bin ich überzeugt.